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BN-Kreisvorstand strikt gegen Ausbreitung der Gentechnik durch Transatlantisches Freihandelsabkommen

Energiewende braucht Energiesparen und ökologische Verkehrswende - Anbau nachwachsender Rohstoffe nach Grundsätzen des ökologischen Landbaus

Dass die notwendige Energiewende zwingend eine entsprechende Agrar- und Verkehrswende enthalten muss, hob der Kreisvorstand des Bund Naturschutz (BN) bei seiner Julisitzung nochmals hervor. Die Energiewende in Bayern und Deutschland dümple vor sich hin. Energiesparen und Steigerung der Energieeffizienz würden nicht engagiert genug angepackt, zu einer ökologisch nachhaltigen Energie-, Agrar- und Verkehrswende mit nationaler wie globaler Verteilungsgerechtigkeit fehlten ambitionierte Ansätze seitens der Regierenden. Der Energie-3-Sprung mit Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbaren Energie im Bereich Strom, Wärme und Verkehr komme nicht voran. Vor allem im Bereich Strom werde die Energiewende offenbar zugunsten der Kohlelobby blockiert.

Brachliegende Energiesparpotentiale durch vermeintlich „banale“ Dinge, wie die Umstellung von Primärfaserpapieren, die mit erheblichen Umweltbelastungen u.a. durch deren hohen Energieaufwand für die Gewinnung aus Zellstoff verbunden sind, auf Recyclingpapier aus 100 % Altpapier, würden nicht forciert. Für umweltverträgliches Recyclingpapier  wird weniger  als zwei Drittel an Energie und nur ein Sechstel an Frischwasser benötigt als für die umweltbelastenden Frischfaserpapiere, so 2. Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Ähnliches gelte in der Plastik-Diskussion: mit Tragetaschen aus sortenreinem Recycling-Kunststoff könne.ein hoher Anteil der Herstellungsenergie eingespart werden. Es sei also zu kurz gegriffen, wenn man nur die Umstellung auf vermeintliche „Öko-Plastik“-Tragetaschen ins Auge fasse, denn ein Nachweis gesamtökologischer Vorteile gerade gegenüber Recycling-Kunststoff auf Erdölbasis fehle nach wie vor. Laut BN soll überdies der Anbau nachwachsender Rohstoffe nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus als  gesundheits-, klima- und umweltverträglichster und damit  zukunftsfähigster Form des Landbaus erfolgen. Nur damit könnten die bekannten Probleme wie der Verlust an Artenvielfalt, schleichende Entwertung und Verunreinigung von Boden, Grund- und Trinkwasser durch Dünger- und Chemikalien-/Pestizideinträge aus der industriell-intensiven Landwirtschaft vermindert werden.

Im Verkehr gehe es nicht zuerst darum, mit welcher Energieform man immer mehr Autos antreibe. Energiesparen und höhere Energieeffizienz durch vorrangige Förderung und Nutzung der Bahn als sozial- und ökologieverträglichem Verkehrsträger sei grundlegend, vor Ort auch die Stärkung von ÖPNV, Radfahren und Zu-Fuss-Gehen. Damit dieses sicherer und attraktiver werde, brauche es vermehrte verkehrsberuhigende und geschwindigkeitsdämpfende Massnahmen. Forderungen nach weiterem Fernstrassenausbau, bei B 20 oder A 3 seien im Hinblick auf die Klimaschutz ziele abwegig, so der BN. Er kritisiert auch die Geheimverhandlungen zwischen der EU-Kommission und den USA über das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP und dessen politische Verfechter. Die Macht von Konzernen dürfe nicht weiter gestärkt und der Import gentechnisch veränderter Lebensmittel, Pflanzen und Tiere müsse dauerhaft verhindert werden. Regionale CSU- und SPD-Bundestagsabgeordnete hätten sich durch ihr Abstimmungsverhalten zu Wegbereitern der Gentechnik gemacht.