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BN verbindet Gratulation für neugewählte Kreisräte mit Anliegen zur ökologieverträglichen Kreisentwicklung

Mit seiner Gratulation an die neugewählten Kreisräte den neuen Landrat Josef Laumer zur Wahl verbindet der BUND Naturschutz (BN) etliche Anliegen zur ökologieverträglichen Kreisentwicklung. Sie sollen im Rahmen einer dringend gebotenen ökologisch nachhaltigen Energie-, Agrar- und Verkehrswende die Flächeninanspruchnahme minimieren, aber höchster Energieeffizienz sowie besserer ÖPNV- und Bahnbedienung Rechnung tragen. Die Ortsentwicklung solle flächenschonend mit verdichteten Bauweisen und ohne weiter ausufernde flächenverbrauchende eingeschossige Flachbau-Gewerbegebiete erfolgen. Für neue Bauvorhaben brauche es ambitionierte ökologiebezogene Vorgaben zu flächenschonenden verdichteten Bauweisen sowie vorbildlich-effizienter Energie- und Regenwassernutzung. Dringenden Verbesserungsbedarf sieht der BN in der ÖPNV-Bedienung der Landkreisgemeinden und insbesondere bei der ÖPNV-Erreichbarkeit der Tourismusgebiete im Bayerischen Wald von Straubing und Bogen aus. Die ganzjährig touristisch interessante Region Schwarzach / Sankt Englmar mit ihren Ski- und Wandergebieten im Bayerischen Wald benötige eine qualifizierte Busanbindung von Bogen im Taktverkehr, die ihren Gästen Urlaub ohne Auto im Sinne eines sanften Tourismus ermöglicht und die Anbindung an das Bahnnetz über Straubing und Bogen sicherstellt. Ähnliches gelte für die touristisch interessante Region Wiesenfelden mit dem überregional bedeutsamen Umweltbildungszentrum. Wichtig bei der Verknüpfung mit dem Elektromobilitätskonzept für den Bayerischen Wald - E-WALD sei, dass diesem eine ergänzende und nicht eine konkurrenzierende Funktion auf Kosten des bestehenden Bahn- und ÖPNV-Systems sowie des Fahrradverkehrs zukommen solle. Dies erfordere spezielle Anreize zur weitestmöglichen Nutzung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes als Zubringer zu den Elektromobil-Standplätzen und umgekehrt die vorrangige Ausrichtung der Elektromobile als Zubringer zu den nächstgeeigneten Bahnhöfen, Haltepunkten und Busbahnhöfen bzw. P&R-Plätzen. Die bisherige Fixierung der überregionalen Verkehrsentwicklung auf den Fernstrassenausbau (Forderungen nach weiteren Fahrspuren der B 20 und A 3) soll die neuen Mandatare aufgeben zu Gunsten des Substanzerhaltes im Fernstrassennetz und der Verkehrsverlagerung von Güter- und Personenverkehr auf die umweltverträglichsten Verkehrsträger, vorrangig die Bahn. Bei der Komplettierung des Radverkehrsnetzes des Landkreises Straubing-Bogen soll mit hoher Priorität Xaver-Hafner-Donaubrücke mit sicheren und bequem zu befahrenden Radverkehrsanlagen ausgestattet werden.

Ganz generell fordert der BN die Erfüllung der Vorbildfunktion der gesamten öffentlichen Hand, also des Landkreises und aller Gemeinden in Sachen umweltfreundlicher Beschaffung - "zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen als Voraussetzung für Lebensqualität für alle" begründet dies 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Dies beginne bei der Umfassenden Verwendung umweltfreundlicher Recyclingpapiere aus 100% Altpapier für den gesamten Papierbedarf und gehe bis zum Angebot von Lebensmitteln und Getränken aus gentechnikfreier kontrolliert biologischer Erzeugung im Verpflegungsbereich bei allen kommunalen Einrichtungen und solchen mit kommunaler Beteiligung wie Kindergärten, Schulen, Seniorenheime, Kliniken."

Zur Sicherung einer hochwertigen gesundheitlich unbedenklichen Trinkwasserversorgung sind die Einträge aus der intensiv-landwirtschaftlichen Produktion drastisch zu verringern. Im gesamten Einzugsbereich der Trinkwasserversorgungen soll daher die bisherige intensiv- landwirtschaftlichen Nutzung auf eine klima-, boden- und wasserschonende Bewirtschaftung nach den Grundsätzen des kontrolliert-biologischen Landbaus, der umweltverträglichsten Art der Landwirtschaftung, umgestellt werden", runden Meindorfer und Kreisvorsitzender Andreas Molz die "komprimierte Agenda" ab. Beispielgebend dazu könne die gezielte Förderung, Vorgabe und Ausweitung des Bio-Landbaus gerade in Einzugsgebieten der Trinkwasserversorgung durch die Stadtwerke München sein.