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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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BUND warnt vor Ausbreitung von Gentechnik durch Freihandels- und Investitionsabkommen TTIP

 

Gemeinwohl vor Wirtschaftsinteressen: Handelsabkommen TTIP und CETA stoppen

Einsatz von Gentechnik Einsatz derzeit nur bei  Bio- Produkten garantiert ausgeschlossen

Die derzeitigen Geheimverhandlungen zwischen der EU-Kommission und den USA über das Transatlantisches Freihandels- und Investitionsabkommen TTIP, alarmieren den BUND Naturschutz (BN). Das Freihandelsabkommen sei ein Angriff auf die demokratischen Werte in Europa und auf Umwelt- und Verbraucherschutzstandards. Die Souveränität nationaler Parlamente würde ausgehöhlt, Konzerne hätten dann die Möglichkeit, vor Schiedsgerichten Staaten auf Schadenersatz zu verklagen, wenn sie ihre Gewinnchancen beeinträchtigt sehen. Die Macht von Konzernen solle damit weiter gestärkt und etwa der Import gentechnisch veränderter Lebensmittel, Pflanzen und Tiere ermöglicht werden. Vermutlich werden die jeweils niedrigsten (Produktions)Standards gegenseitig anerkannt. Investoren bekommen das Recht, Regierungen vor privaten Sonderschiedsgerichten zu verklagen.. Unterwww.bund.net/aktiv_werden/aktionen/ttip_stoppen/sowie

www.umweltinstitut.org/freihandelsabkommen/allgemeines/freihandelsabkommen-verhindern-1144.htmllaufen Online-Protestaktionen gegen TTIP. Beim TTIP-Check kann man die Position der Europawahl-KandidatInnen dazu abfragen

Eine Schwächung bestehender Arbeitnehmerrechte, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards sowie Finanzmarktregeln sowie eine Einschränkung zukünftiger politischer Handlungs­spielräume durch TTIP oder CETA sei inakzeptabel.

 

 

Das gelte auch für das Bekenntnis von CSU-Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zum Freihandelsabkommen, der darin „Chancen für exportstarke deutsche Agrar- und Ernährungsindustrie sieht“. Wer die Interessen der Agrar- und Ernährungsindustrie, also der industriell-intensiven Landwirtschaft sieht. Seiner Aussage, „Das kann man organisieren, wenn man Klug Verhandelt“, brauche man keinen Glauben schenken, wenn es zu erweiterten Klagemöglichkeiten internationaler Konzerne vor „Schiedsgerichten“ komme, die mit einer unabhängigen nichts mehr zu tun hätten.

 

Da die Verhandlungen unter strengster Geheimhaltung vor der Zivilgesellschaft und den Parlamenten stattfinden, ist noch unklar, welche Standards konkret betroffen sind. Klar ist jedoch, welche Interessen die unterschiedlichen Wirtschaftsakteure verfolgen, die auf die US-Regierung und die Europäische Kommission Druck ausüben. Sie wünschen sich Erleichterungen für den Export ihrer Güter vor allem in den Bereichen Chemikalien, Gentechnik, Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit sowie Energie und Klimaschutz.

 

Die Entwicklung der genveränderten Pflanzen, die immun gegen bestimmte Herbizide wie Glyphosat, sind, führe zur Immunität auch bei den bekämpften "Unkräutern", wodurch immer mehr Gift eingesetzt werde, um die Ernten zu garantieren, warnt der BUND. VerbraucherInnen sollten jedenfalls auf „Nummer sicher“ gehen und nur  Bio- Produkte kaufen, denn bei diesen ist der Einsatz von Gentechnik garantiert ausgeschlossen. Der Bio-Landbau habe grosse Vorteile für Artenschutz, Biodiversität, Boden, Grundwasser, Klima und menschliche Gesundheit. Diese kämen voll zur Geltung, wenn regional erzeugte BIO & FAIR-Qualität kaufe.