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Leserbrief zum Bericht „Der Teufel steckt im Detail“

Bisher bekannte Teile des Energienutzungsplans ziemlich dürftig und unambitioniert

„Ziel des Energienutzungsplans ist das Aufzeigen einer nachhaltigen, umweltschonenden Energieversorgung unter effizientem Einsatz

finanzieller Mittel“, heißt es eingangs der einschlägigen Präsentation. Dass bei Einteilung der Stadt Straubing in 85 Bearbeitungsraster zur Suche nach weitere geeignete Gebiete für Wärmeverbundnetze ganze sieben als geeignet übrigbleiben, kann nicht sein. Nicht, wenn dabei dicht bebaute Bereiche wie die Neustadt (Zentrum), das Wissenschafts- und Kompetenzzentrums mit weiterer Bebauung des „Hochschulerweiterungsgeländes“ und dem ganzen Umgriff entlang der Heerstrasse, Krankenhausgasse und Stadtgraben dabei durch den Rost fallen“!

Die Energieversorgung der bestehenden sowie dort neu entstehenden Gebäude, muss durch den Anschluss an ein entsprechendes Nahwärmenetz mit energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung auf der Grundlage forstlicher Biomasse , also in einer noch energieeffizienteren Art und Weise als durch die bisher vorhandene nur Wärme erzeugende Hackschnitzelheizung des TFZ erfolgen, also mittels eines Hackschnitzelheizkraftwerkes. Wo, wenn nicht am Kompetenzzentrum für nachwachsende Rohstoffe mit dem gebotenen Vorbildcharakter der Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen als öffentliche Einrichtungen einerseits. Und andererseits mit ihrer Zielrichtung der Unterstützung der Energiewende durch effiziente Nutzung von (vorrangig erneuerbaren) Energien. Die vorhandene Wärmeversorgung der Stadtwerke Straubing soll hierbei ebenfalls auf energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung auf der Grundlage forstlicher Biomasse umgestellt und mit den westlich des Plangebietes liegenden Bereiche mit dichter Bebauung inclusive der Jakob-Sandtner-Realschule mit neuer Dreifachturnhalle sowie der Seniorenheime und Schulen an Krankenhausgasse und Stadtgraben in dieses zu erweiternde Nahwärmenetz einbezogen werden. Dabei sollte eine Einbeziehung der Brauerei Röhrl als Abnehmer von Nahwärme im Grundlastbereich als Prozesswärme geprüft und möglichst realisiert und hierauf auch die Dimensionierung des Hackschnitzelheizkraftwerkes ausgerichtet werden. Für weite Teile der Innenstadt muss sich ebenso eine Versorgung auf Basis der energieeffizienten Kraft-Wärme-Kopplung realisieren lassen, ausgehend von einem vorhandenen Blockheizkraftwerk im Nordflügel des Rathauses im Zusammenhang mit den Geothermieleitungen mit Anschluss der anstehenden Neubebauung des Pfarrplatzes wie weiterer privater und öffentlicher Gebäude, die ohnehin eine energetische Sanierung nötig haben, wie der Sitz von Polizei- und Kriminalpolizeiinspektion. Die Maßnahme „BHKW für Altenheim St. Nikola“ dürfte sich auch nicht allein auf dessen eigenen Gebäudebestand beschränken, sondern müssten jedenfalls die Liegenschaft „Pfauenstrasse 14“ mit umfassen.

Nur die energieeffizienteste Art der Energieversorgung wird auch dem gewollten Ruf der Stadt Straubing als „Stadt der nachwachsenden Rohstoffe“ und dem gewollten Ruf des Landkreises Straubing-Bogen mit der Stadt Straubing als „Bioenergie-Region“ gerecht. Der Ausbau der hochenergieeffizienten Kraft-Wärme-Kopplung mit Anschluss an ein entsprechendes Nahwärmenetz wäre nur dann verzichtbar, wenn die Energieversorgung des gesamten Gebietes auf Basis der gegenwärtigen und zukünftig zu erwartenden Wärmebedarfsdichte nachweislich bzw.  nachgewiesen durch ein kommunales Energiekon­zept in einer noch energieeffizienteren Art und Weise als durch Kraft-Wärme-Kopplung auf der Basis forstlicher Biomasse sichergestellt werden könnte. Diese Beurteilung müsste auf Basis der Struktur des Wärmebedarfs sowie von Zukunfts­szenarien zum Wärmebedarf, in denen Sanierung und erfolgende Nachverdichtung und demographische Entwicklungen abgeschätzt wer­den, erfolgen zum Beispiel im Energienutzungsplan. Wenn dieser die genannten Potentiale für die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung unter den Tisch fallen lässt, indem laut Präsentation für diese Gebiete wie auch etwa für das Industriegebiet Sand offensichtlich nicht einmal  konkrete Wirtschaftlichkeitsrechnungen erstellt worden sind,

ist er schwerlich ernst zu nehmen und man kann das Thema „nachhaltige, umweltschonende Energieversorgung“ mit dessen Verabschiedung und – sofern es dazu kommen sollte - Umsetzung keinesfalls abhaken. Dass Straubing bald auch einen solchen Plan hat, mag sich gut verkaufen lassen, hilft aber nichts. Das grundlegende Manko, dass er den Bereich Verkehr gänzlich ausspart, ist ohnehin als „No-Go“ anzusehen, steht dieser doch für rund ein Drittel des Endenergieverbrauchs.