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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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Mehrweg-Einkaufstaschen schon ab wenigen Nutzungen jeglicher Einwegtüte überlegen

Dass Abfallvermeidung und stoffliches Recycling wegen seiner höheren Energieeffizienz Priorität haben müssen vor der Müllentsorgung durch Verbrennung, darüber herrschte Einigkeit bei einem Wissens- und Meinungsaustausch zwischen Bund Naturschutz (BN) und dem Centralen Agrar- Rohstoff- Marketing- und Energie-Netzwerk (C.A.R.M.E.N.) im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe sowie der hier ebenfalls angesiedelten Biomasse GmbH. Beteiligt war auch Vertreter des "Öko-Plastik"-Herstellers Novamont GmbH, des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Straubing (ZAW-SR) sowie vom Biolandbauverband Naturland.

"Öko-Plastik"-Tragetaschen geraten bei Wertstoffsammelsystemen oft versehentlich in die Kunststofffraktion der Polyethylen-(PE)- Folien, in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Die ZAW-Kompostieranlage mit vorgeschalteter Vergärungsanlage hat laut ZAW-Geschäftsführer Anton Pirkl keine Probleme mit dem Material "Mater-Bi" für die Komposttonnen. Er und Johann Meindorfer vom BN -Landesarbeitskreis Abfall & Kreislaufwirtschaft fordern aber eine bundes- oder besser europaweiten eindeutigen Kennzeichnung, damit Fehlwürfe weitgehend vermieden werden. Für den BN müssen nachwachsende Rohstoffe nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus als gesundheits-, klima- und umweltverträglichster und damit zukunftsfähigster Form des Landbaus hergestellt werden, damit die bekannten Probleme wie der Verlust an Artenvielfalt, schleichende Entwertung und Verunreinigung von Boden, Grund- und Trinkwasser durch Dünger- und Chemikalien-/Pestizideinträge aus der industriell-intensiven Landwirtschaft nicht dadurch auch noch verschärft werden.

Area Manager Germany Friedrich von Hesler vom "Mater-Bi"- Hersteller Novamont bekräftigte ökologische Vorteile dieses Materials gegenüber erdölbasierten Kunststoffen aus Primärmaterial, wobei Meindorfer darauf verwies, dass mit Tragetaschen aus sortenreinem Recycling-Kunststoff ein hoher Anteil der Herstellungsenergie eingespart werden könne. Erforderlich sei eine belastbare zumindest abschätzende Ökobilanz von biobasierten Kunststoffen gegenüber Primär- wie auch Recycling-Kunststoff auf Erdölbasis, wozu Jutta Einfeldt von C.A.R.M.E.N. weitere Recherchen zusagte. Von Hesler nahm die Anregung von Meindorfer und Pirkl auf, sich auf der Ebene seines Hersteller-Verbandes für eine eindeutige Kennzeichnung einzusetzen, wobei BN und ZAW diese auch für alle herkömmlichen Kunststoff-Verpackungen für dringend erforderlich halten, da sie durch sortenreine Erfassung erst ein hochwertiges Recycling ermöglichten. Ein Infopaket Abfallvermeidung gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de