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Auch bei der Bier-Herstellung kommt es auf den Anbau der Rohstoffe an - Bio-Bier ist wahrhaft reines Bier

Dass man in dem Artikel „Ohne Bier gäbe es keine Pyramiden“ vom 29.08.15 nichts zur üblichen Art und Weise des Anbau der Rohstoffe für das Bier erfährt, ist bedauerlich. Oder bezeichnend, dass der CSU-Arbeitskreis die Auswirkungen des Schadstoffeinsatzes in Form von massivem Pestizid- und Industriedüngereinsatz bei der Rohstoffherstellung von Gerste, Weizen, Roggen und Hopfen in der agrarindustrielle Intensivlandwirtschaft ausspart. Solche Probleme anzusprechen asst scheinbar nicht zur gepflegten Bier-Seligkeit, ist wohl unzumutbar für das damit bediente Klientel einer CSU-Veranstaltung. Doch gerade in Strasskirchen, wo unlängst ein neuer Tiefbrunnen –nötig wurde, weil man ohne Anzapfen und Beimischung von bisher noch unberührtem Tiefenwasser keine hinreichende Trinkwasserqualität mehr sicherstellen kann, da täte Aufklärung über die Ursachen not, wenn man so ein Thema „beackert“. Leider löst das Ausblenden „unerfreulicher“ Themen wie Grundwasserverschmutzung keine Probleme – es lässt sie weiterlaufen und kumulieren.

Angebracht wäre dagegen ein Aufruf, der Grundwasserverschmutzung entgegen zu wirken: seitens der Landwirte durch Umstellung auf den kontrolliert biologischen Öko-Landbau, seitens der Verbraucherschaft: Auf in den Bio-Laden und gezielt Lebensmittel und Getränke inclusive Bio-Bier aus kontrolliert biologischer Erzeugung kaufen.


Denn auch das 1516 vom bayerischen Herzog Wilhelm IV verfügte Bier-Reinheitsgebot, demzufolge "zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen", wurde längst verwässert und den Ansprüchen der großen Massenbierbrauer angepasst, diese Tatsache gehört auch zur abgehandelten „Kulturgeschichte des Gerstensaftes“.

In der auf Erhalt der Bodengesundheit und Wasserschutz abgestellten Fruchtfolge eines Bio-Betriebes dagegen erfolgt die Erzeugung der Rohstoffe zur Malzherstellung Gerste, Weizen, Roggen und Dinkel und natürlich von Hopfen ohne Einsatz chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel sowie leicht löslicher mineralischer Düngemittel. Der Bio-Hopfenanbau ist dabei sehr anspruchsvoll. Derzeit gibt es nur wenige Bio-Anbauer in Deutschland. Der Hopfengarten wird als Mischkultur angelegt. Klee, Buchweizen oder Wicken werden als Untersaat zwischen den Hopfenreben eingesät und gemulcht. Mithilfe von Bodenorganismen werden die abgestorbenen, nährstoffreichen Pflanzenteile in Naturdünger umgewandelt, der positiv aus das Wachstum des Hopfens wirkt. Durch die Erzeugung von hochwertigen Bio-Hopfen und Bio-Getreide wird eine sehr gute Qualität der Zutaten erreicht und Bio-Bier, reiner als es das Reinheitsgebot vorgibt..


Fest steht: zum Schutz des Grundwassers sind alle Potentiale zur Vermeidung von Schadstoffeintrag auszuschöpfen, ob für die Erzeugung von Gemüse, Brot oder Getränken inclusive Bio-Bier. Die kontrolliert biologischer Erzeugung unserer Nahrung zu fördern und endlich das Verursacherprinzip umzusetzen, dazu sind Politiker und Parteien gefordert.