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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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Bio-Landbau in vielerlei Hinsicht besser

Wenn der Diplom-Agraringenieur Franz Fuchs die Vorteile der Bio-Landwirtschaft in Abrede stellt, so ist ihm einiges entgegenzuhalten:

 

Die Bio- Landwirtschaft verursacht durch Verzicht von energieintensiv hergestellten Industriedüngern und Spritzmittel sowie durch schonende Bodenbewirtschaftung mit hoher CO2-Bindung im Humus eine deutlich geringere Freisetzung von klimaschädlichen Gasen, und bewahrt Boden und Grundwasser vor Schadstoffeintrag. Generell gilt: Was die Menge der enthaltenen Schadstoffe angeht, so schneiden Bio-Produkte im Vergleich zu konventionellen deutlich besser ab. Denn per Gesetz ist Kunstdünger verboten, chemisch-synthetísche Pestizide bis auf wenige Ausnahmen in begrenzten Mengen auch. Insbesondere Bioverbände, wie Demeter, Bioland, Naturland gehen sogar in ihren Richtlinien weit über die EU-Ökoverordnung (Bio-Siegel) hinaus. Der Ökologische Landbau führt durch seine spezifische Form der Bodenbewirtschaftung zu deutlich geringeren Bodenabträgen als der konventionelle. Denn im Biolandbau aufgebaute organische Masse auf den Feldern wirkt der Erosion entgegen; der Boden wird gelockert, stabilisiert und daher nicht so leicht von Wasser oder Wind abgetragen. Ökologisch bewirtschaftete Böden enthalten mehr Kohlenstoff und organische Masse und können so mehr Feuchtigkeit speichern. Und die Tiere werden in der Bio- Landwirtschaft artgerechter gehalten. Biotiere haben schon per Vorgabe mehr Platz im Stall, bequemere Liegeboxen, mehr Auslauf und somit mehr Möglichkeiten für ein artgerechtes Verhalten als konventionell gehaltene. Wie der Herr Fuchs überhaupt von eine „tierärztliche Betreuung“ in den bekannten Massentierhaltungs-Verliessen mit liegengelassenen teilverwesten Kadavern unter 50000, 42300 etc. „Artgenossen“ (unter unwürdigsten Umständen dahinvegetierende Hühner) schreiben kann, bleibt sein Geheimnis. Das teilt er wohl mit dem Präsidenten des LGL Dr. med. Andreas Zapf und weiteren beamteten Geheimnisträgern.


Fakt ist; unter den Augen und mit Förderung seitens der herrschenden Politik und solcher beamteter Geheimnisträger konnte in einer jahrzehntelangen katastrophalen Fehlentwicklung einer agrarindustriellen Intensivlandwirtschaft inclusive tierquälerischer Massentierhaltung entstehen. Deren Schäden immer mehr und nicht länger verharmlos- und verschweigbar zu Tage treten: von den Antibiotika-, Salmonellen-Eier- und Massentierquälerei-Skandalen bis zur flächenhaften Verunreinigung des Grundwassers. Das Quartärwasser ist in so miserablem Zustand, dass immer wieder neue Tiefbrunnen angezapft werden, weil ohne Beimischung von bisher zumindest noch teilweise unberührtem Tiefenwasser keine hinreichende Trinkwasserqualität mehr sichergestellt werden kann.

 

Zur Schadensbegrenzung und Verhinderung weiterer Schäden sind jetzt endlich schleunigst bedeutende und ernsthafte Schritte zur umfassenden Umstellung auf den kontrolliert biologischen Öko-Landbau zu unternehmen, beginnend mit der konsequenten Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips. Die Verursacher, Förderer, Zulasser und Dulder des schon entstandenen Schlamassels auch in der Politik und den zuständigen Behörden, auch in denen, die die Zu-(Miss-)stände sowie ihre Zuständigkeit zu deren Behebung leugnen oder ignorieren, gilt es zur Verantwortung zu ziehen, soweit man ihnen habhaft wird. Was angesichts der Vielzahl der Akteure (oder Nicht-dagegen-Aktivgewordenen) bezüglich des auf jeden einzelnen beteiligten Giftspritzer, Behörden- oder politisch Verantwortlichen entfallenden Anteils bzw. Beitrags nicht lösbar ist. Das Schlamassel ist durch das Gesamtausmass vieler sich aufsummierender Schäden entstanden, mit vielen einzelnen Tatbeiträgen. Doch jeder Einzel-Beitrag und jeder Einzel-Beitragende hat Mitschuld daran. Denjenigen davon, die noch nicht ganz aus der politischen Verantwortung weggetaucht sind, sondern immer noch die Sache der Agrochemielobby fördern, stützen, laufen lassen bzw. ihr nicht kraft Amtes entgegentreten, muss Einhalt geboten werden. Frühzeitige grossflächige Umstellung auf Bio-Landbau, wie seitens des BUND seit langem angemahnt, hätte der Gesellschaft viele Schäden erspart. „Gute fachliche Praxis“ kann nur Bio-Landwirtschaft sein, das müssen die Verantwortlichen zumindest jetzt endlich festschreiben. Und jegliche direkte oder indirekte Förderung agrarindustrieller Strukturen einstellen und unterbinden. Bio ist eindeutig besser. Und man isst besser Bio. Entgegen allen Fuchs`schen Behauptungen.