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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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BN empfiehlt: keine Chemie an den Körper kommen lassen – Mit Bio als Lifestyletrend in Sachen Klamotten in den Sommer

Sich pflegen mit Bio-Naturkosmetik und einkleiden mit Öko-Textilien aus Bio-Rohstoffen - Sonnenschutz ohne chemisch-synthetischen Filter - Bio-Naturkosmetik ohne Konvervierungsstoffe

 

Warum Bio-Naturkosmetik ohne Konvervierungsstoffe auskommt und wie natürlicher Sonnenschutz und Körperpflege mit Naturkosmetikprodukten dem Körper Gutes tun und hält Schlechtes fernhalten, darüber informiert der Bund Naturschutz (BN). Es gelte nämlich, die Fülle von Schadstoffen und Konservierungsmitteln zu vermeiden , die sich in konventionellen Körperpflege- und Kosmetikprodukten finden und von der Haut aufgenommen, mit dem Blut im Körper verteilt und in den Hauptorganen gelagert werden können. Auch in Sonnenschutzmitteln zertifizierter Naturkosmetikanbieter etwa sind etliche chemisch-synthetischen Filter verboten. Sie wirken stattdessen mit den natürlichen Pigmenten Titandioxid, Magnesium- und/oder Zinkoxid. Die winzigen Teilchen legen sich wie ein Mantel auf die Haut, sie reflektieren und streuen das Sonnenlicht wie kleine Spiegel.

Aber auch durch konventionelleTextilien können Gifte auf die Haut und damit in den Körper gelangen. Textilien werden mit hohem Wasser- und Energieaufwand produziert und durchlaufen einen langen Herstellungsprozess. Bevor sie über den Handel in die Haushalte gelangen, werden die Materialien an den verschiedensten Stationen der Produktionskette mit einer Vielzahl von chemischen Hilfsstoffen in Kontakt gebracht. Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes wurden 1986 in der deutschen Textilindustrie 100.000 Tonnen Textilhilfsmittel, 100.000 bis 280.000 Tonnen sonstige Chemikalien und 11.000 Tonnen Farbstoffe verbraucht. 90% davon gelangen direkt ins Abwasser, die restlichen 10% verbleiben auf den Fasern und verhelfen der Kleidung zu den gewünschten Eigenschaften. Neben der Tatsache, dass vor allem die Arbeiter der Textilindustrie mit diesen, zum Teil giftigen Chemikalien in Berührung kommen, sollte man sich auch bewusst sein, dass einige dieser Stoffe hautreizend, allergen oder sogar krebserregend wirken können. Darüber hinaus belasten diese Chemikalien nicht nur den Menschen an sich, sondern auch die Umwelt. Da viele Textilchemikalien unbrauchbar sind, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben, gelangen sie zu einem großen Teil ins Abwasser und dadurch früher oder später auch in den gesamten Stoffkreislauf. Auch wenn Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bezüglich der Textilindustrie relativ gut abschneidet, gilt es trotzdem zu versuchen, die Menge an benötigten Chemikalien zu senken - sowohl beim Herstellungsprozess, aber auch später im Haushalt, indem die Menge an Waschmitteln, Weichspülern oder Bleichmitteln reduziert wird.

Von Grund auf sollten Textilien laut BUND Naturschutz möglichst lange genutzt, Kleidung möglichst lange getragen und bei Bedarf auch ausgebessert werden. Wegwerfen nach einer Saison sei ein absolut unverantwortbares No-Go, denn es feuere die Verschwendung von Ressourcen und damit den Klimawandel an. Das Auftragen von nicht mehr ganz bildschönen Kleidungsstücken bei Haus- oder Gartenarbeit sei sinnvoller als die Entsorgung über Kleidercontainer; manche abgetragenen und beschädigten Teile könnten auch den Neukauf von Wisch- oder Putzlumpen ersetzen. Ökologisch sinnvoll sei natürlich der Kauf von Second-Hand-Ware. Und wenn ein Neukauf an steht, solle man durchgehend auf Textilien mit dem derzeit höchstem Gesundheits- und Öko-Standard zurückgreifen. Neben der ökologisch angebauten Baumwolle oder auch Bio-Schafwolle gehe es dabei auch um alle Verarbeitungsstufen. So sind Merzerisieren und optisches Aufhellen etwa bei Naturland-zertifizierter Ware verboten. Somit hat der Verbraucher bei Naturland-Textilien eine große Auswahl an Damen-, Herren- und Babybekleidung aus ökologisch und sozial einwandfreier Produktion.


Im Rahmen der vielfach noch nicht beachteter Verpflichtung zur vorbildhaft umfassenden umweltfreundlichen und fairen Beschaffung seien gerade auch die Dienststellen der öffentlichen Hand zum Einkauf von Naturtextilien an Stelle von giftbelasteter Ware gehalten, worauf der BN diese wiederholt hingewiesen habe. Dies müsse beim Einkauf von Textilien aller Art von Vorhängen, Tischdecken, Bettwäsche in Unterkünften bis hin zu Dienstkleidung generell eingehalten werden, indem Naturfasern aus kontrolliert biologischem Anbau zum Einsatz kommen sollen. Bei diesen besonderen Anforderungen an die Witterungsbeständigkeit wäre zumindest zu prüfen, ob auf Textilbestandteile aus Sekundärrohstoffen zurückgegriffen werden konnte, wie etwa aus (Anteilen von) Textilfasern aus der Wiederverwertung von geeigneten Recyclingkunststofffasern.

 

Nachdem die Bio-Landwirtschaft die umwelt- und gesundheitsschonende und somit als beste Variante der Urproduktion gut und vorteilhaft für Artenschutz, Biodiversität, Boden, Grund- und Trinkwasser, Gesundheit und das Klima ist, ist laut BUND bei der Beschaffung landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Naturfasertextilien grundlegend auf solche aus kontrolliert ökologischem Landbau zurückzugreifen. Dabei sei insbesondere beim Einkauf von Importware darauf abzustellen, dass diese Erzeugnisse möglichst den Fair-Trade-Bedingungen genügen und nicht unter Missachtung grundlegender Arbeitsrechte hergestellt werden. Dies bezieht sich ausdrücklich auch auf Textilien / Dienstkleidung aller anderen Dienststellen der öffentlichen Hand. Diese steht generell in besonderer Verantwortung, mit ihrer finanziellen Nachfragemacht zu einer ökologieverträglicheren Wirtschaftsweise hinzuwirken und im Gegenzug auf die Ausweitung des Angebotes an umweltverträglichen Produkten und Dienstleistungen hinzuwirken, die durch eine gezielte Nachfrage stimuliert werden kann. Laut Pressemeldung vom 18.01.2014 lösen die Aufträge der öffentlichen Hand immerhin 14 % der Wirtschaftsleistung in der EU aus, die somit durch diese ökologierelevant zu beeinflussen sind.

 

Mindestens die Standards von “NATURTEXTIL IVN ZERTIFIZIERT BEST“ des IVN (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft) sollen aus BUND-Sicht eingehalten werden. Bei diesem „BEST“-Siegel muss die Fläche einer Textilie (also das eigentliche Gewebe oder Gestrick ohne Zutaten wie Reißverschlüsse, Bündchen, Einlagen, Futter, Knöpfe etc.) zu 100% aus Naturfasern bestehen, die aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) stammen. Infopakete „Textilien“ und „Kleidung“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für je 5 €  in Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Textilien“ bzw. „Kleidung“