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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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BN fragt: Was kann man in Bayern für die deutschen Meere tun? – Antwort: Bio- Einkauf und Abfall vermeiden hilft auch den deutschen Meeren

Viele Bayern kennen die deutschen Meeresregionen an Nord- und Ostsee aus dem Urlaub. Einige informierten sich dabei auch über Belastungen und Gefährdungen für die Meeresumwelt und ihre tierischen Bewohner. Die Landwirtschaft ist Hauptverursacher von Nährstoffeinträgen in die deutschen des Meeresgewässer. Notwendig sei somit auch im Sinne Meeresschutz laut BUND Naturschutz eine Umstellung der vorherrschenden Agrarindustrie auf eine multifunktionale, bäuerlich-ökologische Landwirtschaft.

Es gelte, schon die Ferneinträge von Nährstoffen und Chemikalien aus dem Binnenland zu unterbinden. Global gesehen sei ohnehin nur eine Landwirtschaft nach den Grundsätzen des Bio-Landbaus zukunftsfähig. Und lokal vor Ort sei der Einkauf von Bio-Lebensmitteln ein wertvoller Beitrag zum verantwortbaren und nachhaltigen Umgang mit unserer Mit- und Umwelt, „Nutztiere“ inbegriffen. Mit Bio-Genuss ohne oder mit nur wenig (und dann ausschliesslich Bio-) Fleisch und Wurst tut man nicht nur sich selbst etwas Gutes. Notwendig sei, den Fleischkonsum insgesamt zu verringern, als Beitrag zu Gesundheits-, Tier- und Klimaschutz gleichermaßen und Tiertragödien durch tierquälerische Massentierhaltung Einhalt zu gebieten. Emissionen aus Massentierhaltungsbetrieben inclusive antibiotikabelasteter Gülle schadeten nicht nur Boden und Grundwasser „vor Ort“, sondern entfalteten ihre Schadwirkungen bis hinein in die Ozeane. Auch übermässiger Konsum von Fisch aus Zuchten, die Fische durch die prophylaktische Gabe von Antibiotika vor Infektionen zu schützen wollen, gefährde die Gesundheit des Menschen. Die verwendeten Antibiotika sind oft biologisch nicht abbaubar und bleiben lange in der Umwelt, was die Entstehung von Bakterien förderte die gegen die Mittel immun sind. Deren resistenzfördernde Eigenschaften könnten auf Krankheitserreger des Menschen und anderer Tiere übertragen werden, so Forscher des New York Medical College.


Abfall, vor allem langlebiger Plastikmüll, der im Laufe der Zeit zu kleinsten Teilchen zermahlen wird, schwimmt inzwischen in riesigen Mengen in unseren Meeren. Vögel und andere Tiere verheddern sich in Netzen oder Plastikteilen, Mikroplastik gelangt in Fischmägen.

Daher müssten die Abfallmengen reduziert werden, Produkte und Verpackungen so gestaltet werden, dass sie repariert oder wiederverwendet werden können und entstehende Abfälle sollten als Rohstoffquelle begriffen und deren Komponenten zu einem maximalen Anteil wiederverwendet werden. Mit wenig Mühe und Aufwand kann man schon im Haushalt Wertstoffe vom Restmüll trennen und sortieren und sie über das Container- und Wertstoffhof-System bzw. in etlichen Regionen über Gelbe Tonne und gelben Sack einer stofflichen Wiederverwertung zuführen. Viele MitbürgerInnen praktizieren dies auch sehr gewissenhaft, so der BUND. Allerdings nicht alle. Manche seien gerade noch bereit, Altpapier und Altglas zu den entsprechenden Containern zu bringen, werfen aber Leichtstoffverpackungen aus Kunststoff oder Aluminium nach wie vor in die Restmülltonne, wo sie keinesfalls hingehören. Schlimmstenfalls landen Abfälle in wilden Ablagerungen am Strassenrand oder in Natur und Landschaft. Wer diesen illegalen „Entsorgungsweg“ wähle, mache sich zum Mittäter auch von Meeresverschmutzung, weil ein Teil dieses Mülls über die Flusssysteme dorthin gespült werde. Schädlich bleibe er aber allemal auch an Bach- und Flussufern und an allen sonstigen unzulässigen Ablagerungsstellen.


Ein Infopaket „Meeresschutz“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de gegen 5 €  in Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Meer“.