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  • BN informiert zum Tag des Bieres: Bio- Bier – reiner als es das Reinheitsgebot vorgibt Umfangreiches Infopaket über die Handwerkskunst bei Bio-Bier und Brauwesen sowie zur Vielfalt von Bio-Getränken

BN informiert zum Tag des Bieres: Bio- Bier – reiner als es das Reinheitsgebot vorgibt - Umfangreiches Infopaket über die Handwerkskunst bei Bio-Bier und Brauwesen sowie zur Vielfalt von Bio-Getränken

Ein umfangreiches Infopaket über die Handwerkskunst bei Bio-Bier und Brauwesen bietet der Bund Naturschutz zum Tag des Bieres an. Das Getreide ist ein wichtiger Bestandteil in der Fruchtfolge eines Bio-Betriebes. Und ebenso wichtig bei der Herstellung eines guten Bieres. Denn für die Bio-Brauerei sind die wesentlichen Rohstoffe zur Malzherstellung Gerste, Weizen, Roggen und Dinkel. Und natürlich Hopfen. Die Erzeugung dieser Produkte erfolgt ohne Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel sowie leicht löslicher mineralischer Düngemittel. Der Bio-Hopfenanbau ist sehr anspruchsvoll. Der Hopfengarten wird als Mischkultur angelegt. Klee, Buchweizen oder Wicken werden als Untersaat zwischen den Hopfenreben eingesät und gemulcht.Mithilfe von Bodenorganismen werden die abgestorbenen, nährstoffreichen Pflanzenteile in Naturdünger umgewandelt, der positiv auf das Wachstum des Hopfens wirkt. Durch die Erzeugung von hochwertigem Bio-Hopfen und Bio-Getreide wird eine sehr gute Qualität erreicht.Auf dem Weg zur Brauerei wird darauf geachtet, dass die geernteten Produkte beim Transport und in der Lagerung keine Qualitätseinbußen erleiden. Hinter dem Wort Qualitätssicherung stecken daher vor allem ein sauberes Lager, Kühlung und Belüftung von Getreide sowie regelmäßiges Kontrollieren auf Schädlingsfreiheit und Temperatur.In der Lagerung außerhalb des erzeugenden Bio-Betriebes beginnt auch die genaue räumliche Trennung von konventionellem Getreide, falls nicht ohnehin ausschließlich Bio-Getreide gelagert wird. Aufgrund des Öko-Kontrollsystems können alle Bio-Bier-Rohstoffe in ihrer Herkunft bis zum Anfang des Produktzyklus zurückverfolgt werden.

 

Bio-Bier wird unter Berücksichtigung des Deutschen Reinheitsgebots nach traditioneller Braukunst hergestellt. Das Bier wird auf schonende Weise gebraut und gering oder teils überhaupt nicht gefiltert. Es bekommt ferner Zeit für die natürliche Gärung und Reifung. Das beeinflusst den Geschmack des Bieres positiv.

 

Der erste Schritt im Brauprozess ist das Mälzen. Es beginnt mit dem Einweichen von Getreide in Wasser, was einen für den Brauvorgang erforderlichen Keimungsprozess auslöst. Durch das Darren, bei dem die gekeimte Gerste trocknet, wird der Keimprozess beendet. Je nach Trocknungsbedingungen erhält man helleres oder dunkleres Malz. Nach dem Schroten wird dem Malz wieder Wasser zugefügt. In dieser nach Erhitzen entstehenden Maische spaltet sich die Stärke weiter zu Zucker. Anschließend wird die Flüssigkeit mit dem Läutern von den Feststoffen abgefiltert. Hier helfen die Spelzen der Gerste auf natürliche Weise als Filterschicht. Die so erhaltene Würze wird mit Hopfen gekocht und nach dem Abkühlen mit Bierhefe versetzt. Jetzt beginnt der Gärvorgang zur Alkoholbildung. Anschließend lässt man das Bier dann in den Kellern bis zu 90 Tage in Ruhe gären. Danach- bei der Nachgärung in Lagertanks- reift das Bier, und in dieser Zeit bildet sich die Kohlensäure, die das Bier spritzig macht.

 

Wenige Filterprozesse können sich anschließen. Zusätzlich trägt eine kühle Lagerung dazu bei, dass das Bio-Bier auf natürliche Weise klarer wird und auch ungefiltert abgefüllt werden kann. Bei der Herstellung von Bio-Bier werden oftmals noch ganze Hopfendolden verwendet die ohne Schwefel konserviert werden. Mit Lösungsmitteln gewonnene Hopfenextrakte dürfen nicht eingesetzt werden.

 

Das Brauwasser aus eigenen Brunnen ist der Schatz der meisten traditionellen Brauereien. Gutes Brauwasser enthält möglichst gar kein Nitrat. Zum Teil natürlich vorkommende hohe Kalkgehalte im Wasser können mit klassischer Kalkmilch (Kalk in Wasser gelöst) entfernt werden. Auch Bio-Brauer setzen gemäß deutschem Reinheitsgebot zur Herstellung von Bier nur Malz, Hopfen, Wasser und Hefe ein.

 

Eine mittlerweile auf dem Markt erhältliche Vielfalt von Bio-Getränken stellt der BN mit seinem Infopaket „Getränke“ vor. Es geht auf die Unterschiede von Saft, Fruchtnektaren und Fruchtsaftgetränken ein, wobei letztere nur einen Fruchtsaftgehalt von mindestens 6 % aufweisen müssen. Fruchtsaft dagegen muss immer 100 % Fruchtgehalt haben. Bio-Säfte tragen durch Verzicht von energieintensiv hergestellten Industriedüngern und Spritzmitteln im Bio-Obstbau zum Schutz von Boden, Grund- und Trinkwasser und damit der menschlichen Gesundheit bei. Bio-Limos kommen ohne Industriezucker aus, enthalten dafür wertvollen Bio-Honig oder Bio-Saftextrakte. Durstlöscher sind auch alkoholfreie Bio- Biere.

 

Verbraucherinnen könnten und sollten durch gezielten Kauf von Bio- Getränken und generell mit Bio-Produkten einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Einsparung von Energie und Vermeidung von Schadstoffen leisten. Die Bio-Landwirtschaft erspare der Allgemeinheit durch den Verzicht auf den in der konventionellen Landwirtschaft üblichen Chemikalieneinsatz sowie durch Erhalt und Förderung der Bodenfruchtbarkeit all die Folgekosten für die Beseitigung von Schäden an Boden, Grundwasser und Klima von vornherein, die auf das Konto der chemisierten Agrarindustrie gehen.

 

Ein Infopaket „Getränke“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 €  in Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Getränke“.