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BN: Kein Fleisch und kein Ei aus Massentierquälerei - Salmonellen-Eier-Skandal Bankrotterklärung der Massentierhaltung

Nur die 0 an erster Stelle des Erzeugercodes steht für Eier aus Öko-Landwirtschaft

Der BUND Naturschutz (BN) warnt angesichts der Skandale um Salmonellen-Eier- und Antibiotikaeinsatz vor Fleisch und kein Eier aus der Massentierhaltung. Der Skandal mit den Salmonellen-Eiern, dessen Spur laut Medien-Recherchen nach Aiterhofen bei Straubing führt, stelle zusammen mit dem ebenso skandalösen Einsatz grosser Mengen an Antibiotika in der tierquälerischen Massentierhaltung, die.zu den hochgradig gesundheitsgefährdenden Resistenzen führen, eine Bankrotterklärung der Massentierhaltung dar. Die Leiter einiger Behörden seien nun gefordert, zu erklären, warum die Öffentlichkeit nicht zeitnah vor den Salmonellen-Eiern gewarnt und über deren Gesundheitsgefahr aufgeklärt wurde. Dabei gilt es auch die Rolle der Politik offenzulegen, die diese Missstände inclusive Nicht-Information und damit Gesundheits- bis hin zur Lebensgefahr für Hunderte Menschen ermöglicht hat. Wer sich aus Politik und verantwortlichen Behörden nicht schon aus ethisch-moralischen Gründen gegen das Tierleid engagiert hat, was gerade aus dem sogenannten „christlichen Lager“ zu erwarten wäre, dem sollte wenigstens der Schutz der menschlichen Gesundheit Grund genug sein, endlich dagegen aktiv zu werden.

 

Der BUND hatte in einer Stellungnahme die 2013 beantragte Erweiterung der bestehenden Anlage mit darin schon konzentrierten 423000 Tieren um weitere 320000 auf eine Konzentration von zusammen 743000 Tieren als Negativentwicklung in der Gemeinde Aiterhofen strikt abgelehnt und an das Gewissen der für die Genehmigung Verantwortlichen appelliert. Der 2. Vorsitzende der BN- Kreisgruppe Straubing-Bogen Johann Meindorfer hatte darin ausgeführt, die nochmalige Erweiterung einer Geflügel-Intensivhaltung würde eine weitere Konzentration der tierungerechten Haltung von Geflügel mit den aus diversen Dokumentationen* bekannten unhaltbaren Zuständen bedeuten. Eine wesensgemässe Haltung, Versorgung und (auch tierärztliche) Betreuung der enormen Zahl an Individuen konne nicht stattfinden. „Praktiken beim „Ausstallen“ durch aufgrund der zu bewältigenden Vielzahl oft brutales Hineinstopfen der Lebewesen und Mitgeschöpfe in Transportkäfige und Transporte des später aus den Legehennen werdenden Schlachtgeflügels zu den Schlachtbetrieben, bei denen ebenfalls eine extreme Konzentration stattgefunden hat, seiednunethisch“.

 

Geradezu eine Perversion des Verursacherprinzips sei auch das, was in Sachen chemisierter Agrarindustrie contra Trinkwasserschutz abläuft: Da muss den Verursacher nachhaltiger Schäden ein Ausgleich gezahlt werden, wenn sie ihren Schadstoffeinsatz in Form von massivem Pestizid- und Industriedüngereinsatz etwas (!) vermindern, damit die – ohnehin nicht besonders ambitionierten – Schadstoff-Grenzwerte gerade noch eingehalten werden, wenn man dem Wasser aus oberflächennäheren Bereichen solches aus noch älteren und tieferen Grundwasserschichten beimischt. Obere Schichten versaut, dann bohren wir halt tiefer und holen zum Quartär- auch noch Tertiärwasser rauf, was soll´s offenbar. So weit hat es die vom Polit-Mainstream immer noch gehätschelte und massiv geförderte agrarindustrielle Intensivlandwirtschaft inclusive tierquälerischer Massentierhaltung gebracht. Zudem ist die Aufbereitung von Grund- zu Trinkwasser jedenfalls umso aufwendiger, teurer und energieintensiver, je stärker das Grundwasser durch Dünger- und Chemikalien-/Pestizideinträge aus der intensiven Landwirtschaft belastet ist. Es ist ja schon länger bekannt, dass das Umweltbundesamt dem Grundwasser in einem bedeutenden Teil Niederbayerns mit intensiver Landwirtschaft eine ausdrücklich „schlechte“ Bewertung erteilt hat. Scheinbar alles nicht so besorgniserregend, dass man seitens der herrschenden Politik dem entschlossen entgegengetreten wäre. Die parteispendenfreudige Agrochemielobby hat offenbar ganze Arbeit geleistet von Brüssel über Berlin bis München – wie auch beim Zulassen und teils sogar aktiven Fördern der Massentierhaltung.

 

Pervers laut Meindorfer dabei, dass auch die umweltbewussten VerbraucherInnen über Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und Trinkwasserpreis die Kosten der Mehrfachsubventionen der chemisierten Agrarindustrie mittragen müssen. Diejenigen, die aus Verantwortungsbewusstsein Lebensmittel aus dem grundwasserschonenden Öko-Landbau kaufen und damit von vornherein zur Schadensvermeidung beitragen, zahlen für die Hersteller und Konsumenten der Agrochemie-Billigware mit. Skandalös, ungerecht und unverschämt, dieses Finanzierungssystem zu Gunsten von Schadensverursachern in grossem Stil, die sich das elende nach wie vor beliebte Motto „Gewinne maximieren und privatisieren – ohne Rücksicht auf Verluste in Sachen Biodiversität, Naturhaushalt, Tier- und menschliche Gesundheit – Kosten, Verluste und Schäden sozialisieren“ ausführlich zu Nutze machten Schämen und Offenlegen ist angesagt, so Meindorfer. Der Verbraucherschaft kann der BN im ureigensten gesundheitlichen Interesse nur raten, auf die hochwertige Qualität von Lebensmitteln aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft zu setzen: Kein Fleisch und keine Eier aus Massentierquälerei, welche sich in Produkten wie Fertigkuchen, Nudeln, Eierlikör, Backmischungen und Keksen oftmals als Eiklar und Eipulver verstecken! .Bio-Einkauf kommt der menschlichen Gesundheit von Grund auf, nämlich schon bei der landwirtschaftlichen Bio-Urproduktion zu Gute. Die gelte es seitens Politik wie Behörden aktiv zu fördern. Auch durch gezielten Einkauf von Lebensmittel und Getränke aus kontrolliert biologischer Erzeugung bei der Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kliniken, Schulen oder Kindergärten. Salmonellen-Eier und Antibiotika-Riesenschnitzel haben da nichts zu suchen, so der BN.

 

Ein Infopaket „Ei / Fleisch“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 €  in Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Ei“.