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BN -Plädoyer für eine ökologisch nachhaltigen Energie-, Agrar-, Rohstoff- und Verkehrs- Wirtschafts- und Konsumwende mit höherer sozialer und ökologischer Verteilungsgerechtigkeit - Regenwald und Klima schützen durch Energiesparen und höhere Energieeffizi

Für eine höhere nationale wie globale Verteilungsgerechtigkeit plädiert der BUND Naturschutz angesichts der sozialen und ökologischen Krisenlage mit immer weiter auseinander klaffender Für eine höhere nationale wie globale Verteilungsgerechtigkeit plädiert der BUND Naturschutz angesichts der sozialen und ökologischen Krisenlage mit immer weiter auseinander klaffender Schere bei der Einkommens- und Vermögensverteilung. Der BN sieht Energiesparen und höhere Energieeffizienz als Mittel gleichermassen zum Schutz der tropischen Regenwälder wie auch gegen Klimawandel und Atomgefahren an Diese Gefahren beruhten auf einem Übermass an Fleisch- und Energiehunger unserer Gesellschaft. Energiesparen und Erhöhung der Energieeffizienz seien daher generell der Schlüssel zum Klimaschutz ebenso wie gegen die atomare Bedrohung. Wie die anderen wirtschaftlichen Sektoren Industrie, Gewerbe und Haushalte müssten auch die Landwirtschaft und der Verkehrssektor einen gewichtigen Beitrag zum sparsamen Einsatz von Energie leisten. Letztere müsse durch Ausrichtung auf den energiesparenden und klimaschonenden Öko-Landbau ihren Beitrag leisten.

 

Der rasante Schwund an Lebens- und Naturräumen mit ihrer Biodiversität nicht nur durch grossflächige Rodung tropischer Regenwälder, der Treibhauseffekt mit dem bedrohlichen Klimawandel durch den immensen Energieverbrauch und den damit verbundenen Schadstoffausstoss von Kohle-, Atom- und Gaskraftwerken und Heizungen mit Emissionen von CO2 bis hin zur Radioaktivität sowie die zu grossen Teilen durch die globale Verteilungsungerechtigkeit mit beförderten Flüchtlingsbewegungen müssten Grund genug sein für eine ökologisch nachhaltigen Energie-, Agrar-, Rohstoff- und Verkehrs- Wirtschafts- und Konsumwende, so Johann Meindorfer vom BN-Landesarbeitskreis Abfall / Kreislaufwirtschaft / Ressourcenschonung. Die schon verfahrene Situation erfordere schnellstmöglich, soziale Verwerfungen, Ausbeutung von Rohstoffquellen und Umweltbelastungen etwa durch Energiegewinnung und –verbrauch im Zusammenhang zu begreifen und zu lösen.

 

Ganz zentraler Baustein, ja geradezu Grundstein und Fundament der ökologisch-sozialen Kostenwahrheit und Kostengerechtigkeit sowie des Vorsorge- und Verursacherprinzips sei ein Intelligentes ökologisch-soziales Steuersystem, das zu ressourcen- und energiesparendem umweltverträglichem Konsum- und Verkehrsverhalten anspornt. Diese sei als zentrales Element einer nachhaltig-ökologisch-sozialen Energie- und Verkehrswende anzusehen, weil sie „global- und selbststeuernd“ nach marktwirtschaftlichen Prinzipien wirkt und damit auch eine Fülle bürokratischer Detailregelungen erübrigen würde. Sie liesse dabei auch den Bürokratieaufwand für punktuelle und selten punktgenaue und ihr eigentliches Ziel erreichende Subventionierungsmassnahmen vermeiden und diese ersetzen bzw. überflüssig werden. Sozial- und umweltverträglich-verantwortliches Verhalten – auch die Vermeidung von unsinnigen Transporten – müsse sich auch finanziell rechnen und lohnen - und nicht die Verschwendung von Ressourcen und das weitere unhinterfragte Güterverkehrswachstum.

 

Die Politik müsse mit einem intelligenten ökologisch-sozialem Steuersystem vernünftige Leistung belohnen und dabei auf gerechte Verhältnismässigkeit der Einkommensverteilung achten. Der "Faktor" menschliche Arbeit sei grundsätzlich zu entlasten und den Energie- und Ressourcenverbrauch zu verteuern, d.h. stärker und mindestens mit all seinen externen Sozial- und Umweltfolgekosten zu belasten, planbar und berechenbar für die Wirtschaftssubjekte. So, dass jedeR auf einer soliden Einkommensbasis aber auch zu ressourcen- und energiesparendem umweltverträglichem Konsum und verantwortlichem Verhalten einerseits angespornt und andererseits durch die gerechte Einkommensverteilung auch befähigt wird. Dass sich sozial- und umweltverträglich-verantwortliches Verhalten auch finanziell rechnet und lohnt - und nicht wie bisher oft die Verschwendung von Ressourcen.

 

Wenn aus welchen Gründen auch immer die Staatshaushalt und Sozialsysteme einer höheren Mittelausstattung bedürfen, muss die Frage der Herkunft zusätzlicher Finanzmittel mit einer höheren Abschöpfung der Bezieher der höchsten Einkommen und der Vermögendsten, Reichsten und Superreichen beantwortet werden. Aus Gründen der gebotenen einigermassen gerechten Verhältnismässigkeit der Einkommens- und Vermögensverteilung zum einen ganz generell. Zum anderen aber auch in nachträglicher Umsetzung des Verursacherprinzips im Rahmen der Besteuerung, nachdem dies von vornherein nach wie vor in vielen Bereichen nicht per Gesetz, per Rechtsordnung umgesetzt ist und somit gerade die Höchsteinkommen und Grösstvermögen durch Unternehmensgewinne oft von der verwerflichen Externalisierung sozialer und ökologischer Folgelasten –und kosten herrührten.

 

Sozialen Verwerfungen gelte es durch gutes Austarieren, den sozialpolitischen Grundsatz des Förderns und Forderns in wohlverstandener Weise eingeschlossen, höherer Belastungen wegen der Ressourcenverteuerung mit deutlich wirksamen Entlastungen für die wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerungsgruppen bzw.-schichten und bei Bedarf durch schleuniges Nachsteuern vorzubeugen.

 

Die Überlastung dürfe keinesfalls auf Kosten der notwendigen Staats- bzw. Kommunalaufgaben im Bildungs- und Sozialsektor oder der ökologieverträglichen Weiterentwicklung des Staatswesens oder der Kommunen gehen. Und ebensowenig auf Kosten der Verbesserung des Angebotes von öffentlichen Verkehrsmitteln und zum Ausbau etlicher Bahnstrecken.

 

„Wir müssen uns, soweit bei jedem einzelnen noch nicht erfolgt, einen Lebensstil aneignen, der an die Reserven des Planeten Erde, an die Regenerationsfähigkeit der Natur insgesamt angepasst ist“ , so Meindorfer.

 

Ein Infopaket zu Klimaschutz und Verteilungsgerechtigkeit gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 €  in Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Klima“.