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BN pocht auf höchstmögliche ökologische Standards bei Hochschulerweiterung

Vorbildliche Energieversorgung durch energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung mittels Biomasse gefordert - Hochschulareal mehr in die Höhe entwickeln und - ÖPNV-System ausbauen

 

 

Beim jüngst ohne Verfahrensbeteiligung des Bund Naturschutz (BN) geänderten Bebauungs- und Grünordnungsplan " An der Schulgasse II " pocht der BN auf höchstmögliche ökologische Standards bei der Hochschulerweiterung gerade in Sachen Energieversorgung auch des ganzen Umgriffs. Nachdem nun die Entscheidung für den zu realisierenden Entwurf des neuen Hochschulbaus an der Uferstrasse gefallen ist und nach dem inzwischen erfolgten Zusammenschluss der beiden kleinen Nahwärmenetze der Stadtwerke und des Wissenschafts- und Kompetenzzentrums, solle im Rahmen eines Gesamtenergiekonzept in konkreten Detailanalysen die im gesamten Erweiterungsbereich der Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen einschliesslich des ehemaligen Jugendzentrums, des neuen Info- und Beratungszentrums sowie der Fraunhofer-Projektgruppe und umliegender Bereiche mit dichter Bebauung die zu erwartende Wärmebedarfsdichte untersucht werden. Soweit sich dabei eine Wärmebedarfsdichte über der in der Fachwelt anerkannten Grenze ergibt, soll die Energieversorgung der Gebäude, soweit über erneuerbare Energien wie insbesondere Solarenergie hinaus erforderlich durch den Anschluss an ein entsprechendes Nahwärmenetz mit energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung auf der Grundlage forstlicher Biomasse erfolgen, so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Dies bringt der BN in einer seiner ausführlichen Stellungnahme an das Straubinger Stadtplanungsamt, die Bayerischen Staatsministerien für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Staatliches Bauamt Passau und Stadtwerke Straubing vor. Zumindest gelte dies, soweit absehbar sich die Kapazität der bestehenden reinen Heizwerke als nicht ausreichend für den künftigen Gebäudebestand erweisen sollte oder ohnehin eine Erneuerung ansteht.

 

 

Dabei solle weitergehend eine Einbeziehung der Brauerei Röhrl als Abnehmer von Nahwärme im Grundlastbereich als Prozesswärme geprüft und möglichst des im Einzugsbereich geplanten privaten Geschosswohnungsbaus sowie der westlich des Plangebietes liegenden Bereiche mit dichter Bebauung inclusive der Jakob-Sandtner-Realschule mit neuer Dreifachturnhalle realisiert werden und hierauf auch die Dimensionierung des Hackschnitzelheizkraftwerkes ausgerichtet werden.Planung wie Realisierung sollten gemeinsam im Zusammenwirken der beteiligten Ministerien, Staatlichem Bauamt, Stadt und Stadtwerken erfolgen, möglichst auch unter Einbezug naher potentieller Wärmeabnehmer im Rahmen einer Public Private Partnership (PPP).. Für das ganze Areal mit dichter Bebauung soll so eine so energieeffizient wie irgendmöglich auf die nötige echte Energiewende ausgerichtete Energieversorgungsstruktur aus einem Guss geschaffen werden.

 

 

Um eine flächen- und damit naturraumsparende angemessen verdichtete Bauweise zu erreichen, sei ein Mindestmaß an Höhenentwicklung erforderlich, die darüber hinaus dem urbanen Umfeld entsprechen und die zentralen Funktionen des Areals unterstreichen würde. Es sollen daher die Geschosszahlen der geplanten Neubauten so weit erhöht werden, dass für die beabsichtigten Nutzungszwecke nur die geringstmögliche Bodenversiegelung erfolgen muss. Darauf gelte es insbesondere hinzuweisen, weil beim Neubau des Fraunhofer-Gebäudes keine Ausnutzung der im städtebaulichen Umfeld möglichen Geschosszahl realisiert wurde.

Gerade auf Grund des gebotenen Vorbildcharakters der Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen einerseits als öffentliche Einrichtungen, andererseits als Institute mit der Zielrichtung der Unterstützung der Energiewende durch effiziente Nutzung von (vorrangig erneuerbarer) Energie sei dies erforderlich und angemessen. Der Weg zur Wissenschafts- und Hochschulstadt erfordere auch einen Ausbau des ÖPNV-Systems. Gerade studentisches Publikum erwarte aus seinen Vorerfahrungen in Herkunfts- oder Studienorten mit oft hervorragend ausgebautem ÖPNV ein adäquates ÖPNV-Angebot am Studienort Straubing. Daher brauche es eine weitere Verdichtung der Grundnetzlinien 1 bis 4 hin zum durchgehenden ganztägigen Halbstundentakt montags bis freitags und mittelfristig auch samstags. Auch das als „Volksfestgeschenk“ von MdB a.D. Hinsken angekündigte E-Bus-Shuttle-Projekt Projekt soll zur Verdichtung des Stadtbusangebotes genutzt und dabei entstehende zusätzliche Linienverläufe an möglichst vielen Haltestellen mit den vorhandenen Stadtbuslinien verknüpft und damit Synergieeffekte genutzt werden. Das ergebe bisher fehlende „Diagonal- oder Querverbindungen“.