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BUND warnt vor Ausbreitung von Gentechnik durch Freihandels- und Investitionsabkommen TTIP und CETA

Gefahr für Demokratie, Umwelt- und Sozialstandards abwehren

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt ergreift Partei für Gentechnik-Industrie

Einsatz von Gentechnik Einsatz derzeit nur bei Bio- Produkten garantiert ausgeschlossen


Nachdem an die EU-Kommision inzwischen Millionen Unterschriften gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA gerichtet wurden, um unsere demokratischen Gepflogenheiten, unsere Umwelt- und Sozialstandards und nicht zuletzt die Gentechnikfreiheit hierzulande zu bewahren, hat sich Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt beim Treffen der europäischen Agrarminister dafür ausgesprochen, neu entwickelte Methoden der Genmanipulation nicht über das Gentechnikrecht zu regulieren. Dies alarmiert sowohl das Umweltinstitut als auch den BUND Naturschutz. Auch neue Methoden der Erbgutveränderung müssen als Gentechnik gelten und als solche gekennzeichnet werden.Schmidts Behörde hatte bereits Anfang des Jahres einen Freifahrtschein für den genmanipulierten Cibus-Raps erteilt, was für den BUND ein Unding darstellt, wenn man die die fatalen irreparablen Auswirkungen der Verbreitung der Gentechnik vor Augen hält. Auch dass bis heute wurden ca. 2.500 Patente auf Pflanzen und 1.500 auf Tiere erteilt wurden, sei untragbar.

Die Geheimverhandlungen zwischen der EU-Kommission und den USA über das Transatlantisches Freihandels- und Investitionsabkommen (Transatlantic Trade and Investment Partnership), kurz: TTIP, alarmieren den BUND Naturschutz ebenso. Die Macht von Konzernen solle damit weiter gestärkt und etwa der Import gentechnisch veränderter Lebensmittel, Pflanzen und Tiere ermöglicht werden. Vermutlich werden die jeweils niedrigsten (Produktions)Standards gegenseitig anerkannt. Investoren bekommen das Recht, Regierungen vor privaten Sonderschiedsgerichten zu verklagen. USA und EU möchten sich Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Staaten, einschließlich Entwicklungs- und Schwellenländern verschaffen um den Markt zu dominieren. Dabei drohen Schutzstandards beim Umwelt- und Verbraucherschutz abgebaut zu werden.

 

Die Entwicklung der genveränderten Pflanzen, die immun gegen bestimmte Herbizide wie Glyphosat, sind, sei längst in das vorhersehbare Stadium eingetreten, dass sich Immunität auch bei den bekämpften "Unkräutern" ausbreitet und immer mehr Gift eingesetzt werden muss, um die Ernten zu garantieren, warnt der BUND. VerbraucherInnen sollten jedenfalls auf „Nummer sicher“ gehen und nur Bio- Produkte kaufen, denn bei diesen ist der Einsatz von Gentechnik garantiert ausgeschlossen. BIO- Produkte nützten der eigenen Gesundheit und der ganzen Gesellschaft, die dadurch von Umweltbelastungen verschont bleibe. Der Bio-Landbau habe grosse Vorteile für Artenschutz, Biodiversität, Boden, Grundwasser, Klima und menschliche Gesundheit. Diese kämen voll zur Geltung, wenn regional erzeugte BIO & FAIR-Qualität kaufe.

 

Das Infopaket „Gentechnik“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, straubing@bund-naturschutz.de für  5 €  als Schein oder Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Gentechnik