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BUND zum Tag gegen Lärm am 29 April: Lärm macht krank – Krachmacher verbannen - Rezepte gegen den Krankmacher Lärm - Jeder kann Motorenlärm verringern: Rad, Bus und Bahn benutzen, weniger Rasenmähen und Laub kehren statt saugen

Lärm ist eine häufig unterschätzte Belastung für die Gesundheit. Schallbelastung kann zu Konzentrationsmangel und eingeschränkter Leistungsfähigkeit führen. Schlafstörungen und Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem sind weitere Folgen. In Deutschland fühlen sich mehr als zwei Drittel der Menschen durch Lärm belästigt. Größter Lärmverursacher ist der Straßenverkehr. Danach folgt der Fluglärm. Das stellt der BUND Naturschutz (BN) zum Tag gegen Lärm am 29. April fest. Sanfter Tourismus mit Urlaubsreisen ohne Flug schone Anwohner von Flughäfen. Autofahrer sollten auf leise Reifen und den optimalen Reifendruck achten. Und: Je langsamer gefahren und je früher hochschaltet wird, desto geringer ist der Motorlärm. Wenn das Auto länger als zehn Sekunden steht, sollte der Motor ausgeschaltet werden. Das sorgt nicht nur für mehr Ruhe, sondern spart auch Sprit. Besonders nachts sollte darauf geachtet werden, Autotüren nicht laut zuzuschlagen – auch das verringert die Lärmbelastung. Wer im Auto gern Musik hört, sollte darauf achten, nicht die ganze Umgebung zu beschallen: Nicht nur die Nerven der Mitmenschen könnten darunter leiden, auch die eigenen Konzentrationsfähigkeit nimmt ab. „Der einfachste Weg, Straßenlärm zu verringern, ist aber immer noch, das Auto häufiger stehenzulassen, unnötige Fahrten zu vermeiden und kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Denn „Fahrräder sind leise, stinken nicht“, diese Wahrheit ruft der BN in Erinnerung, um für das häufigere Radeln auf Kurz- und Mittelstrecken zu werben. Es erspare darüber auch die Autofahrt zum Fitnesscenter…

 

Auch der Umstieg vom PKW auf Bus und Bahn trage zur Lärmreduzierung bei, noch dazu mit den heute mehr und mehr eingesetzten leiseren Personenzügen. Für den öffentlichen und privaten Bereich gelte es somit, auf lärmerzeugende motorbetriebene Arbeitsgeräte wie Laubsauger oder –gebläse zu verzichten, nur die leisestmöglichen (Elektro-)Rasenmäher einzusetzen und diese sparsam: wer auf die wöchentliche Rasur von Freiflächen verzichte, tue gleichzeitig etwas für die Artenvielfalt. Denn kurzgeschorene Rasenflächen seien ein ausgesprochenes (Arten-) Armutszeugnis in den Gärten. Kurz gehaltene Freiflächen sollten auf wirklich intensiv genutzte Bereiche beschränkt werden zu Gunsten von artenreichen standortangepassten Blumenwiesen mit verschiedensten Gräsern, die am lärmärmsten zwei bis dreimal im Jahr mit der Sense gemäht werden könnten, was statt Lärm körperliche Ertüchtigung garantiere.

 

Der BUND verweist auf weitere Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V für einen ruhigen Tag die jeder beachten sollte:

 Unterlassen Sie Freizeitaktivitäten, die mit viel Lärm verbunden sind.

 Überprüfen Sie kritisch die Lautstärkeeinstellung an Ihren Radio- und Fernsehgeräten, von denen Sie täglich beschallt werden.

 Benutzen Sie nicht aus Spaß oder Unachtsamkeit die Hupe Ihres Kfz.

 

Ein Infopaket „Lärm vermeiden“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 €  in Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Lärm“.