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Fragwürdiges Verständnis von Nachhaltigkeit

Der positiv belegte Begriff der Nachhaltigkeit wird inzwischen gerne und inflationär verwendet, stellt aber oft nur eine realitätsferne Beschönigung von Missständen dar. Auch wenn bei der „Nachhaltigkeitswerkstatt“ auf Gut Eglsee die Intensivlandwirtschaft in weiten Bereichen des ausgeräumten Gäubodens mit diesem Titel versehen werden sollte. Die hat ihn in keiner Weise verdient, ist sie doch durch ihren Schadstoffeinsatz in Form von massivem Pestizid- und Industriedüngereinsatz Verursacher nachhaltiger Schäden an Grund- wie Trinkwasser. Wenn dieser dann auch noch ein Ausgleich gezahlt werden muss, wenn sie, wie jüngst seitens der Stadtwerke thematisiert, ihren Schadstoffeinsatz auch nur etwas (!) vermindern soll, ist geradezu eine Perversion des Verursacherprinzips in Gänze.


Die Energiepflanzen- und Lebensmittelproduktion unter den heutigen Bedingungen der industriell-intensiven Landwirtschaft schafft die bekannten Probleme wie die schleichende Entwertung und Verunreinigung von Boden, Grund- und Trinkwasser durch Dünger- und Chemikalien-/Pestizideinträge bis hin zu den gesundheitsgefährdenden Antibiotika-Resistenzen durch deren Einsatz in der tierquälerischen Massentierhaltung. Daran ändern weder die Ausrufung einer „Bioenergie-Region Straubing-Bogen“ – wieder mit dem positiv belegten Begriff „Bio“ beschönigt – noch eine „Nachhaltigkeitswerkstatt“ etwas.


Als wirklich nachhaltige Energiepflanzen- wie Lebensmittelproduktion ist nur die Landbewirtschaftung nach ökologischer „Best Practice“ anzusehen und vertretbar, also nach den Standards der kontrolliert biologischen Erzeugung im Bio-zertifizierten Öko-Landbau.


Wer wirklich eine gesundheitlich und ökologisch nachhaltige Landbewirtschaftung anstrebt, muss daher bedeutende und ernsthafte Schritte zur umfassenden Umstellung auf den kontrolliert biologischen Öko-Landbau unternehmen, beginnend mit der konsequenten Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips.


Staat, Landkreise, Städte und Gemeinden haben überdies die gesundheitliche Vorsorge- und Vorbildfunktion der öffentlichen Hand zu erfüllen, auch indem sie gezielt Lebensmittel und Getränke aus kontrolliert biologischer Erzeugung für ihren eigenen Bedarf und bei der Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kliniken, Schulen oder Kindergärten verwenden.


Da giblt´s noch viel zu tun für „Nachhaltigkeits-Verkünder“ – Taten statt beschönigender Worte und Begrifflichkeiten.