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Heilpflanze Schafgarbe blüht auf Wiesen und Weiden, an Acker-, Wegrändern sowie in gift- und torffrei gepflegten naturnahen Gärten mit Blumenwiesen

BN rät zum Vielfalt-Entdecken bei Spaziergang und Wandern: Pflanzen am Wegesrand, Bäume und Sträucher - Programmheft der Aktion „BayernTourNatur“ für alle Regierungsbezirke im Angebot

 

Mit den Faltblättern „Vielfalt entdecken - Pflanzen am Wegesrand, Bäume und Sträucher“ sowie dem aktuellen Programmheft der Aktion „BayernTourNatur“ für alle Regierungsbezirke als Wegbegleiter bei Spaziergang und Wandern lädt der Bund Naturschutz (BN) Gross und klein zu kleinen Entdeckungsreisen in die Natur ein. Die Ratgeber sind handlich und stabil zum Mitnehmen und erläutern Arten, die einem im Wald und an Wegrändern begegnen mit zahlreichen Abbildungen etwa von Blättern und Blüten verschiedener Baumarten. Am Beispiel der Gewöhnlichen Schafgarbe erschliesst sich auch die Bedeutung von Heilpflanzen aus der Fülle der »Biodiversität« als biologische Vielfalt der Gene, Arten und Ökosysteme für die menschliche Gesundheit. Diese Heilpflanze gedeiht auch in gift- und torffrei gepflegten naturnahen Gärten mit nur selten gemähten Blumenwiesen bei entsprechenden Standortbedingungen.

 

Vom Frühsommer bis zum Spätherbst blüht auf Wiesen und Weiden, an Acker-, Weg- und Straßenrändern die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium). In doldenartigen Blütenständen erscheinen die kleinen Blütenköpfchen des Korbblütlers; sie tragen außen weiße (oder rötliche) Zungenblüten, innen gelblichweiße Röhrenblüten. Die schmalen Blätter sind zwei- bis dreifach fiederteilig.

 

In der Wildkräuterküche hat auch heute die Gewöhnliche Schafgarbe als Würzkraut einen Platz.

 

Die Gewöhnliche Schafgarbe – in Mitteleuropa gibt es weitere Schafgarbe-Arten – heißt auch Wiesen-Schafgarbe. Sie besiedelt trockene, nährstoffreiche Wiesen und Weiden, wächst aber auch an anderen ihr zusagenden Plätzen. Ihr Bestand ist nicht gefährdet, aber durch Grünlandumbruch wurde ihr namengebender Standort in den letzten Jahren eingeschränkt. Seit Mitte 2014 ist auch in Bayern Umbruch von Dauergrünland genehmigungspflichtig, da, wie zuvor schon in anderen Bundesländern, eine von der EU festgelegte relevante Schwelle überschritten wurde. Der BUND Naturschutz, der sich seit Jahren für den Erhalt von Wiesen und Weiden einsetzt, hält diesen etwas verbesserten Schutz für nicht ausreichend, weist auf die wichtigen Funktionen von Grünland wie Wasserspeicherung, Erosionsschutz, Speicherung von Kohlendioxid, Trinkwasserschutz und Artenerhalt hin und fordert ein Gesetz für eine dauerhafte Sicherung von Wiesen und Weiden sowie eine stärkere Förderung der Grünlandnutzung. Die gewöhnliche Schafgarbe wirkt lindernd und würzig im Rahmen der moderne Phytotherapie: Zubereitungen aus den getrockneten blühenden Triebspitzen werden innerlich bei Appetitlosigkeit und leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-, Darm- und Gallenbereich angewendet; äußerlich als Sitzbad bei leichten krampfartigen Schmerzen psychovegetativen Ursprungs im kleinen Becken der Frau, so Gertrud Scherf in einem Beitrag unter www.bund-naturschutz.de/presse-aktuelles/publikationen.html. Sie empfiehlt für die Wildkräuter-Küche junge Blätter in kleinen Mengen als Würze in Suppen, Salaten, Wildgemüse oder Kräuterquark. (Achtung! Schafgarbe kann Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen.)

 

Die Infopakete Artenschutz/Biodiversität sowie Garten gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein, Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000;  IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG, mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Artenschutz “ mit Angabe des gewünschten Regierungsbezirkes bzw. „IP Garten“ .