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Höhere Verteilungsgerechtigkeit in mehrfacher Hinsicht nötig

Herr Stuhlfelner benennt mit der Ausbeutung von Ländern der südlichen Halbkugel eine der Fluchtursachen. Zur Bekämpfung von Fluchtursachen, zumindest soweit diese nicht im Wüten kriegstreibender Potentaten in bestimmten Ländern bestehen, gehört das Eintreten für eine höhere globale Verteilungsgerechtigkeit. Zu den Verursachern der bestehenden Verteilungsungerechtigkeit gehören in bedeutsamem Mass und Umfang die „Grösstverdiener“ unter den Konzernen und ihren Stakeholdern / Profiteuren, die ungerechtfertigt hohe Gewinne aus Land-Grabbing, der Zerstörung der kleinteiligen Landwirtschaft und ihrer gewachsenen Absatzmärkte sowie der Ausbeutung von Rohstoffreserven anhäufen, teils staatlich gefördert unter dem Deckmantel von „Entwicklungspolitik“. Eine höhere Verteilungsgerechtigkeit.auch im Inland ist angesichts der immer weiter auseinanderklaffenden Schere zwischen Superreichen und armen Bevölkerungsschichten geboten. Ohne und mit Flüchtlingsdebatte. In Bezug auf die Flüchtlingsdebatte sogar zusätzlich, um den bisher schon Benachteiligten die Angst vor Überlastung durch die Kosten der Migration und der in der Folge nötigen Integrationsmassnahmen zu nehmen. Wozu diese Angst viele verleitet, kann man täglich hören und lesen. Zudem ist auch aus ökologischen Gründen eine höhere Verteilungsgerechtigkeit in Bezug auf die Nutzung der Naturgüter (Rohstoffreserven, natürliche Ressourcen) dringend geboten, damit ein Abschiednehmen von der Verschwendung von Energie-und sonstigen Ressourcen.


Dies zusammengefasst bedeutet, dass wir – am besten EU-weit - ein intelligentes ökologisch-soziales Steuersystem brauchen. Mit höherer Besteuerung von Ressourcenverbrauch sowie deutlich höherer steuerlicher Abschöpfung von extrem hohen Einkommen von „Grösstverdienern“, deren Einkommen in keinerlei vernünftiger Relation zu den von ihnen erbrachten oder auch nur erbringbaren Leistungen steht und in krassem Missverhältnis zu demjenigen von qualifiziert arbeitenden „Normal-„ oder auch „Gutverdienern“ steht.


Diese Basics“ sind - ziemlich komprimiert halt - gleichsam die Grundvoraussetzungen für ein weiter funktionierendes Staatswesen in Zeiten von Klimawandel inclusive massivem Verlust an Biodiversität, Flüchtlingsströmen und gravierendem Umbruch in der demographischen Entwicklung, anders gesagt für die Zukunftsfähigkeit unserer menschlichen Gesellschaft. Ob sie manchen Regierenden und den sie Wählenden in ihr Konzept passen oder nicht, es wird sich weisen. Klar dürfte auch sein, dass unsere Wachstums- und Konsumgesellschaft kein geeigneter Exportartikel zum Nachahmen in anderen Teilen der Welt sein kann. Umso mehr gilt es, nicht nur der eigenen Bevölkerung, sondern den auch den anderen Gesellschaften zu zeigen, ja vorzuleben, dass Lebensqualität nicht von Wachstums- und Konsumrausch abhängt. Nur eine Gesellschaft, eine Volkswirtschaft, die solidarische Verantwortlichkeit in lebt, kann dann Vorbild und Exportartikel werden. Der zwar nicht blindlings kopiert, immerhin aber weiter optimiert und angepasst in anderen Ländern und Kulturen Grundlage für ein gutes Auskommen ist, was zum „Dableiben“, Leben und Arbeiten (an der positiven Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Staatswesens im jeweiligen heimatlichen Kulturkreis („Herkunftsland“) ermuntern und zum Unterlassen der Suche nach einem fernen vermuteten Wohlstandsparadies animieren kann.


Das Generieren von Finanzmitteln für sinnvoll sozial und ökologisch nachhaltige Zwecke hat somit mit erster Priorität durch Umschichtung von Mitteln weg von sozial und ökologisch nachteiligen, schädlichen bzw. unnötigen Projekten zu erfolgen, auch durch Abbau von Subventionen: Und weit darüber hinaus durch ein intelligentes ökologisch-soziales Steuersystem. Mit höherer Besteuerung von Ressourcenverbrauch sowie Abschöpfung von extrem hohen Einkommen von „Grösstverdienern“, Im Gegenzug muss mit einer deutlichen Anhebung des Spitzensteuersatzes eine Entlastung der niedrigeren und mittleren Einkommen einhergehen, damit diese an angemessenem Wohlstand teilhaben können. Eine alternativlose Aufgabe zum Weiterfunktionieren des Staatswesens.