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Notwendigkeit neuer Tiefbrunnen kein Grund zur Freude, sondern zur höchsten Besorgnis

Auch wenn man in dem Artikel „Trinkwasser ist ein wertvolles Gut“ nichts zu den Gründen erfährt, warum eigentlich ein neuer Tiefbrunnen – Bohrtiefe 253 Meter - nötig wurde, steht fest: Die Notwendigkeit neuer Tiefbrunnen ist wahrlich kein Grund zur Freude und für Friede- Freude-Eierkuchen-Meldungen. Vielmehr ein Grund zur starken Besorgnis um den schlechten Zustand der oberen Grundwasserschichten, die ohne Anzapfen und Beimischung von bisher noch unberührtem Tiefenwasser keine hinreichende Trinkwasserqualität mehr sicherstellen können. Gründe und Ursachen werden der Öffentlichkeit wieder einmal vorenthalten, die abgebildete Politikerriege feierte „ein schönes Fest“.

 

Warum ist denn keine „Schützbarkeit der Quartärwassernutzung“ möglich, warum ist das Quartärwasser in so miserablem Zustand? Weil man seitens der vorherrschenden Politik und Behörden die Chemie- und Agrarindustrielobby durch massiven Pestizid- und Düngereinsatz und mit der Massentierhaltung das Grundwasser so stark verschmutzen lässt und das Verursacherprinzip nach allen Skandalen nach wie vor zur Gänze pervertiert? Denn es ist ausdrücklich eine Perversion des Verursacherprinzips, was in Sachen chemisierter Agrarindustrie contra Trinkwasserschutz abläuft: Da muss den Verursachern nachhaltiger Schäden ein Ausgleich gezahlt werden, wenn sie ihren Schadstoffeinsatz in Form von massivem Pestizid- und Industriedüngereinsatz etwas (!) vermindern, damit die – ohnehin nicht besonders ambitionierten – Schadstoff-Grenzwerte gerade noch eingehalten werden, wenn man dem Wasser aus oberflächennäheren Bereichen solches aus noch älteren und tieferen Grundwasserschichten beimischt. Obere Schichten versaut, dann bohren wir halt tiefer und holen zum Quartär- auch noch Tertiärwasser rauf, was soll´s offenbar. So weit hat es die vom Polit-Mainstream immer noch gehätschelte und massiv geförderte agrarindustrielle Intensivlandwirtschaft inclusive tierquälerischer Massentierhaltung gebracht. Zudem ist die Aufbereitung von Grund- zu Trinkwasser jedenfalls umso aufwendiger, teurer und energieintensiver, je stärker das Grundwasser durch Dünger- und Chemikalien-/Pestizideinträge aus der intensiven Landwirtschaft belastet ist. Es ist ja schon länger bekannt, dass das Umweltbundesamt dem Grundwasser in einem bedeutenden Teil Niederbayerns mit intensiver Landwirtschaft nicht die Bewertung „gut“, sondern ausdrücklich „schlecht“ erteilt hat. Scheinbar alles nicht so besorgniserregend, dass man seitens der herrschenden Politik dem entschlossen entgegengetreten wäre. Die parteispendenfreudige Agrochemielobby hat offenbar ganze Arbeit geleistet von Brüssel über Berlin bis München. Natürlich stimmen die Politikerworte zur gebotenen „Achtsamkeit und den sorgsamen Umgang mit dem wertvollen Gut Trinkwasser“. Doch da müssen jetzt endlich die nötigen Konsequenzen gezogen werden für eine ökologisch nachhaltige Agrarwende: Doch wer wirklich einen achtsamen sorgsamen Umgang mit dem wertvollen Gut Trinkwasser will, muss alles Notwendige für eine gesundheitlich und ökologisch nachhaltige Landbewirtschaftung ergreifen. Muss daher bedeutende und ernsthafte Schritte zur umfassenden Umstellung auf den kontrolliert biologischen Öko-Landbau unternehmen, beginnend mit der konsequenten Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips. Auf auf, all ihr Abgebildeten - Wer kann diesbezügliche Aktivitäten nachweisen? Zum Beispiel auf die wiederholten BN-Vorstösse zur Förderung des ökologischen Landbaus durch Steigerung der Nachfrage der öffentlichen Hand nach Erzeugnissen des Öko-Landbaus? Denn Staat, Landkreise, Städte und Gemeinden haben überdies die gesundheitliche Vorsorge- und Vorbildfunktion der öffentlichen Hand zu erfüllen, auch indem sie gezielt Lebensmittel und Getränke aus kontrolliert biologischer Erzeugung für ihren eigenen Bedarf und bei der Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kliniken, Schulen oder Kindergärten verwenden. Wo bleiben Taten oder zumindest Antworten auf diesbezüglich Bisher Fehlanzeige auf ganzer Linie. Und dies trotz Antibiotika-, Salmonellen-Eier- und sonstigen Agrarindustrie- sowie Massentierhaltungs-Skandalen. Ach ja, aus den spärlichen Verlautbarungen der „offiziellen“ Nachhaltigkeits-Verkünder dazu spielt der Tierschutzaspekt ja überhaupt keine Rolle. Das sollte uns allen zu denken geben.