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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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BN strikt gegen Freihandelsabkommen CETA, TISA und TTIP

 

BN strikt gegen Freihandelsabkommen CETA, TISA und TTIP 

Ökomarkt, Infopakete und Bio-Infostände als Beitrag gegen das unsägliche Leid von „Nutztieren“

Auch wenn die EU-Kommission eine Europäische Bürgerinitiative gegen die Freihandelsabkommen CETA, TISA und TTIP abgelehnt hat, lehnt der Bund Naturschutz diese als Angriff auf unsere demokratischen Gepflogenheiten, unsere Umwelt- und Sozialstandards und den Ressourcenverbrauch und somit ein Desaster für Mensch und Natur an. Den Versprechen von Vorteilen sei nicht zu trauen, so das Fazit der Februar-Sitzung des BN-Kreisvorstandes. Dies zeigten die Erfahrungen mit dem Freihandelsabkommen NAFTA, das seit 1994 zwischen Mexiko, Kanada und den USA besteht. Wenn CSU- und FDP- Funktionäre sowie Teile der SPD interessengeleistet auf vermeintliche (betriebs-) wirtschaftliche Vorteile des Freihandelsabkommen TTIP mit den USA verweisen, so seien diesen ohnehin nicht bezifferbaren Effekten erhebliche Gefahren gegenüberzustellen, weshalb man die Sache ja auch in Geheimverhandlungen aushecken will. Dass der US-Botschafter diese ebenso interessengeleistet kleinredet und beschönigt, etwa weil „ die Freihandelsabkommen niemandem vorschreiben, was er essen soll“, überrascht das nicht, ist aber ziemlich verlogen. Wenn mindere Standards und daher mindere Qualität mit Einsatz von Gentechnik intensiv-industriell erzeugter landwirtschaftlicher Produkte mit höherem Gefährdungspotential in Europa Einzug halten können, setzt man der menschlichen Gesundheit und einem gentechnikfreien Bio-Landbau erheblich zu und gefährdet diesen. Der Einsatz genveränderter Pflanzen, die immun gegen bestimmte Herbizide wie Glyphosat, sind, ist gerade in Nordamerika längst in das vorhersehbare Stadium eingetreten, dass sich Immunität auch bei den bekämpften "Unkräutern" ausbreitet und immer mehr Gift eingesetzt werden muss, um die Ernten zu garantieren

Den wiederum großen Zuspruch zum Ökomarkt 2014, seine Infopakete und mehrere Infostände, so Anfang Februar zusammen mit der neuen Landauer BN-Jugendgruppe, die Vorteile von Bio-Lebensmitteln herausstellten, sieht der Bund Naturschutz auch als seinen Beitrag gegen das unsägliche Leid von „Nutztieren“ an. Denn  viele Tiere leiden in der Massentierhaltung, etliche Profiteure verdienen an ihr, Boden und Wasser werden ruiniert, Klima und menschliche Gesundheit würden gefährdet, auch durch die Ausbreitung multiresistenter Erreger. Der Einsatz von umweltbelastendem Stickstoffmineraldünger, Pflanzenschutzmitteln oder Importfuttermittel und lange Transportwege müssen teurer werden, damit Öko-Lebensmittel konkurrenzfähig bleiben. Bisher müssten die Verbraucher die hohen Folgekosten der konventionellen Landwirtschaft, z.B. für aufwändige Trinkwasseraufbereitung und Behandlung von Gesundheitsschäden indirekt über Gebühren und Sozialversicherungsbeiträge bezahlen. Man stellte auch klar, dass die Preise von Gütern die ökologische Wahrheit widerspiegeln müssten. Dies gelte in der Landwirtschaft genauso wie im Verkehrssektor, also beim Personen- und Güterverkehr, für den nach der erfreulichen Entscheidung gegen weitere Staustufen an der Donau ein Verkehrskonzept mit Vorrang für den Bahnausbaus im gesamten ostbayerischen Raum stehen müsse. Einen sechsspurigen Ausbau der Autobahn A3 lehnt man als weitere massive Landschafts- und Naturzerstörung klar ab. Geboten seien eine vorrangige Verkehrsvermeidung und zumindest weitgehende Verlagerung auf den umweltverträglicheren Verkehrsträger Bahn.