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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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Bio-Siegel bietet für Lebensmittel höchsten Sicherheits- und Schutzstandard vor Agrargiften

Fest steht, dass das Bio-Siegel für Lebensmittel höchsten Sicherheits- und Schutzstandard per Vorgaben der EU-Bio-Verordnung bietet. Schutz vor von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise oder wahrscheinlich krebserregend eingestuften Pestiziden, vor Glyphosat, Neonicotinoiden und Konsorten. Weitgehend gilt dies auch im Bekleidungsbereich bei zertifizierter Baumwolle aus kontrolliertem Bio-Anbau (kbA) oder Bio-Wolle aus kontrolliert-biologischer Tierhaltung (kbT). Die sind etwa mit den einschlägigen Qualitätszeichen des IVN (Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft, vom Mindeststandard GOTS (Global Organic Textile Standard) bis zu „NATURTEXTIL IVN ZERTIFIZIERT BEST“ auf dem Markt und echt „Bio“. Es gilt für Naturkosmetik aus kontrolliert biologischer Erzeugung: hier darf nach dem BDIH-Standard ein Produkt der kontrollierten Naturkosmetik nur dann als "bio" bezeichnet werden, wenn der Bioanteil im Verhältnis zu allen in Bioqualität verwendbaren Bestandteilen des Erzeugnisses mindestens 95 Prozent beträgt.

Dass die sogenannten „Bio-Plastiktüten“, „Biogas“, „Biokraftstoffe“ auch „Bio“ im Namen führen, ist zwar legal, aber verwirrend. „Bio“ steht bei „Biogas“ und „Biokraftstoffen“ „nicht für die begriffliche Behauptung, dass diese Produkte aus biologischem/ökologischem Anbau stammen müssen, sondern dass es sich um Produkte auf der Basis von Biomasse, also organischen Substanzen biogenen Ursprungs …besteht“, da hat TFZ Leiter Dr. Bernhard Widmann Recht, da besteht Konsens. Aber dieser aus dem Lebensmittelsektor per EU-Verordnung geschützte und dort zu Recht positiv belegte Begriff bietet einen schönen praktischen Mitnahmeeffekt für die Produzenten und Anbieter von „Bio-Plastiktüten“, „Biogas“, „Biokraftstoffen“ etc., der das Image dieser Produkte hebt und ihren Gebrauch schmackhaft macht. Dasselbe gilt für die Politik, der es dieser Begriff leichtmacht, die „Bioenergieregion Straubing-Bogen“ als Beitrag zu Nachhaltigkeit, Energiewende und Klimaschutz zu präsentieren – unter Ausblendung der Schäden bei den Schutzgütern Biodiversität / Arten und Lebensräume, Wasser und Boden sowie letztlich der menschlichen Gesundheit. Da wird „Bio“ als schöner Nebeneffekt gerne “in Kauf genommen“, auch wenn man beim Ein-Kauf echter Bio- Lebensmittel durch die öffentliche Hand für Gemeinschaftsverpflegung in öffentlichen Einrichtungen sehr zurückhaltend ist und Forderungen danach abweist.

Similia Similibus Curentur“, "Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden“ funktioniert in der Homöopathie, aber nicht in Sachen Landwirtschaft. Heisst: die Gefährdung und Schädigung von Böden, Grund- wie Trinkwasser und somit unserer natürlichen Lebensgrundlagen bis hin zur Schädigung der menschlichen Gesundheit, die uns die „sogenannte konventionelle Landbewirtschaftung" seit einigen Jahrzehnten beschert hat, können nicht mit der Fortsetzung dieser industriell-intensiven Landwirtschaft behoben werden. Sie kann daher nicht das benötigte Zukunftsmodell darstellen bei mittlerweile flächenhaft miserablem bis gemeinschädlichem Zustand von Oberflächen-, Grund- und Trinkwasser. Der für letzteres immer tiefere Brunnenbohrungen – gerade jetzt wurde ein weiterer in Leiblfing „in Aussicht gestellt“ - und das Anzapfen von immer tieferen Grundwasserleitern und – schichten nötig sowie die Trinkwasseraufbereitung immer aufwändiger macht. Eine Bewirtschaftungsform, die das angerichtet hat, kann niemals als „gute fachliche Praxis“ gelten. Als solche ist daher die Bio-Landwirtschaft festzulegen. Also braucht es eine Umstellung auf diese gesundheits-, klima- und umweltverträglichere und damit zukunftsfähigere Form des Landbaus. Einigkeit, wenn Herr Dr. Widmann einräumt bzw. ja bestätigt: „Natürlich ist der Öko- Landbau eine gute und erstrebenswerte Sache“. Es ist aber zu ergänzen: „und der Ausweg aus dem Dilemma, denn er kann einen grossen Teil zur Problemlösung beitragen“. Lehrstühle, Studiengänge und -plätze zur Produktion nachwachsender Rohstoffe nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus sowie zur Ökobilanzierung wären da gefragt.