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BN: Erweiterung des Flugplatzes Straubing-Wallmühle darf keinerlei Erhöhung der Gesamtzahl der Flugbewegungen nach sich ziehen

Energieversorgung durch energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung mittels Nahwärmenetz für Gewerbebauten auf der Süd- wie auf der Nordseite der Kreisstrasse 20

Die geplante Erweiterung des Flugplatzes Straubing-Wallmühle darf keinerlei Erhöhung der Gesamtzahl der Flugbewegungen nach sich ziehen, postuliert der der Bund Naturschutz (BN) in seiner Stellungnahme im Rahmen der Verfahrensbeteiligung zur Änderung des dort geltenden Flächennutzungs- und Landschaftsplanes. Vielmehr führe schon der bisherige Flugbetrieb zu einer gesundheitsschädigenden Verlärmung durch Flugmanöver für Anwohner im Westen Straubings und zu einer gravierenden Störung des Vogelhabitats Alburger Moos. Statt einer Zunahme von Flugbewegungen sei daher deren Reduzierung auf höchstens die Hälfte geboten. Sofern die Erweiterung für Zwecke luftfahrttechnischer Betriebe erfolgen soll, könnte dieser nur zugestimmt werden, wenn im Gegenzug eine entsprechende Reduzierung der Zahl der Flugbewegungen des Freizeit- Flugverkehrs, der „Kunst“- bzw. „Sport“-Fliegerei, erfolgt, sodass künftig höchstens die Hälfte der Zahl der bisherigen Flugbewegungen stattfinden. Dies sei ebenso aus Gründen der nötigen Reduzierung des Energieverbrauchs sowie des Klimaschutzes geboten, da der Flugverkehr nach Studien des Umweltbundesamts der klimaschädlichste Verkehrsträger ist.

 

Sofern unter dieser Prämisse eine Erweiterung in Form zusätzlicher Gebäude für Zwecke luftfahrttechnischer Betriebe erfolgen sollte, müssten im Bauleitplanungsverfahren allen Anforderungen zur Minimierung ökologischer Beeinträchtigungen durch die geplante Bebauung Rechnung getragen werden: Dazu gehöre eine flächensparende Bauweise wie die Nutzung von anfallendem Dachflächenwasser für Freiflächenbewässerung und Toilettenspülung oder Fahrzeugwäsche. Auf den Verkehrs- und Stellflächen soll der Einsatz von Streusalz und anderen ätzenden Streustoffen zum Schutz von Boden und Grundwasser und angrenzender Vegetation verbindlich ausgeschlossen werden.

Für Dachflächen gewerblicher Gebäude solle die statische Ausrichtung zumindest für die Eignung zur Aufdachmontage einer Photovoltaikanlage vorgegeben werden und die Energieversorgung der Gebäude soll durch energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung mittels einer Hackschnitzel-Biomasseheizkraftanlage mit einem entsprechenden Nahwärmenetz erfolgen. Ein entsprechendes Gesamtversorgungskonzept solle die vorhandenen und neu geplanten Gewerbebetriebe und Gebäude im Bereich des Flugplatzes Wallmühle auf der Südseite wie auch auf der Nordseite der Kreisstrasse 20 inclusive des geplanten Schlachthofs einbeziehen. Nicht zuletzt soll anstelle von Kies oder Schotter beim Unterbau des Hallenbodens, von Baustrassen, Strassen, Wegen und Stellplätzen zur Schonung natürlicher Ressourcen aufbereitetes und gereinigtes Bauschutt-Granulat verwendet werden.