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BN Landesarbeitskreis Abfall / Kreislaufwirtschaft: Sortenreine Biomüllerfassung und -verwertung mit bestmöglicher Energieeffizienz statt Müllverbrennung – keine sinnvoll stofflich verwertbaren Materialien in die Verbrennung

Die Mitglieder des Landesarbeitskreises beschäftigen sich die letzten Jahre u.a. mit der Verbesserung der Separierung von Biomüll und deren umweltfreundliche Vergärung und Erzeugung einer guten Komposterde. In Bayern gibt es, so Waltraud Galaske aus Fürth, Sprecherin des Landesarbeitskreises (LAK) Abfall / Kreislaufwirtschaft des BUND Naturschutz in Bayern (BN), immer noch an die 15 Kommunen, die keine Biomüllerfassung im Holsystem anbieten.

 

Am Samstag, den 4.6.2016 berichteten BN- Abfallexperte Dr. Hartmut Hoffmann und die Sprecherin Waltraud Galaske in Friedberg vom Besuch der neuen Biogasanlage in Rehau. Dort baute die "Rehau Energy Solutions GmbH" mit dem "Planungsbüro OAG für Ver- & Entsorgung für Infrastruktur" das Bioenergiezentrum Hochfranken mit der Bioabfall-Vergärungsanlage. Für den Betrieb der Anlage wurde die "rsb Bioverwertung Hochfranken GmbH" gegründet. Verwertet werden Sammelgut aus der Biotonne, Grüngut wie Landschaftpflegeabfälle, Park- und Gartenabfälle sowie biologisch abbaubare Küchen- und Kantinenabfälle. Die Anlage sei ein positives Beispiel für alle Städte und Landkreisen, die noch ohne getrennte Bioabfallerfassung sind, betonen Galaske und Hoffmann.

 

Es gehe nicht an, dass stark wasserhaltige Abfälle in Müllverbrennungsanlagen landeten und wie in Schwandorf dadurch auch noch eine Erhöhung der Verbrennungskapazitäten mit verursachten, so Hartmut Haas-Hyronimus aus dem Kreis Main-Spessart. Gerade von den Mitgliedern des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf seien hier Massnahmen einzufordern, damit auch der Bioabfall aus den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt/Waldnaab, Schwandorf, Regensburg und der Stadt Regensburg dort vor Ort in Bioabfall-Kompostier- und Vergärungsanlagen verwertet werden, wie es etwa in Stadt und Landkreis Straubing oder in Rehau vorbildlich erfolge. Bayernweit würden bei konsequenter Bioabfall-Kompostierung und Vergärung ganze Ofenlinien in Müllverbrennungsanlagen überflüssig und könnten zur Entlastung der Anwohnerschaft vor Emissionen stillgelegt werden.

 

Auch im Landkreis Fürstenfeldbruck steht die Entscheidung zur Einführung der Getrennterfassung von Bioabfall. Deshalb präsentierten Josef Metzger und Josef Seemüller ein Konzept, wie dort am effizientesten verfahren werden könnte. Dieses besteht aus der Bewertung dreier möglicher Verwertungsverfahren, Kompostierung Vergärung und Verbrennung. Sie legen dazu ein mögliches realistisches Potential für die Biomüllvergärung im Landkreis Fürstenfeldbruck zu Grunde und sehen Vorteile der Biomüllvergärung gegenüber der Mitverbrennung die höchste Energieausbeute, die Erzeugung speicherbarer Energie für die Energiewende, beste Treibhausgasreduzierung, geringste Feinstaub- sowie weniger humantoxische Emissionen. Positive Effekte ergäben sich zudem im Bereich der eine günstige Phosphor-und Humusrückgewinnung, Dünger- und Torfsubstitution sowie niedrigere Verwertungskosten.

 

„Der Bioabfall ist der Wertstoff Nr. 1 in der Abfallwirtschaft,“ so Josef Seemüller und „für die Erzeugung von 14 Tonnen Biomasse bräuchte man 3.500 m² landwirtschaftliche Nutzfläche. Auf dieser Fläche können Lebensmittel für 3 Personen erzeugt werden“. Biomassereststoffe sollten somit in einer hochwertigen Biogasanlage verwertet werden.

 

Nach Kenntnis des BN wird ein erheblicher Teil der anfallenden Gewerbeabfälle auch entgegen den abfallrechtlichen Vorschriften und abfallwirtschaftlichen sowie energie- und klimapolitischen Erfordernisse nicht sortenrein erfasst und auch keiner sortenreinen stofflichen Verwertung, sondern inner- und ausserbayerischen Müllverbrennungsanlagen zugeführt. Da dies neben vermeidbaren Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen auch zu einer mangelnden Verwertung des Energieinhalts dieser Materialien wie z.B. Altpapier oder Altkunststoff führt, läuft dies nicht nur den abfallwirtschaftlichen Zielsetzungen und Erfordernissen entgegen, sondern auch jenen von Klimaschutz und Energiewende. Und dies, so stellvertretender LAK-Sprecher Johann Meindorfer, müsse unterbunden werden.

 

Ein Infopaket Abfallvermeidung gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein, in Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Abfall“.