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BN pocht auf höchstmögliche ökologische Standards bei Hochschulerweiterung am Donaucampus Vorbildlich energiesparende Bauweise und effiziente Energieversorgung gefordert - Hochschulareal optimal an ÖPNV anbinden

Mit der Ausweisung von Flächen zur Erweiterung der Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen nördlich der Uferstrasse besteht seitens des Bund Naturschutz (BN) grundsätzlich Einverständnis, da deren Ausbau als wichtiger Beitrag der landesplanerischen Entwicklungsgerechtigkeit erforderlich und sachgerecht ist, deshalb seitens des BN auch wiederholt gefordert wurde und daher vollinhaltlich umgesetzt werden soll.


Planerische Voraussetzung müsse dabei sein, dass die vorhandenen schützenswerten ökologischen wertvollen Bereiche / Grünbestände weitestmöglich erhalten bleiben. Die auf der Ostseite des Geländes vorhandenen/ Grünbestände sollen als gliedernde Grünflächen ausdrücklich auch für den Fall der Erweiterung der Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen nach Osten erhalten bleiben und ausdrücklich als solche festgesetzt werden. Damit sei dem naturschutzrechtlichen Gebot der Eingriffsminimierung und -vermeidung sowie dem haushaltsrechtlichen Gebot der sparsamen Mittelverwendung ausreichend Rechnung zu tragen und würden keine naturschutzfachlich geringerwertigeren Ersatzpflanzungen für einen ohnehin vorhandenen intakten und noch ergänzend aufwertbaren Gehölzbestand erforderlich.

Es müsse auch sichergestellt sein, dass durch das Bauvorhaben und auch durch die geplanten Aufständerungen und das Parkplatzgeschoss kein Retentionsraumverlust eintritt. Für anfallendes Dachflächenwasser solle die Nutzung mittels ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für Freiflächenbewässerung und Toilettenspülung sichergestellt werden.


Man hält auch zum Schutz der menschlichen Gesundheit, des Bodens und des Grund- und Trinkwassers die fach- und sachgerechte Entsorgung der gesamten Abfallablagerungen, die keinen nachweislich unbelasteten Erdaushub darstellen, für erforderlich. Der hohe technische (Entgasungs- und ähnliche) Aufwand, der bei den weiter östlich ebenfalls auf dem Deponiegelände errichteten Gebäudekomplexen JTG, Keglerzentrum, TSV-/VfB-Stadion betrieben werden muss, solle bei der Bebauung des „Hochschulerweiterungsgeländes“ von vornherein vermieden und die Belastung von Sicker- und in verschiedener Weise in die Donau gelangendem Wasser verhindert werden.


Das Risiko des Schadstoffaustritts bei der Gründung mittels bis zu 250 Bohrpfählen bzw. durch Baumängel oder mangelnd gelingende Abdichtung dieser zum Deponiekörper hin ist nicht absehbar und muss daher generell durch Entfernung des Risikopotentials und Verbringung auf eine den heutigen rechtlichen und technischen Vorgaben genügende hierfür zugelassene Entsorgungseinrichtung von vornherein vermieden werden. Bedenken meldet der BN gegen den blossen Hinweis in den Entwurfs-Unterlagen „Aushubmaterial des Deponiekörpers sollte ordnungsgemäss entsorgt werden“ an. Ein solcher Hinweis genüge diesen Erfordernissen nicht, sondern es ist laut BN eine verbindliche Festsetzung und die tatsächliche Umsetzung notwendig.


Um eine flächen- und damit naturraumsparende angemessen verdichtete Bauweise zu erreichen, ist dort ein Mindestmaß an Höhenentwicklung und dabei mindestens viergeschossige Bebauung mit Parkplatzgeschoss, Erd- und zwei Obergeschossen erforderlich, die darüber hinaus dem urbanen Umfeld entsprechen und die zentralen Funktionen des Areals unterstreichen würde. Im Hinblick auf künftige – aus regionalplanerischer und stadtentwicklungspolitischer Sich wünschenswerte – Erweiterungen der Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen sollen die Gebäude dabei auch aus statischer Sicht für eine spätere Aufstockung geeignet ausgerichtet werden. Der BN pocht für alle Bestandteile der Hochschulerweiterung einschliesslich des ehemaligen Jugendzentrums, des neuen Info- und Beratungszentrums sowie der Fraunhofer-Projektgruppe und umliegender Bereiche mit dichter Bebauung auf höchstmögliche ökologische Standards mit vorbildlich energiesparende Bauweise und effizienter Energieversorgung. Soweit über erneuerbare Energien wie insbesondere Solarenergie und die vorgesehene Geothermienutzung hinaus erforderlich, solle diese durch den Anschluss an ein kombiniertes Nahwärmenetz mit energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung auf der Grundlage forstlicher Biomasse des TFZ der Stadtwerke erfolgen, wenn die zu untersuchende zu erwartende Wärmebedarfsdichte dies als energetisch sinnvoll ergibt. Dies bringt der BN in einer seiner ausführlichen Stellungnahme an das Straubinger Stadtplanungsamt, die Bayerischen Staatsministerien für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst sowie für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Staatliches Bauamt Passau und Stadtwerke Straubing vor, damit diese ein abgestimmtes ökologisch nachhaltiges Energieversorgungskonzept aus einem Guss für das gesamte Areal erstellen. Der Weg zur Wissenschafts- und Hochschulstadt erfordere auch einen Ausbau des ÖPNV-Systems. Gerade studentisches Publikum erwarte aus seinen Vorerfahrungen in Herkunfts- oder Studienorten mit oft hervorragend ausgebautem ÖPNV ein adäquates ÖPNV-Angebot am Studienort Straubing. Daher brauche es eine weitere Verdichtung der Grundnetzlinien 1 bis 4 hin zum durchgehenden ganztägigen Halbstundentakt montags bis freitags und mittelfristig auch samstags. Um das ganze Hochschulareal optimal an ÖPNV-System anzubinden, soll auch das als „Volksfestgeschenk“ von MdB a.D. Hinsken angekündigte E-Bus-Shuttle-Projekt zur Verdichtung des Stadtbusangebotes genutzt und dabei entstehende zusätzliche Linienverläufe an möglichst vielen Haltestellen mit den vorhandenen Stadtbuslinien verknüpft und damit Synergieeffekte genutzt werden. Das ergäbe bisher fehlende „Diagonal- oder Querverbindungen“, so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Im Bereich auf Höhe Einmündung Petersgasse brauche es für Fussgänger und Radler aus Richtung Westen von dem rechten Donauuferradweg „Zur Altstadt“ kommend die Schaffung einer Querungshilfe über die Uferstrasse.