Zur Startseite

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2017

Pressemitteilungen 2016

Pressemitteilungen 2015

Pressemitteilungen 2014

BN: Regenwald (ver-)schwindet durch zu grossen Fleisch- und Energiehunger

Regenwald und Klima schützen durch Energiesparen und höhere Energieeffizienz – Weniger Fleischkonsum und Autoverkehr gefordert – Primärfaserpapier umfassend durch umweltverträgliches Recyclingpapier ersetzen

 

 

Da die tropischen Regenwälder nicht nur Paradiese der Artenvielfalt seien und die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten weitgehend noch gar nicht bekannt oder erforscht seien, sondern auch ein bedeutender CO2-Speicher, sei ihr Erhalt sowohl im Sinne der Biodiversität als Grundlage stabiler Ökosysteme als auch aus Gründen des Klimaschutzes äusserst wichtig. Doch tausende Hektar artenreichsten Waldes werden täglich abgeholzt, hauptsächlich um Platz für die Viehzucht und für den Sojaanbau zur Futtererzeugung zu schaffen, damit der ungeheure Fleischhunger nicht zuletzt auch in Europa gestillt wird. Zusätzlich gibt es Holzeinschlag für Möbel und Bauholz und für die Holzkohleproduktion. Für Fleisch aus europäischer Produktion würden die Tiere inzwischen häufig mit importiertem Sojaschrot gemästet. Für unseren Hunger nach Fleisch fressen sich die Monokulturen immer tiefer in die Wald- und Savannengebiete hinein“, warnt der BUND Naturschutz: Verbraucherinnen könnten und sollten durch gezielten Kauf von Bio-Produkten einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Einsparung von Energie und Vermeidung von Schadstoffen leisten. „Weniger Fleisch & Wurst, mehr pflanzliche Kost, dafür aber alles bewusst nur aus Bio-Erzeugung,“ lautet ein probates Rezept des BN zum Schutz von Regenwald, Böden, Gesundheit und Klima sowie für mehr Lebensqualität für alle, Nutztiere eingeschlossen. Darüber hinaus sollte auf Holzprodukte aus den Tropenholzländern verzichtet werden. Nötig sei dafür auch, Primärfaserpapier bei allen Behörden, Schulen, Versicherungen, Banken, Unternehmen, aber auch bei allen einzelnen Privatnutzer für Drucker und Kopierer umfassend durch umweltverträgliches Recyclingpapier aus Altpapier zu ersetzen. Und erst recht gelte dies für Hygienepapiere wie Toilettenpapier, Papierhandtücher, Papierservietten und Papiertaschentücher, damit nach deren Gebrauch „nicht unsere letzten Urwälder in der Klospülung oder im Restmüll landen“, formuliert es der BUND drastisch.


Der BN sieht Energiesparen und höhere Energieeffizienz als Mittel gleichermassen zum Schutz der tropischen Regenwälder wie auch gegen Klimawandel und Atomgefahren an. Diese Gefahren beruhten auf einem Übermass an Energiehunger unserer Gesellschaft. Energiesparen und Erhöhung der Energieeffizienz seien daher generell der Schlüssel zum Klimaschutz ebenso wie gegen die atomare Bedrohung. Wie die anderen wirtschaftlichen Sektoren Industrie, Gewerbe und Haushalte müssten auch die Landwirtschaft und der Verkehrssektor einen gewichtigen Beitrag zum sparsamen Einsatz von Energie leisten. Letztere müsse durch Ausrichtung auf den energiesparenden und klimaschonenden Öko-Landbau ihren Beitrag leisten.


Im Verkehr seien verschiedene Akteure gefordert: Die Europa-, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker, die Energie- und Autoindustrie genauso wie die Bahn- und ÖPNV-Betreiber und gar nicht zuletzt jede und jeder einzelne als Verkehrsteilnehmer. Soweit wie möglich sollten die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel Füsse, Fahrrad, Bus und Bahn gefördert und genutzt werden. Mandatsträger aller Parteien und Ebenen, müssten genügend Geld für einen zeitgemässen Bahnverkehr und ÖPNV im Lande zur Verfügung stellen und der Bahn als sozial- und ökologieverträglichem Verkehrsträger eine deutliche Priorität zukommen lassen und sich einem Tempolimit auf Autobahnen für mehr Klimaschutz und Sicherheit nicht weiter verschliessen. Dass man die höchst dringliche Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene nicht fördere, sei geradezu eine klimapolitische Todsünde, nennt der BN ein weiteres Beispiel. Flüge müssten so weit wie möglich vermieden und auf die Bahn verlagert werden. Doch stattdessen benachteilige man seitens der herrschenden Politik, also von Staats wegen, die Bahn etwa über die Befreiung des Luftverkehrs von der Energiesteuer (Mineralölsteuer) und der internationalen Flüge von der Mehrwertsteuer, die der Staat im Fernverkehr der Bahn sogar mit dem vollen 19-prozentigen Mehrwertsteuersatz abkassiere. Keinesfalls sei der höchst verschwenderische und klimabelastende Lebensstil für die Menschheit insgesamt tragbar, wie er sich etwa in Einkaufstrips nach Paris New York oder Wochenendflüge auf die Balearen äussere.


Ein Infopaket „Klimaschutz“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 €  in Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Regenwald“.