Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2017

Pressemitteilungen 2016

Pressemitteilungen 2015

Pressemitteilungen 2014

BUND Naturschutz: Dem Gift- und Gentechnikriskiko entgegnen Wiederzulassung von Glyphosat stoppen

VerbraucherInnen sollten auf „Nummer sicher“ gehen und nur Bio- Produkte kaufen

BN fordert von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und Bundesumweltministerin Hendricks: Wiederzulassung von Glyphosat stoppen

 

Ausbreitung von Gentechnik und im Gefolge von Herbiziden wie Glyphosat abwehren

 

Einsatz von Gentechnik Einsatz derzeit nur bei Bio- Produkten garantiert ausgeschlossen

 

BUND demonstriert bei Agrarministerkonferenz für Glyphosat-Ausstieg

 

Aktivisten des BUND haben heute in Göhren-Lebbin anlässlich der Länderagrar­mi­nisterkonferenz mit einem Großtransparent, auf dem "Gemeinsam gegen Glyphosat" steht, gegen die EU-weite und für 15 Jahre geplante Wiederzulassung des Pflanzengiftes demonstriert.

Eigentlich wollten die Agrarminister der Länder erreichen, dass sämtliche ungeklärten Fragen zu den Risiken des Glyphosat-Einsatzes in der Landwirtschaft wissenschaftlich abgeklärt werden. Bayern will das nun verwässern und nur noch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit zu Fragen aus Politik und Medien zum Krebsrisiko von Glyphosat fordern. Ein Einlullen der Bevölkerung beim Thema Glyphosat werden wir nicht akzeptieren. Nach wie vor ist völlig ungeklärt, woher die hohe Belastung der deutschen und der europäischen Bevölkerung mit Glyphosat kommt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft. Neben den krebserzeugenden Risiken könne Glyphosat auch in den Hormonhaushalt des Menschen eingreifen. Derartige Substanzen sind nach EU-Recht nicht genehmigungsfähig.

Wir fordern ein schnell wirkendes und verbindliches Ausstiegsprogramm und lehnen die geplante Wiederzulassung von Glyphosat für die nächsten 15 Jahre strikt ab. Auch die gestrige Entschließung des EU-Parlaments, Glyphosat nur für weitere sieben Jahre und mit Auflagen zuzulassen, reicht nicht aus.

Da Glyphosat als Totalherbizid alle Pflanzen abtöte, gehöre es zu den Hauptver­ur­sachern des Artenrückgangs in Flora und Fauna. Einige Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt, worauf Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vor einer Wiederzulassung von Glyphosat bestehe, würden die Risiken für Mensch und Umwelt nur unwesentlich verringern.

Nachdem die EU-Kommission offenbar eine Zulassung ganz im Sinne der Glyphosat-Hersteller anstrebt, ruft der BUND

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und Umweltministerin Barbara Hendricks in einer Online-Aktion auf, die Wiederzulassung von Glyphosat zu stoppen. Denn Anfang März stimmen die Mitgliedstaaten über die EU-Wiederzulassung von Glyphosat für mindestens zehn Jahre ab. Die jetzt bekannt gewordene Vorlage der Kommission leugne laut BUND die bisher unbestrittenen Umweltgefahren, die von Glyphosat ausgehen und wische dafür selbst die Bedenken der eigenen Behörde, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, vom Tisch. Denn die EFSA folgt ausdrücklich der Bewertung des Umweltbundesamtes, das Glyphosat gravierende Folgen für die biologische Vielfalt attestiert. Als Berichterstatter-Land komme Deutschland eine besondere Verantwortung zu. Und die zuständigen FachministerInnen hätten es in der Hand, die Bedenken von Umweltbundesamt und EFSA zu vertreten.
Deshalb ruft der BUND unter www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/glyphosat_verbieten/ alle BürgerInnen auf „Machen Sie deutlich, dass Sie nicht bereit sind, wider besseres Wissen den Weg dafür frei zu machen, dass es für wenigstens zehn Jahre in der ganzen EU keinerlei Reduktionsziele und Anwendungsbeschränkungen für Glyphosat geben wird“. Man müsse die EU-Kommission daran hindern, die Geschäftsinteressen der Pestizidhersteller über die Interessen der Menschen und der Umwelt zu stellen.

Die Entwicklung der genveränderten Pflanzen, die immun gegen bestimmte Herbizide wie Glyphosat, sind, sei längst in das vorhersehbare Stadium eingetreten, dass sich Immunität auch bei den bekämpften "Unkräutern" ausbreitet und immer mehr Gift eingesetzt werden muss, um die Ernten zu garantieren, warnt der BUND. VerbraucherInnen sollten jedenfalls auf „Nummer sicher“ gehen und nur Bio- Produkte kaufen, denn bei diesen ist der Einsatz von Gentechnik garantiert ausgeschlossen. BIO- Produkte nützten der eigenen Gesundheit und der ganzen Gesellschaft, die dadurch von Umweltbelastungen verschont bleibe. Der Bio-Landbau habe grosse Vorteile für Artenschutz, Biodiversität, Boden, Grundwasser, Klima und menschliche Gesundheit. Diese kämen voll zur Geltung, wenn regional erzeugte BIO & FAIR-Qualität kaufe.

 

Das Infopaket „Gentechnik“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, straubing@bund-naturschutz.de für  5 €  als Schein oder Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Gentechnik