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BUND Naturschutz fordert von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und Bundesumweltministerin Hendricks: Wiederzulassung von Glyphosat stoppen

Ausbreitung von Gentechnik und im Gefolge von Herbiziden wie Glyphosat abwehren - Einsatz von Gentechnik Einsatz derzeit nur bei Bio- Produkten garantiert ausgeschlossen


Nachdem die EU-Kommission offenbar eine Zulassung ganz im Sinne der Glyphosat-Hersteller anstrebt, ruft der BUND

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und Umweltministerin Barbara Hendricks in einer Online-Aktion auf, die Wiederzulassung von Glyphosat zu stoppen. Denn Anfang März stimmen die Mitgliedstaaten über die EU-Wiederzulassung von Glyphosat für mindestens zehn Jahre ab. Die jetzt bekannt gewordene Vorlage der Kommission leugne laut BUND die bisher unbestrittenen Umweltgefahren, die von Glyphosat ausgehen und wische dafür selbst die Bedenken der eigenen Behörde, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, vom Tisch. Denn die EFSA folgt ausdrücklich der Bewertung des Umweltbundesamtes, das Glyphosat gravierende Folgen für die biologische Vielfalt attestiert. Als Berichterstatter-Land komme Deutschland eine besondere Verantwortung zu. Und die zuständigen FachministerInnen hätten es in der Hand, die Bedenken von Umweltbundesamt und EFSA zu vertreten.
Deshalb ruft der BUND unter www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/glyphosat_verbieten/ alle BürgerInnen auf „Machen Sie deutlich, dass Sie nicht bereit sind, wider besseres Wissen den Weg dafür frei zu machen, dass es für wenigstens zehn Jahre in der ganzen EU keinerlei Reduktionsziele und Anwendungsbeschränkungen für Glyphosat geben wird“. Man müsse die EU-Kommission daran hindern, die Geschäftsinteressen der Pestizidhersteller über die Interessen der Menschen und der Umwelt zu stellen.

Die Entwicklung der genveränderten Pflanzen, die immun gegen bestimmte Herbizide wie Glyphosat, sind, sei längst in das vorhersehbare Stadium eingetreten, dass sich Immunität auch bei den bekämpften "Unkräutern" ausbreitet und immer mehr Gift eingesetzt werden muss, um die Ernten zu garantieren, warnt der BUND. VerbraucherInnen sollten jedenfalls auf „Nummer sicher“ gehen und nur Bio- Produkte kaufen, denn bei diesen ist der Einsatz von Gentechnik garantiert ausgeschlossen. BIO- Produkte nützten der eigenen Gesundheit und der ganzen Gesellschaft, die dadurch von Umweltbelastungen verschont bleibe. Der Bio-Landbau habe grosse Vorteile für Artenschutz, Biodiversität, Boden, Grundwasser, Klima und menschliche Gesundheit. Diese kämen voll zur Geltung, wenn regional erzeugte BIO & FAIR-Qualität kaufe.

 

Das Infopaket „Gentechnik“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, straubing@bund-naturschutz.de für  5 €  als Schein oder Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Gentechnik