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BUND Naturschutz rät: Dem Glyphosat-Risiko entgehen mit Bio-Bier - wirklich so rein wie es das Reinheitsgebot vorgibt - und stellt Bio-Getränke-Vielfalt In Infopaket vor

Nachdem das Umweltinstitut München das möglicherweise krebserregende Glyphosat in 14 verschiedenen deutschen Biersorten nachgewiesen hat, rät der BUND Naturschutz (BN); dem Glyphosat-Risiko zu entgehen mit Bio-Bier, das es längst auch alkoholfrei gibt. Die Vorgaben des Reinheitsgebotes von 1516 werden von Bio- Bier aus kontrolliert-biologischem Anbau noch übertroffen, weil das Reinheitsgebot nichts über die Erzeugung der Bier-Rohstoffe vorgibt. Der Bio- Anbau auch von Hopfen und Gerste trägt durch Verzicht von energieintensiven Industriedüngern und Spritzmitteln zum Schutz von Boden, Grund- und Trinkwasser und damit der menschlichen Gesundheit bei. Dass bayerisches Bier noch immer nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut werden muss, ist den meisten bekannt. Dass die damit vorgeschriebene „Reinheit“ aber von Bio- Bier aus kontrolliert-biologischem Anbau noch übertroffen wird, weil das Reinheitsgebot nichts über die Erzeugung der Bier-Rohstoffe vorgibt, ist weniger bekannt, so der BN. Die Erzeugung der Bier-Rohstoffe zur Malzherstellung Gerste, Weizen, Roggen und Dinkel sowie von Hopfen erfolgt für Bio- Bier ohne Einsatz chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel sowie leicht löslicher mineralischer Düngemittel. Der Bio-Hopfenanbau ist sehr anspruchsvoll. Der Hopfengarten wird als Mischkultur angelegt. Klee, Buchweizen oder Wicken werden als Untersaat zwischen den Hopfenreben eingesät und gemulcht. Mithilfe von Bodenorganismen werden die abgestorbenen, nährstoffreichen Pflanzenteile in Naturdünger umgewandelt, der positiv aus das Wachstum des Hopfens wirkt. Bio-Bier enthält nur wenige der für konventionelle Produkte rechtlich zugelassenen Zusätze und wird immer in den umweltverträglichen Glas-Mehrwegflaschen angeboten.


Weil die EU-Kommission offenbar eine Wiederzulassung von Glyphosat ganz im Sinne von dessen Herstellern anstrebt, ruft der BUND

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und Umweltministerin Barbara Hendricks in einer Online-Aktion unter www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/glyphosat_verbieten auf, die Wiederzulassung von Glyphosat zu stoppen. Denn Anfang März stimmen die Mitgliedstaaten über die EU-Wiederzulassung von Glyphosat für mindestens zehn Jahre ab. Die jetzt bekannt gewordene Vorlage der Kommission leugne laut BUND die bisher unbestrittenen Umweltgefahren, die von Glyphosat ausgehen und wische dafür selbst die Bedenken der eigenen Behörde, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, vom Tisch. Denn die EFSA folgt ausdrücklich der Bewertung des Umweltbundesamtes, das Glyphosat gravierende Folgen für die biologische Vielfalt attestiert. Als Berichterstatter-Land komme Deutschland eine besondere Verantwortung zu. Und die zuständigen FachministerInnen hätten es in der Hand, die Bedenken von Umweltbundesamt und EFSA zu vertreten. Man müsse die EU-Kommission daran hindern, die Geschäftsinteressen der Pestizidhersteller über die Interessen der Menschen und der Umwelt zu stellen.

Die Entwicklung der genveränderten Pflanzen, die immun gegen bestimmte Herbizide wie Glyphosat, sind, sei längst in das vorhersehbare Stadium eingetreten, dass sich Immunität auch bei den bekämpften "Unkräutern" ausbreitet und immer mehr Gift eingesetzt werden muss, um die Ernten zu garantieren, warnt der BUND. VerbraucherInnen sollten jedenfalls auf „Nummer sicher“ gehen und nur Bio- Produkte kaufen, denn bei diesen ist der Einsatz von Gentechnik garantiert ausgeschlossen. BIO- Produkte nützten der eigenen Gesundheit und der ganzen Gesellschaft, die dadurch von Umweltbelastungen verschont bleibe. Der Bio-Landbau habe grosse Vorteile für Artenschutz, Biodiversität, Boden, Grundwasser, Klima und menschliche Gesundheit. Diese kämen voll zur Geltung, wenn regional erzeugte BIO & FAIR-Qualität kaufe. Bekömmliche und empfehlenswerte Durstlöscher sind auch die mittlerweile auf dem Markt in grosser Vielfalt erhältlichen Bio-Getränke: Bio-Limos kommen teils sogar ohne Industriezucker aus, enthalten dafür wertvollen Bio-Honig oder Bio-Saftextrakte. Eine mittlerweile auf dem Markt erhältliche Vielfalt von Bio-Getränken stellt der Bund Naturschutz (BN) mit seinem Infopaket „Getränke“ vor. Es geht auf die Unterschiede von Saft, Fruchtnektaren und Fruchtsaftgetränken ein, wobei letztere nur einen Fruchtsaftgehalt von mindestens 6 % aufweisen müssen. Fruchtsaft dagegen muss immer 100 % Fruchtgehalt haben. Bio-Säfte tragen durch Verzicht von energieintensiv hergestellten Industriedüngern und Spritzmitteln im Bio-Obstbau zum Schutz von Boden, Grund- und Trinkwasser und damit der menschlichen Gesundheit bei.


Ein Infopaket „Bio- Getränke“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 €  als Schein oder Briefmarken oder Vorabüberweisung  auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „Bio- Getränke“.