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Energiesparen und höhere Energieeffizienz gegen Klimawandel und Atomgefahren in allen Sektoren nötig

Wenn Landwirtschafts-Minister Brunner die Bedeutung von Biomasse als wichtigste erneuerbare Energie darstellt und ein paar Seiten weiter im Interview diejenigen gefordert sieht, „die bisher gegen jegliche Einschnitte in die Natur waren“, dann ist -sollten damit die Umweltverbände gemeint sein, die seit jeher für eine ökologisch vertretbare Energieversorgung ohne Atomrisiko eingetreten sind - auf das Versäumnis gerade der Parteien CSU, CDU und FDP hinzuweisen, die viele Erfordernisse jahrzehntelang abgeblockt haben. Deren Verlogenheit ist ja erst wieder zu Tage getreten. Energiesparen und höhere Energieeffizienz sind prioritäre Mittel gleichermassen gegen Klimawandel und Atomgefahren. Die Erfordernisse beginnen nicht eingeengt gesehen bei der Art der Stromerzeugung oder Energieerzeugung, die selbstverständlich risikoarm und effizient, dabei immer klima- und naturschonend, insgesamt ökologisch verträglich erfolgen muss. Denn beide Gefahren beruhen auf einem Übermass an Energiehunger unserer Gesellschaft in allen Sektoren. Wie Industrie, Gewerbe und Haushalte müssen auch der Verkehrssektor und die Landwirtschaft einen gewichtigen Beitrag zum sparsamen Einsatz von Energie leisten. Letztere durch Ausrichtung auf den energiesparenden und klimaschonenden Öko-Landbau, die Politik muss dies befördern. Dazu dürfen aber nicht Bayerische Beamte aus Brunners Ressort ausschwärmen und die noch verbliebenen bäuerlichen Betriebe in Richtung auf Massentierhaltung „beraten“. Und weil in Sachen Energieeffizienz die Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen die weitaus bessere Alternative zum Intensivanbau von Mais, Raps etc. ist, muss die Staatsregierung die von ihr selbst aufgebauten Hindernisse für den Solarpark Straubing-Alburg/Harthof aus dem Weg räumen, damit die Chance zur Erzeugung umweltverträglicher erneuerbarer Energien sowie der ökologischen Aufwertung der Agrarlandschaft im Bereich Straubing-Harthof vollumfänglich genutzt werden kann. Das bestehende Vorranggebiet für den Lehmabbau dürfe die umweltverträgliche und energieeffizienteste Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen nicht verhindern.

Im Verkehr ist nicht zuerst die Frage zu klären, mit welcher Energieform am immer mehr Autos antreibt. Zuerst sind auch hier verkehrsträgerübergreifend Energiesparen und höhere Energieeffizienz gefragt durch vorrangige Förderung und Nutzung der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel Füsse, Fahrrad, Bus und Bahn. Mandatsträger und Regierende müssen genügend Geld für einen zeitgemässen Bahnverkehr und ÖPNV zur Verfügung stellen und der Bahn als sozial- und ökologieverträglichem Verkehrsträger eine deutliche Priorität zukommen lassen und sich einem Tempolimit auf Autobahnen für mehr Klimaschutz und Sicherheit nicht weiter verschliessen. Wer ehrlich Verkehr auf die Schiene verlagern will, darf nicht dem Bahn-Fernverkehr den hohen vollen Mehrwertsteuersatz aufbürden und den Flugverkehr steuerlich verschonen und mit weiteren Flughafen-Ausbauvorhaben sogar noch fördern. Dem motorisierten Verkehr müssen ambitionierte Grenzen von Energieverbrauch und des Schadstoffausstoss vorgegeben werden, anstatt Abwrackprämien wie gehabt zu verteilen, die nicht einmal an ökologische Kriterien gebunden waren. Schluss mit (hinter-)listig und borniert. Ran an die (lange versäumte) Arbeit, ihr Regierenden und beschliessenden Europa-, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker. Und beim gebotenen Hochschulausbau in Straubing gezielt auch Lehrstühle zur Ökobilanzierung nachwachsender Rohstoffe einrichten, damit die ökologisch wirklich verträglichen Pfade eingeschlagen werden in Sachen Biomasse!