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Keine geplante Obsoleszenz – Flächen bestmöglich ausnutzen – nur zweigeschossige Wohngebäude und eingeschossige Verbrauchermärkte nicht weiter verantwortbar in Sachen Flächenressourcenschonung

Wenn bei bestehenden Verbrauchermarkt- Flachbauten wie an der Ittlinger Straße Abrisse, Neu- oder Anbauten anstehen, muss auf eine mehrgeschossige Bebauung hingewirkt werden. Es war lang gute Praxis, bei Gebäuden mehrere Ebenen zu nutzen und ist es im urbanen Bereich anderer Städte immer noch. Es gibt seit jeher einen Baubestand, der erdgeschossig mit Geschäften und obergeschossig zu verschiedenen Zwecken genutzt wird. Um den Vorgaben zur Vermeidung unnötiger Flächeninanspruchnahme gerecht zu werden, darf der Träger der Bauleitplanung den gewerblichen Bauinteressenten für Bau-, Fach- und sonstige Einkaufsmärkte keine flächenverschwendenden rein eingeschossigen Bebauung erlauben, sondern hat eine – je nach örtlichem Umfeld angepasste – mehrgeschossige Bebauung vorzusehen, die ohne weiteres erdgeschossig für fast jede Art von Geschäft genutzt werden kann. Obergeschosse der Gebäude können dabei anstatt mit Verkaufsflächen mit Gewerbe / Kanzleien / Praxen oder Wohnraum genutzt werden und somit an anderer Stelle zusätzliche Flächeninanspruchnahme vermeiden. Diese bauleitplanungsrechtliche Verpflichtung und ökologische Notwendigkeit kann auch nicht durch das Auftreten einschlägiger Bauinteressenten für Einkaufsmärkte mit standardisierten eingeschossigen Hallenbauvorhaben aufgehoben oder ausser Acht gelassen werden. Selbst wenn Discounter Aufteilung der Verkaufsfläche auf zwei Geschosse ablehnen sollten, was sie wegen des unseligen „interkommunalen Wettbewerbs“, mit dem Städte und Gemeinden um jeden Bauwerber und potentiellen Ansiedler buhlen, erstmal versuchen. Meist an der Peripherie, zu Lasten der gewachsenen Ortskerne, und unter Maximierung der Verkehrsflächen. Und selbst wenn sich einige Planungsbüros nicht mit anspruchsvollen Vorgaben aufzutreten trauen, weil sie keinen Bauwerber als ihren Kunden verprellen wollen: Die Stadt bietet ein so grosses Nachfragepotential gerade für Lebensmittel, dass man sich nicht jeder Forderung nach Billig-Flachbauweise beugen muss, sondern auch gehobene Standards für diese Geschäftsbauten vorgeben kann.


Tagblatt-Redakteur Wolfgang Engel hat noch weitere Beispiele unausgeschöpfter Potentiale zur Flächenressourcenschonung dankenswerterweise kürzlich im aufgezeigt. Zur Liste gehören die Flachbauten an der Schildhauerstrasse, die Dreifachturnhalle der Jakob-Sandtner-Realschule oder der geplanten Kaufland-Markt am Otto-von-Dandl-Ring, wo aus einem mehrgeschossigen REAL-Gebäude wieder ein nur eingeschossiger Flachbau mit maximalem Flächenverbrauch entstehen soll. Mit der jeweiligen „Garnierung“ mit einer Unzahl von Parkplätzen.


Der Anregung von ÖDP-Stadträtin Maria Stauber nach fünfgeschossigem Bau der Wohnanlage zwischen Schanzlweg und Sudetendeutscher Strasse, ist zuzustimmen. Auch diejenige an der Äußeren Passauer Straße sollte nicht wie in einer skizzenhaften Darstellung des Staatlichen Bauamts Passau auf zwei Geschosse beschränkt bleiben. Dieses hat schon verschiedentlich bei Gebäuden der öffentlichen Hand auf eine angemessene Höhenentwicklung verzichtet, etwa bei der JVA-Sicherungsverwahrung, was bei der rasanten Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsflächen nicht verantwortbar ist. Dies gilt auch für die vorgesehene kurze Nutzungszeit neuer Gebäude von nur 10 Jahren. Eine solche geplante Obsoleszenz durch eine Staatsbehörde, wo energieaufwändig hergestellte Baustoffe, ob Ziegel, Stahl, Glas oder Beton usw. geplanterweise in kürzester Zeit zu Schutt degradiert werden sollen, geht nicht an. Noch dazu, wenn gleichzeitig die bayerische Staatsregierung im Internet die Rohstoffwende Bayern ausruft. Als zulässig und akzeptabel können daher fortan generell nur noch Bauten in Frage kommen, die bestmöglichen ökologischen Standards („best practice“), bezüglich Flächen-, Energie-, und sonstiger Ressourcenschonung darstellen.