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Konsequentes Vorgehen gegen Müll-Schlamperei mit Auflagen für Veranstalter und Überlasser des Veranstaltungsgeländes

Dabei muss schon weit vor dem Wegräumen der Hinterlassenschaften unbelehrbarer Müll-Schlamper und Nach-mir-die-Sintflut-Denker bzw. Gar-nichts- Denker, die alle ihnen angediehenen Umweltbildungsangebote unbeschadet durchlaufen haben, ohne auch nur von einem der Inhalte belastet worden zu sein, etwas Vorbeugendes stehen: die Verpflichtung der Veranstalter seitens der Genehmigungsbehörden zu wirksam greifenden Massnahmen von Abfallvermeidung, sortenreiner Erfassung und stofflichen Verwertung von Abfällen. Was von jedem einzelnen Bürger zu erwarten ist, muss auch für Grossveranstaltungen und ihre Ausrichter gelten, die ihren Teilnehmern damit ein anständiges, rücksichtnehmendes und verantwortbares Verhalten einzufordern und abzuverlangen haben. Denn Müll-Schlamperei bedeutet über die Vermüllung eines Grundstückes bzw. der Landschaft hinaus auch eine Verschwendung von Ressourcen und Energie und ist daher schlichtweg nicht länger verantwort- und hinnehmbar.


Das gilt nicht weniger für die Vermüllung der Landschaft und insbesondere der Weges- und Strassenränder. Gegen die wilden Müllablagerungen, die mit der weggeworfenen Zigarettenkippe anfangen und bis zu Elektrogeräten und jeder Menge Plastikmüll reichen, braucht es ein weitaus konsequenteres Vorgehen als bisher. Bausteine dazu, wie diesen vorgebeugt bzw. diese wirksam unterbunden und geahndet werden können, stellt ein Konzept einer koordinierten Anlagenaufsicht aller dienstlich unterwegs befindlichen Mitarbeiter von Staatlichen Bauämtern, Städten, Landkreisen und Gemeinden dar. So soll im Rahmen einer koordinierten Strassen- und Anlagenaufsicht mit konsequent strenger Verfolgungs- und Ahndungspraxis das Personal aller für Streckenkontrollen, Strassenunterhalt, Sicherheit und öffentliche Ordnung zuständigen Stellen vom Staatlichen Bauämtern über die Mitarbeiter von Tiefbauämtern und Bauhöfen von Städten, Landkreisen und Gemeinden im Aussendienst bis hin zu Naturschutz- und Sicherheitswacht sowie Polizei zur konsequenten Meldung von beobachteten Verstössen angehalten werden. Soweit diese nicht selbst gleich für die Ahndung dieser abfallrechtlichen Delikte zuständig sind, sollen sie diese umgehend den für die Verfolgung und Ahndung von nicht ordnungsgemässer Entsorgung – auch und gerade aus Fahrzeugen heraus - zuständigen Stellen melden. Die Umwelt- oder Ordnungsbehörden müssten eine strenge Ahndung unter voller Ausschöpfung des Bussgeldrahmens sicherstellen.


Damit kann verhindert werden, dass derartige Verstösse zwar von Angehörigen des Aussendienstes einer Dienststelle beobachtet oder festgestellt werden, diese Mitarbeiter aber aus „mangelnder Zuständigkeit“ für diese „Art von Ordnungswidrigkeiten“ nicht eingreifen und die Müll-Schlamper unbehelligt bleiben. Auszudehnen wäre dies auf eine koordinierte Strassen- und Anlagenaufsicht mit gleicher Verfolgungs- und Ahndungspraxis auf Überwachung von Parkanlagen, Kontrolle des Rauchverbotes an Kinderspielplätzen und des Fahrverbotes in naturschutzrechtlichen Schutzgebieten, Schutz vor Vandalismus, Unterbindung von Motorrad- und Quadfahrten auf Geh- und Radwegen, Verfolgung des behindernden Geh- und Radwegparkens und weiterer verkehrs- und abfallrechtlicher Ordnungswidrigkeiten. Alles Taten, die scheinbar bisher unter der Eingreif-Schwelle der Polizei liegen bzw. bisher aus Personalmangel oder „fehlender Zuständigkeit“ der sich im Aussendienst befindlichen Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes nicht verfolgt und geahndet werden, was sicher zur Verbreitung dieser Unsitten geführt habe. Nachdem Müll-Schlamper mit mangelndem Sortierwillen auch mit Überfüllung von Restmülltonnen den gewissenhaften Wertstoffsortierern schaden, seien auch hier Kontrollen nötig und nach Verwarnung per Aufkleber oder Anhänger das künftige Stehenlassen überfüllter Restmülltonnen.

Die lange Zeit geübte Rücksichtnahme gegenüber den rücksichtslosen praktisch unbelehrbaren Personenkreisen zu belassen, käme der Inkaufnahme einer weiteren Zunahme der genannten Delikte gleich und ist daher aufzugeben. Damit Einwegabfälle vermieden würden, muss sich die Nutzung von Mehrwegflaschen und -behältern stärker finanziell lohnen. Die Politik muss mit dem Instrument eines intelligenten ökologisch-sozialen Steuersystems dafür sorgen, dass sich Abfallvermeidung generell rentiere und nicht die Verschwendung von Ressourcen.