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Nur weniger Fleischkonsum erübrigt Schlachthöfe und Tötungsmaschinerie - Leberkassemmeln wachsen nur zum kleineren Teil auf dem Acker

Die Gegner des in Atting geplanten Regionalschlachthofes halten den Standort Atting für einen Schlachthof nicht geeignet. Als Argumente werden angeführt der Wertverlust der Häuser, die Übernachtungsmöglichkeiten im Flugplatzrestaurant, die „Hightech“-Betriebe am Flugplatzes Straubing-Wallmühle, für deren geplante Erweiterung derzeit die Verfahrensbeteiligung läuft und eine steigende Umwelt- und Verkehrsbelastung. Die umso höher ist, je länger die quälenden Tiertransporte sind, weil der Straubinger Schlachthof geschlossen und dessen Schlachtkapazitäten durch VION in noch grössere Strukturen nach Landshut konzentriert wurden. Selbstverständlich wäre es am besten, wenn sich Schlachthöfe erübrigen würden. Das ginge aber nur bei deutlich weniger Fleischkonsum in unserer Gesellschaft. Nur weniger Fleischkonsum erübrigt die Tötungsmaschinerie und die Missstände und Grausamkeiten in den Schlachthöfen. Ehrenwert ist, dass im Flugplatzrestaurant ein veganer Stammtisch existiert, dem guter Zuspruch zu wünschen ist. Tierleid aber findet standortunabhängig Tag für Tag, Stunde für Stunde massenhaft in der industriellen Massentierhaltung und Fleischfabrikation statt, ohne dass es grosse Betroffenheit auslösen würde, solange es „weit genug weg“ ist. Leberkassemmeln wachsen eben nur zum kleinen Teil auf dem Acker, argentinisches Rindersteak aus dem „Feinkost“geschäft, die Gänsestopfleber aus Ungarn oder die polnische Hafermastgans, der Volksfestgickerl und Billig-Fleisch vom Discounter führt zwar zu keinem Tierleid in Atting, aber eben anderswo. Wer Fleisch essen will, sollte dies nur in geringem Masse tun – und nur achtsam und tierschutzgerecht erzeugtes Bio-Fleisch kaufen.

Jede Vegetarierin und jeder Vegetarier erspart nicht nur den Tieren entsprechendes Leiden, sondern auch der Umwelt klimaschädliche Emissionen. Schlachtfabriken wird es immer in dem Ausmass geben, wie Fleisch gekauft wird, das bestimmt massgeblich die Verbraucherschaft. Dabei darf die Verantwortung von Politik und Behörden keineswegs aussen vor bleiben. Sie hat Eier und Fleisch aus Massentierhaltung von den Speiseplänen zu verbannen, auch von Volksfesten, deren Ausrichter oder Veranstalter sie ist. Insofern gehören alle Gemeinde-, Kreis- Stadträte ebenso wie alle Abgeordneten zum handlungspflichtigen Personenkreis.