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„Ökovita Plus mit Familienfest“ zeigt mit motorisierter Freizeitbespassung höchst fragwürdiges Verständnis von Nachhaltigkeit

Ausschluss von Bio- Anbieter

Es beweist keinerlei oder zumindest ein höchst eigenartiges und fragwürdiges Verständnis von Nachhaltigkeit, wenn bei der als Fachausstellung für „Nachhaltigkeit im Alltag“ angekündigten Ökovita mit „Familienfest“ Anbieter von Bio-Verpflegung mit dem lapidaren Verweis „dass sie gemäss dem Gestaltungskonzept für das Jahr 2014 nicht zum Zuge kommen können“ abgewiesen werden. Bio-Verpflegung passt nicht zur Nachhaltigkeit im Alltag? Hä, was dann? Cola, Ross- und andere Würste und alles von gespritzten Äckern der industriell-intensiven Landwirtschaft?

 

Als wirklich nachhaltige Lebensmittelproduktion ist daher nur die Landbewirtschaftung nach ökologischer „Best Practice“ anzusehen und vertretbar. Die Lebensmittelproduktion unter den heutigen Bedingungen der industriell-intensiven Landwirtschaft schafft die bekannten Probleme wie die schleichende Entwertung und Verunreinigung von Boden, Grund- und Trinkwasser durch Dünger- und Chemikalien-/Pestizideinträge bis hin zu gesundheitsgefährdenden Antibiotika-Resistenzen. Das dürfte den Veranstaltern nicht unbekannt sein. Warum halten sie Bio-Lebensmittel von einer Fachausstellung für „Nachhaltigkeit im Alltag“ mit „Familienfest“ fern und enthalten sie den Besuchern?

 

Diesem Vorgang ist keine Spur an Ernsthaftigkeitzu entnehmen, wirklich auf ökologisch Nachhaltigkeit zu setzen. Es wird wieder einmal nur der positiv belegte Begriff der Nachhaltigkeit verwendet, um ihn sich für ein weniger als halbherziges Unterfangen ans Revers heften zu können. Passt ja gut zur „Bioenergie-Region Straubing-Bogen“. „Bioenergie“ aus dem Anbau von Energiepflanzen stammt fast nie aus Bio-Erzeugung, ihr Beitrag zum Klimaschutz ist fraglich. Neuerdings ist man auch noch zur „Bildungsregion“ aufgestiegen, weil ja scheinbar allüberall woanders es daran hapert. Muss erst in der „Bildungsregion“ die Bedeutung von Nachhaltigkeit vermittelt werden? Will man wahrscheinlich auch nicht weiter vertiefen, denn die Informationen darüber wären ja längst verfügbar und wurden schon oft unterbreitet, scheinen aber die Verantwortlichen wenig zu interessieren. Würde wohl ein eingefahrenes Weltbild zerstören... Ware wohl echt schlimm in unserer Bioenergie- und Bildungsregion, oder?