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Primat für Klimaschutz: komplettes Earth Century statt nur eine Earth Hour nötig

Wenn man den Klimaschutz wirklich ernst meint und nimmt, braucht es weit mehr als solche symbolhaften Events wie dieses kurzzeitige Earth Hour- Lichtausknipsen und das überall und beherzt und über einen längeren Zeitraum: ein komplettes Earth Century, ein ganzes Jahrhundert, das sofort zu beginnen hat und in dem jedwedes Handeln eindeutig unter dem Primat von Klimaschutz und Verteilungsgerechtigkeit steht. Dabei gilt es, die soziale und ökologische Krise zusammen zu begreifen und dagegen anzugehen, denn ökologischer Fußabdruck und Energie- und Ressourcenverbrauch unserer unhinterfragten Wirtschaftswachstums- und materiell-industriellen Wohlstands Gesellschaft haben extreme Übergrösse. Wir dürfen und können nicht weiterhin ungestraft mit übergrossen XXL-Datschern auf dem Planeten herumtrampeln. Damit sich dieses Herumtrampeln im Übermass nicht mehr rentiert, sich nicht auch noch monetär für die Trampler auszahlt, muss die Politik eine deutlich höhere soziale und ökologische Verteilungsgerechtigkeit schaffen. Im Rahmen einer ökologisch nachhaltigen Energie-, Agrar-, Rohstoff-, Verkehrs- Wirtschafts- und Konsumwende: Damit ein Gegensteuern noch durch in Ruhe planbare steuerbare und umsetzbare Maßnahmen möglich ist. Bevor eine völlig aus dem Ruder laufende Entwicklung weitaus drastischere Szenarien diktiert und Schadensbegrenzung nur noch in hektischem Aktionismus im Katastrophenmodus erlaubt. Dazu braucht es ein intelligent nach marktwirtschaftlichen Prinzipien steuerndes ökologisch-soziales Steuersystem, das Leistung belohnt, aber auf gerechte Verhältnismässigkeit der Einkommensverteilung achtet. Das den "Faktor" menschliche Arbeit grundsätzlich entlastet und den Energie- und Ressourcenverbrauch verteuert, d.h. mindestens mit all seinen externen Sozial- und Umweltfolgekosten belastet. Planbar und berechenbar für alle „Wirtschaftssubjekte“. Alles Handeln muss unter dem Primat von Klimaschutz, sozialer sowie ökologischer Nachhaltigkeit und Verteilungsgerechtigkeit stehen und ist nach der besten verfügbaren ökologischen Praxis auszurichten, im Kleinen wie im Grossen.


Generell ist auf den Vorrang von Energiesparen und höherer Energieeffizienz zu pochen, auf weniger Energieverbrauch. Der im Endeffekt von unserem Konsumverhalten einschliesslich Mobilitäts-, Sport- und Freizeitverhalten abhängt. Es verbietet sich jegliches Handeln, das der dringend gebotenen ökologischen Nachhaltigkeit entgegenwirkt, sie konterkariert oder auch nur ihr Erreichen gefährdet. Diesem Ziel zuwiderlaufende Strukturen und Regelungen sowohl des Steuer- wie auch des Ordnungsrechts sind grundlegend auf diese Zielrichtung umzupolen, damit ökologisch verträgliches Handeln gefördert wird und schädliches unterbleibt. Allein mit wie auch noch so guten Beschlüssen der Weltklimakonferenz werden die CO2-Emissionen nicht in nötigem Umfang sinken. Auch mit dem Abschalten oder Stilllegen von Kraftwerken, betrieben mit welchem Energieträger auch immer, ist noch keine Energiewende geschafft. Politische, staatliche, behördliche und kirchliche Mandats- und Amtsträger auf allen Ebenen stehen hier in der Verantwortung desTätigwerdens. Sie und wir alle müssen und können wohl gerade noch rechtzeitig mit vielen Einzelaktivitäten, gebündelt zu grösseren Massnahmepaketen der bedrohlichsten Entwicklung entgegenwirken. Wir alle. Jede(r) einzelne im eigenen Wirkungsbereich. Und in Erfüllung ihrer Vorbildfunktion zuvorderst der Staat und die gesamte öffentliche Hand von der Bundeswehr über die Staatlichen Bauämter bis zu Landkreisen, Städten und Kommunen. Und bis zur einzelnen Kirchengemeinde und Pfarrei. Und die alle mit einem umweltfreundlichen und fairen Beschaffungs-wesen. Vom ökologisch nachhaltigen Mobilitätsmanagement über den Locher aus Recyclingkunststoff bis zum Pfarrbrief aus Recycling-papier aus 100% Altpapier. Alles Verwaltungshandeln nach der besten verfügbaren ökologischen Praxis. Drunter bleiben geht nicht mehr!