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Was hat die Flussperlmuschel mit dem Fischotter zu tun?

 

Zum Leserbrief „In der Zwickmühle“ in der Ausgabe vom 3. Dezember

Als örtlicher Vertreter des BN (Bund Naturschutz) möchte ich ein paar Fakten im vorher genannten Leserbrief richtig stellen:

Das Aussterben der Flussperlmuschel hat sich in den letzten Jahrzehnten in den Bächen des Bayerischen Waldes vollzogen, als es noch kaum Fischotter gab. Im Perlbachtal bei Mitterfels habe ich vor 30 Jahren nur noch ein paar Schalen der Flussperlmuschel gefunden. Ein paar Jahre später war sie im Landkreis in allen Bächen, die Perlbach heißen oder genannt werden, ausgestorben. Das Hauptproblem der Flussperlmuschel war und ist, dass die jungen Muscheln, die im Bachbett zwischen den Kieseln leben, sehr empfindlich auf Verschmutzung, Schlamm- und Erdeintrag reagieren und deshalb seit den 50ger Jahren des letzten Jahrhunderts keine Jungmuscheln mehr überlebt haben. Die Muscheln werden zwar bis 60 bis 70 Jahre alt, die letzten alten werden also bald sterben.

Im Gegensatz dazu breitet sich der Fischotter in den letzten Jahrzehnten langsam wieder vom Nationalpark her bis zur Donau aus. Ebenso wie Eisvogel, Schwarzstorch und Gänsesäger kann der Fischotter in einem natürlichen Gewässer mit Verstecken aus Baumstämmen und Schwemmholz die Fische nicht ausrotten.

Wenn wir die Flussperlmuschel erhalten wollen, bleibt uns nur der Weg zu mehr Natur und auch einer naturverträglichen Landwirtschaft. Nicht der Fischotter ist das Problem, sondern wir und unser Umgang mit der Natur.

 

Andreas Molz

Kreisvorsitzender