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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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Alle Akteure in Sachen naturnaher gift- und torffrei Gärten und Grünflächen gefragt: Gärten naturnah anlegen sowie gift- und torffrei pflegen - Gärtnern ohne Torf schützt CO2-Speicher und Lebensraum Moor – Beitrag zu Biotop- und Klimaschutz zugleich

Laut BUND Naturschutz (BN) werden nach wie vor Moore zur Torfgewinnung vernichtet. Und mit ihnen viele seltene Pflanzen und Kleintiere. Moore sind nicht nur Lebensraum für Arten wie den Sonnentau oder das Birkhuhn, sie speichern auch das Klimagas Kohlendioxid. Ausserdem belasten und verschmutzen die dort oft immer noch unnötigerweise eingesetzten giftigen Spritzmittel Boden und Grundwasser. Um diese vor Schadstoffeintrag und Überdüngung, gerade durch industriellen Stickstoffdünger zu bewahren, ruft der BN zur naturnahen Gestaltung sowie gift- und torffreien Garten- und Grünflächenpflege auf.


Dabei stünden neben den Gartenbesitzern vor allem auch die politischen, staatlichen, behördlichen sowie kirchlichen Entscheider in der Verantwortung. Denn sie seien Auftraggeber für die Bewirtschaftung und Pflege ihrer Liegenschaften. Kommunen wiederum müssten auch über die Bauleitplanung bei der Baulandausweisung Verzicht auf Torf-, Pestizid- und Industriedüngereinsatz festschreiben. Gerade weil der Bundesgesetzgeber die im Sinne einer klarstellenden Verschärfung nötige Reform des Pflanzenschutzgesetzes (PflSchG) bisher nicht angegangen hat und damit der Sicherstellung des Schutzes der Naturgüter Wasser und Boden sowie der menschlichen Gesundheit nicht nachgekommen ist, besteht das dringende Erfordernis, dies im Rahmen des gemeindlichen Bauleitplanungsverfahrens wahrzunehmen. Mandats- und Amtsträgern indessen hätten sich für den Schutz von Wasser und Boden und der n Gesundheit aller Nachbarn einzusetzen, die bisher unter der Giftspritzerei auf angrenzendes Grundstücken leiden.


 

In der Gartensaison und Millionen Beete und Blumentöpfe werden neu bepflanzt. In Gartencentern und Baumärkten stapeln sich bereits die Säcke mit Blumen- oder Pflanzenerde. Da Garten- und Blumenerde bis zu 90 Prozent aus Torf besteht, rät der BUND jedoch vom Kauf herkömmlicher Erden ab. Die Torfgewinnung vernichtet Moore In Deutschland werden jährlich etwa zehn Millionen Kubikmeter Torf verarbeitet. Zwei Millionen davon durch privaten Verbrauch. Geht die Zerstörung der Moore weiter wie bisher, rechnet der BUND mit einer Erschöpfung der zum Abbau genehmigten Torfvorräte in etwa zehn Jahren. Für den Klimaschutz hätte dies dramatische Folgen. Allein in Deutschland setzt die Torfgewinnung jährlich rund zwei Millionen Tonnen CO2 frei. Zusatzstoffe wie Kompost, Rindenhumus oder Holzfasern können den Torf-Anteil der Gartenerde problemlos ersetzen. Eines der besten Mittel zur Bodenverbesserung ist der eigene Kompost. Wer einen Garten hat, kann selbst kompostieren, führt dem Boden mit Kompost organisches Material mit hoher biologischer Aktivität zu und hat gleichzeitig eine organische Düngung. Daher bietet der BN)in einem Infopaket Garten Tipps zum „Richtig kompostieren“ und "Torffrei gärtnern sowie zur naturnahen Gartengestaltung an. Streuobstwiesen als Paradiese aus Menschenhand für viele Arten zu schützen und neu anzulegen rät der BN ebenso.


 

Das Infopaket Garten gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 963910 oder straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein, Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG, mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Garten“ .