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 AWO übergibt als Teil des Umweltprojekts 2017 „LebensRäume“ Nistkästen als grosse Hilfe für Vögel an BN

Im Projekt „Lebens-Räume“ engagieren sich Jugendliche und junge Erwachsene, die an der Jugendmaßnahme des Jobcenters „Second Chance“ bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) teilnehmen. Das Umweltprojekt wird im Rahmen der Maßnahme des Jobcenters durchgeführt. Die Initiatoren des Projektes beim Umweltministerium sind der Überzeugung, dass spontane, emotionale und positive Naturerfahrungen einen wesentlichen Beitrag leisten, die Bereitschaft für Umweltengagement bei Jugendlichen zu fördern.


In Kooperation mit der unteren Naturschutzbehörde im Amt für Umwelt und Naturschutz der Stadt Straubing erstellten sozial benachteiligte Jugendliche als Multiplikatoren eine Wanderausstellung zum Thema „Lebens-Räume“, die das erarbeitete Wissen an Schulen oder anderen öffentlich zugänglichen Stellen präsentiert. Mit Infos und anschaulichen Plakaten wurden sie dabei vom BUND Naturschutz (BN) unterstützt. Dieser stellte auch Holzteile zur Fertigung von Nistkästen für Vögel zur Verfügung. Etliche der entstandenen Nistkästen wurden nun von zwei AWO-Projektteilnehmerinnen mit Anleiter Stefan Pisch, Sozialpädagogin Katrin Biedermann, Abteilungsleiter Siegfried Werner und Geschäftsführer Klaus Hoffmann dem BN überreicht. Dieser will sie teils selbst aufhängen und teils gegen Spende an Interessenten abgeben. Hoffmann und Biedermann erinnerten erfreut an vorherige Kooperationen etwa zur Zurückdrängung von Neophyten im Frauenbrünnl-Biotop.


2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer bedankte sich für die Arbeit und die Nistkästen und wies in diesem Zusammenhang auf den Wert und die Bedeutung alter Baumbestände für die heimische Tierwelt in der Stadt ebenso wie in freier Landschaft hin. Ideal sei die Vernetzung mit anderen naturnahen Strukturen wie Hecken, Gewässern, Wiesen und naturnahen Gärten. Diese seien genauso hilfreich für Kleinsäuger wie Igel und allerlei Insektenarten, die auf überbauten oder eher ausgeräumten Agrarflächen keinen Lebensraum mehr fänden. nicht zuletzt setzt sich der BUND für den Erhalt alter Baumbestände ebenso ein wie für die Schaffung neuer naturnaher Lebensräume wie etwa einen Grünen Ring für Straubing, in dem Bäume wieder eine Chance zum Altwerden erhalten sollen. Im Interesse der Allgemeinheit müsse auch durch giftfreie Bewirtschaftung und Pflege von Gärten, aller Grünflächen und der Landbewirtschaftung nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus zum Schutz und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt beigetragen werden. Die Vogelwelt sei als Teil des Netzwerkes des Lebens genauso schutzbedürftig wie ihre Nahrungsgrundlage, ob Insekten, Samen, Körner oder Regenwürmer. Sie dürfe nicht durch Pestizideinträge irreparabel geschädigt werden.


Infopakete „Vogelschutz“ und „Naturnaher Garten“ gibt es bei Abholung beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing kostenlos oder unter Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein oder Briefmarken oder Vorabüberweisung von auf das Konto auf das Konto des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Vogelschutz bzw. Garten“.