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Beispiele anständiger Tierhalter widerlegen nicht die Grausamkeiten in Massentierhaltung Schlachtbetrieben

Wenn der Bauernverband auf Positiv-Beispiele anständiger Tierhalter mit Besichtigungsmöglichkeiten verweist, so ist unbestritten, dass es diese nach wir gibt. Das widerlegt aber in keinster Weise die Existenz der vielen verwerflichen Negativ- Beispiele, bei denen der Bauernverband keine Besichtigungen a la „offene Hoftüre“ anbietet. Wie wär´s etwa mit einem Öffentlichkeits- und Pressetermin bei Bayern-Ei oder Wiesenhof-Vertrags-Mastbetrieben? Und zwar dann, wenn nicht frisch komplett aus- und eingestallt ist. Wenn grade eine Ladung Masthähnchen auf die berüchtigten Sattelschlepper mit den schwarzen Planen verstaut und auf die letzte Reise geschickt wird. Die Kadaver-Bilder stammen von Tierschutz- Aktivisten. Vom Bauernverband stammen nur die schönen. Erstere entlarven aber die zum „Untermauern“ des Schönredens eingesetzten Letztgenannten. In dieses seitens der Lobbyisten bewusst verzerrte /Trug-)bild passt das genauso bewusste Nichtreagieren der Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf im Bayern-Ei Salmonellen-Skandal: Sie unterliess eine mehrmals erbetene Mitteilung, welche politischen behördlichen / rechtlichen Konsequenzen aus den Filmaufnahmen aus der Hühnerfarm, die gemäß GPS-Angaben im Bayern Ei-Stall Ettling entstanden sind, ihrerseits gezogen wurden.

Auch das ihr unterstehende Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit verweigerte Auskunft darüber, wann und mit welchen Massnahmen abgeklärt und verifiziert wurde, dass die Bilder aus einem Bayern-Ei-Betrieb stammen. Grausamkeiten wohlgemerkt, die laut einer Veterinärmedizinerin von der Bundestierärztekammer als klarer Rechtsverstoß zu werten sind, Warum wohl verweigern sie die Auskunft darüber?

Wohl aus demselben Grund, aus dem offenbar die Staatsanwaltschaft belegen kann, dass es entgegen den offiziellen Aussagen zu zahlreichen Erkrankungen auch in Deutschland und Bayern gekommen ist: um den schönen Schein zu wahren, dass keine ungeahndeten Grausamkeiten in der Massentierhaltung gebe, dass alles o.k. sei. Ministerielle Beruhigungspillen, die dem bauernverbandlichen Schönreden bis Leugnen des vielfach dokumentierten massenhaften Tierleid in Massentierhaltungsanlagen und der erschreckenden Missstände in Schlachtbetrieben in nichts nachstehen.

Schon das Zulassen und Dulden von Machenschaften, wie sie bei aufgedeckten Agrarindustrie- und Massentierhaltungs-Skandalen immer öfter zu Tage treten, lässt tief blicken, welche Agrar- und Schlachtindustrie-willfährigen Interessen man vertritt oder fördert. Noch offenkundiger wird das Bedienen dieser Interessen durch das verwerfliche Abstreiten und in-Abrede-stellen der teils ekelerregenden Missstände. Igitt vor so einem verbandlichen und sogar regierungsamtlichen Politgehabe!

Die Tatsache, dass der Fleischkonsum runter muss, um die Grausamkeiten in der Massentierhaltung zu verringern, bleibt unangefochten bestehen. Auch dass man kein Billigfleisch und keine Discounter-Billignudeln, - Kekse, Mayonnaise oder -Fertiggerichte und -Fertigkuchen kaufen soll, in denen die Eier aus den Massentierhaltung landen. Nämlich nachdem man sie wegen der Kennzeichnungspflicht der ganzen rohen Eier immer schwerer loswird.

Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer, 2. Kreisvorsitzender

stellvertretender Sprecher Landesarbeitskreis Abfall / Kreislaufwirtschaft / Ressourcenschonung