Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2017

Pressemitteilungen 2016

Pressemitteilungen 2015

Pressemitteilungen 2014

BN begrüsst verdichtete Wiederbebauung und pocht auf sparsamst-effiziente Energienutzung sowie zusätzliche Haltestelle bei Bebauungsplan An der Persiluhr

Die verdichtete Wiederbebauung beim Bebauungsplan An der Persiluhr begrüsst der BUND Naturschutz (BN) in seiner Stellungnahme an die Stadt. Man sieht in dieser zentralörtlichen Lage innerstädtischen urbanen Siedlungsumfeld sogar noch „Luft nach oben“ für eine fünfgeschossige Bebauung (E + IV =V) auch in den Bereichen, in denen der Planeintrag nur „IV – V“ vorsieht. Städtischerseits solle zur Ausnutzung der bisher nur sehr niedrig überbaute Fläche auch die Dreifachturnhalle an der Jakob-Sandtner-Realschule um ein bis zwei Obergeschosse aufgestockt werden. Erforderlich sei schon jetzt ein Baustandard, wie ihn die EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz ab 2021 für alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude vorgibt.

 

Keinesfalls dürften hier die Chancen für energieeffizienteste Energieversorgung mit Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung verpasst werden, indem dieser in Gebieten unterlassen werde, wo er die energieeffizienteste Art der Energieversorgung darstelle.


Dementsprechend solle vom Wissenschafts-Areal bis zur Bebauung an der Persiluhr und der Jakob-Sandtner-Realschule samt Dreifachturnhalle und umliegender Bereiche mit dichter Bebauung die zu erwartende Wärmebedarfsdichte untersucht werden. Dabei solle auf den Einbezug weiterer naher potentieller Wärmeabnehmer wie der Brauerei Röhrl als Abnehmer von Nahwärme im Grundlastbereich als Prozesswärme hingewirkt werden, wenn bzw. soweit die Wärmebedarfsdichte über der in der Fachwelt anerkannten Grenze von 1,5 MWh/(m*a) liegt Anderes gälte nur, wenn die Energieversorgung nachweislich bzw. nachgewiesenermassen in einer noch energieeffizienteren Art und Weise als durch Kraft-Wärme-Kopplung auf der Basis forstlicher Biomasse sichergestellt werden könnte. Eine qualifizierte Entscheidung könne nur erfolgen, wenn die Grundlagen wie Wärme- und Kältebedarf bzw. die zukünftig zu erwartende Wärmebedarfsdichte auch im Hinblick auf zu erwartende Entwicklungen im Einzugsbereich des Wärmeleitungssystems bestmöglich ermittelt und abgeschätzt werden. Nur auf einer solchen bestmöglich fundierten Basis seien Entscheidungen für die Art und Weise der Energieversorgung zu treffen, so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer.

Die aus energetischer Sicht nötige Dämmung solle unter Ausschluss von Materialien, bei denen gesundheitliche Bedenken bestehen bzw. für die keine ökologisch vertretbaren sinnvollen Wiederverwertungsmöglichkeiten bestehen. Alternativen zu geklebten geschäumten Kunststoffen. seien Dämmsysteme aus heimischen Holzwerkstoffen, Altpapierschnitzeln oder nachwachsenden natürlichen Materialien wie Flachs.

Dies sei durch Stadt und Bauträger auch vorausschauend auf das Ende der Nutzungszeit von Bauwerken bzw. von Bauteilen sicherzustellen, um die Entstehung neuer nicht oder schlecht entsorgbarer Altlasten zu vermeiden.


Als Ausgleichserfordernis zum Schutz des Schutzgutes Wasser sieht der BUND den Zubau ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für den Rückhalt und die Nutzung des anfallenden Dachflächenwassers anstelle von energieaufwändig aufbereitetem Trinkwasser an. Die Notwendigkeiten zur Gefahrenabwehr und Schadensvermeidung sowie der Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips wurden durch die jüngste Hochwasserkatastrophe vor Augen geführt. Dies erfordere bei jeglicher Neu- oder Wiederbebauung den Zubau ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für den Rückhalt und die Nutzung des anfallenden Dachflächenwassers anstelle von energieaufwändig aufbereitetem Trinkwasser.


Sicher und komfortabel zu befahrende Radverkehrsanlagen in Form von Radstreifen oder getrennten Radwegen entlang der Inneren Passauer Strasse vom Stetthaimerplatz stadtauswärts mit einer weissen Blockmarkierung und flächigen Rotmarkierung über die "Persiluhr“- Kreuzung hinweg sollen verbindlich eingeplant und realisiert werden.


Zudem sollen im Bereich der geplanten Bebauung beidseits an der Inneren Passauer Strasse je eine zusätzliche Haltestelle eingerichtet werden, um für Bewohner Besucher und Zielpublikum dieses Bereichs, auch der Jakob-Sandtner-Realschule samt Dreifachturnhalle möglichst kurze fussläufige Verbindung zur nächstgelegenen Stadtbushaltestelle geschaffen wird, das die bisher nächstgelegenen Stadtbushaltestellen sich erst an der Inneren Passauer Strasse auf Höhe Einmündung Pandurengasse bzw. an der Heerstrasse auf Höhe Einmündung Am Anger bzw. dann wieder am Ludwigsplatz und die bestehenden Haltestellen für eine attraktive fussläufige Erreichbarkeit des Gebietes dazwischen laut Meindorfer zu weit auseinanderliegen: „Mit zusätzlichen Stadtbushaltestellen hier und am südlichen Stadtgraben auf Höhe der Kaufmännischen Berufsschule II könnte man weitere Fahrgäste für die Linien 1, 2 und 3 gewinnen“.