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BN Kreisgruppe Straubing-Bogen mahnte bei Podiumsdiskussion zum 25. Straubinger Ökomarkt tatkräftiges beherztes und wirksames Angehen von Klimaschutz und Verteilungsgerechtigkeit an

Gemeinsamkeiten beim Ziel, kleine bis mittlere Unterschiede bei den Wegen dorthin


Zum 25. Straubinger Ökomarkt am 16. und 17. September auf dem Gelände der Bioland-Gärtnerei Justland an der Donaugasse 4 lud die Kreisgruppe Straubing-Bogen Kandidaten zu einer Podiumsdiskussion ein, die zur Bundestagswahl 2017 antreten. Welches wirksame Angehen von Klimaschutz und Verteilungsgerechtigkeit sie den WählerInnen anbieten könnten, dazu waren sie gefragt.


 

Für den BN stehe fest, dass man die soziale und ökologische Krise zusammen zu begreifen und die Politik für höhere soziale und ökologische Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen habe.


Dr. Michael Röder von der ÖDP, Erhard Grundl von den Grünen sowie Karl Ringlstetter von der Linken wiesen etliche Gemeinsamkeiten beim Ziel auf: das Erreichen der Klimaschutz-, Flächenspar- und der Nachhaltigkeitsziele insgesamt, die für die Überlebens- und Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft gelten. Ringlstetter berief sich dabei auch auf die Enzyklika ‚Laudato si‘ des Papstes, in der dieser ökologisch eine nachhaltigere Wirtschaftsweise einen bescheideneren Lebensstil einfordert.


Die Politik müsse dazu endlich die richtigen steuer- bzw. finanzpolitischen Rahmenbedingungen für ökologisch nachhaltiges Handeln setzten, griff Röder dies auf. „Und müsse dabei schrittweise und planbar vorgehen, damit der Wirtschaftsstandort keinen Schaden erleidet, sondern Zug um Zug ökologischer ausgerichtet wird. Dem widersprach niemand, aber mit dem ökologischen Umbau des Wirtschaftssystems müsse sofort begonnen werden.


Unterschiede ergaben sich bei den Wegen dorthin vor allem in steuer- bzw. finanzpolitischen Detail, nämlich ob zur Finanzierung der Staatsaufgaben eher die Bezieher der höchsten exorbitante hohen Einkommen oder die Vermögendsten über Vermögensabgaben heranzuziehen sind. Fest steht für alle, dass das immer stärkere Auseinanderklaffen der Vermögens- und Einkommensschere zu stoppen sei. Allen „willigen“ Menschen mit bisher noch „prekären“ Einkommen aus den unteren Entgeltgruppen, die sich ein ökologieverträglich-verantwortbares Verhalten unter den gegebenen sozialen, finanz- und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nicht leisten können, müsse das möglich gemacht werden. Für eine ökologisch nachhaltige Energiewende sei höhere Verteilungsgerechtigkeit schon deshalb unabdingbar.


Es gelte alle mitzunehmen auf den zukunftsfähigen Weg eines umweltverträglichen Konsumverhaltens, ja zu einem suffizienten, auskömmlich zufriedenen ökologisch- und sozialverträglichen Lebensstil, der ihnen und uns allen guttut und niemandem ernsthaft schadet. Auch die bislang einkommensschwachen Haushalte, so das ganze Podium.

 

Welche umweltschädlichen Subventionen zu beseitigen, fragte Meindorfer in die Runde. Grundl nannte dazu die Befreiung energieintensiver Industriebetriebe von der EEG –Umlage zu Lasten der privaten und kleinen gewerblichen Stromverbraucher, die schrittweise zurückgefahren und dann nach und nach abgeschafft werden müsse. Für Ringlstetter gehört jegliche staatliche Unterstützung von Fleischexporten abgeschafft, die hierzulande die tierquälerische Massentierhaltung und etwa in Afrika das Elend beförderten. Für Röder galt das auch, er brachte noch die Subventionen im Verkehrsbereich ein, etwa für den Flugverkehr als umweltschädlichstes Verkehrsmittel. Auch hier bestand Einigkeit bei den Diskutanten


„Wir müssen uns, soweit bei jedem einzelnen noch nicht erfolgt, einen Lebensstil aneignen, der an die Reserven des Planeten Erde, an die Regenerationsfähigkeit der Natur insgesamt angepasst ist“ resümierte daher Meindorfer mit grosser Zustimmung auf dem Podium wie unter den zahlreichen Besucher im Hof der Tafernwirtschaft.

 

Für den BN stehe fest, dass man die soziale und ökologische Krise sind zusammen zu begreifen und die Politik für höhere soziale und ökologische Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen habe. Der "Faktor" menschliche Arbeit sei entlasten und Verschwenden oder gar Verprassen von Ressourcen dürfe sich nicht mehr rentieren.


CSU-Abgeordneter Alois Rainer, SPD- Kandidaten Johanna Uekermann Mathias Baur von der FDP hatten wegen anderer Veranstaltungen abgesagt, von den Freien Wähler gab keine Rückmeldung.