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BN Landesarbeitskreis Abfall / Kreislaufwirtschaft: Biomüllerfassung und -verwertung mit energieeffizientester Technologie – Müllverbrennung zurückfahren

Die Sprecherin des Landesarbeitskreises (LAK) Abfall / Kreislaufwirtschaft des BUND Naturschutz, Waltraud Galaske aus Fürth, monierte bei dessen Sitzung am vergangenen Samstag in Nürnberg, dass immer noch zu viel Wertstoffe in die Müllverbrennungsanlagen wandern.  Der LAK unterstützt es, wenn für den Biomüll weitere Vergärungsanlagen in Bayern entstehen. Parallel dazu könnte die Müllverbrennung erheblich zurückgefahren werden. Bayernweit würden bei konsequenter Bioabfall- Vergärung und Kompostierung ganze Ofenlinien in Müllverbrennungsanlagen überflüssig und könnten zur Entlastung der Anwohner vor Emissionen stillgelegt werden. Laut Hartmut Haas-Hyronimus aus dem Kreis Main-Spessart könne eine Restmüllverwiegung zu einer gerechteren Anlastung der Abfallgebühren führen, wobei auch die volumenbezogene Anlastung und das Stehenlassen überfüllter Restmülltonnen zur besseren Mülltrennung beitragen könne.


Für eine flächendeckende Biomüllerfassung und -verwertung mit energieeffizientester Technologie sprachen sich die Mitglieder des Landesarbeitskreises (LAK) Abfall / Kreislaufwirtschaft des BUND Naturschutz am Samstag in Nürnberg aus. Dazu präsentierten Josef Metzger aus Friedberg und Josef Seemüller aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck ein Konzept dafür, wie dabei am effizientesten verfahren werden könnte. Seemüller plädierte für eine generelle Verdoppelung der Biomüllerfassung in 10 Jahren, wozu Vorgaben für die Steigerung erarbeitet werden sollten.


Nach Kenntnis des BN wird ein erheblicher Teil der anfallenden Gewerbeabfälle auch entgegen den abfallrechtlichen Vorschriften und abfallwirtschaftlichen sowie energie- und klimapolitischen Erfordernisse nicht sortenrein erfasst und auch keiner sortenreinen stofflichen Verwertung, sondern inner- und ausserbayerischen Müllverbrennungsanlagen zugeführt. Da dies neben vermeidbaren Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen auch zu einer mangelnden Verwertung des Energieinhalts dieser Materialien wie z.B. Altpapier oder Altkunststoff führt, läuft dies nicht nur den abfallwirtschaftlichen Zielsetzungen und Erfordernissen entgegen, sondern auch jenen von Klimaschutz und Energiewende. Und dies, so stellvertretender LAK-Sprecher Johann Meindorfer aus Straubing, müsse unterbunden werden.



BN- Abfallexperte Dr. Hartmut Hoffmann (Hersbruck) berichtete, dass aus dem Entwurf eines Wertstoffgesetzes nun ein solcher eines Verpackungsgesetzes geworden sei. Er befürchtet, dass es durch den Widerstreit der unterschiedlichen Interessen kein Ergebnis vor der nächsten Bundestagswahl im September 2017 geben werde. Dies sei schade, weil für die werkstoffliche Verwertung im neuen Entwurf höhere Quoten vorgesehen wären, so z.B. eine Erhöhung bei Kunststoffen von 36% auf 58,5%, wobei frühere ambitionierte Vorgaben schon „eingedampft“ worden seien. Laut Sortieranlagenbetreiber wären die höheren Quoten machbar. Aus Sicht des BN dürften die vorhandenen geeigneten bewährten Bringsysteme nicht gefährdet werden, weil sie in besonderer Weise für eine sortenreine stoffliche Verwertung stünden. „Und genau die brauche wir, damit aus den eingesammelten Stoffen wieder hochwertige Recyclingprodukte zu gewinnen seien, die einen massgeblichen Faktor für eine Energiewende darstellen“, so Galaske. Und damit sich generell in grossem Stil in allen Wirtschaftssektoren betriebswirtschaftlich statt wie bisher Rohstoff- und Energieverschwendung das rentiert, was auch ökologisch und somit volkswirtschaftlich einzig Sinn macht, bedürfe es eines intelligenten ökologisch-sozialen Steuersystems, Dann würde sich auch Herstellung und Verwendung hochwertiger Recyclingprodukte für alle lohnen und könnten viel Energie einsparen, etwa Recyclingpapier aus 100% Altpapier statt Primärfaserpapier oder Produkte aus Recycling-Kunststoff statt „Neu--Polymeren“ aus Erdöl.

 

Ein Infopaket Abfallvermeidung gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein, in Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Abfall“.