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BN mit ZAW einig: Wertstoffhofsystem für hochwertiges Recycling vorteilhafter als Holsysteme

Abfallvermeidung und sorgfältige Wertstofftrennung notwendig und sinnvoll - Recyclingpapier und Produkte aus Recycling-Kunststoff als Beitrag zur Energiewende verwenden


Dass das Wertstoffhofsystem, wie es der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW) betreibt, für ein hochwertiges Recycling vorteilhafter ist als Gelbe oder Gelber Sack, ergäben die letztendlichen Verwertungsquoten. Dabei sei Wertstoffhofsystem im Vorteil, auch wenn zunächst die Erfassungsquoten niedriger liegen als bei Holsystemen. Doch die sortenreine Erfassung gerade bei Kunststoffen sei eine wichtige und gute Voraussetzung, dass daraus auch wieder hochwertige Recyclingprodukte zu gewinnen seien. Und wie Recyclingpapier aus 100 % Altpapier spart auch der Einsatz von Produkten aus Recycling-Kunststoff nachgewiesenermassen grosse Mengen Energie im Verhältnis zu Primärmaterial ein.


Ein sorgsamer Umgang mit PET, angefangen bei der Abfallvermeidung über sortenreine Erfassung und hochwertige stoffliche Verwertung sei zum Gelingen einer ökologisch nachhaltigen Energiewende unverzichtbar, betonte 2. BN-Kreisvorsitzender und stellvertretender Sprecher des BN-Landesarbeitskreises Abfall & Kreislaufwirtschaft Johann Meindorfer jüngst bei einem Besuch des BN beim ZAW. Er regte daher beim ZAW an, die Getrennterfassung auf vermehrt vorkommende PET-Verpackungen über durchsichtige PET-Flaschen hinaus und Polypropylenfolien /-tüten auszudehnen, damit nicht so viel an eigentlich sauberen leicht verwertbaren Verpackungsabfällen in der Mischkunststofffraktion und damit doch in der Müllverbrennung landet.

 

Konrad Reitinger, beim ZAW koordinierend für das Wertstoffhofsystem zuständig, hält die derzeitige Trennung in 7 Kunststofffraktionen (entsprechend den) ist ambitioniert genug verwies dazu jedoch auf vertragliche Vorgaben mit den dualen Systemen („Grüner Punkt“). Auch die Zwischenlagerung weiterer Sorten, bis LKW-Ladungen zusammenkommen, werde damit aufwändiger. Eine Prüfung bezüglich PET wurde zugesagt, jedoch auch wegen der noch unklaren Rechtslage im Abfallsektor, wo ein neues Verpackungsgesetz im Entstehen sei, „keine grossen Hoffnungen“ gemacht.

 

Die Optimierung des Bauschuttrecyclings war ebenfalls Thema, wobei man auf das nötige Fernhalten von Problemstoffen pochte. Dies wurde von den BN-Vertretern unterstrichen und gleichzeitig Initiativen erforderlich gehalten, dass die öffentliche Hand bei Neubau und energetischer Sanierung von Dienstgebäuden vorbildhaft alle diese Materialien ausschliesst, bei denen gesundheitliche Bedenken bestehen bzw. für die keine ökologisch vertretbaren sinnvollen Wiederverwertungsmöglichkeiten bestehen, wie es etwa bei geklebten geschäumten Kunststoffen der Fall sei. Man müsse verhindern, dass heute – teils auch noch mit Förderprogrammen – die Altlasten von morgen gebaut werden, so die Teilnehmer.

 

Ein Infopaket Abfallvermeidung und -verwertung gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein, in Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Abfall“.