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BN ruft Schüler, Eltern und Lehrer auf: Umweltfreundlich ins neue Schuljahr starten mit Schulheften und –blöcken aus Recyclingpapier aus 100% Altpapier mit dem Blauen Umweltengel

Wer Schulhefte und –blöcke aus Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier kauft statt aus den aus Holz gemachten „Primärfaserpapieren“, schont damit Umwelt und Klima, informiert der Bund Naturschutz (BN). Grund dafür ist der gegenüber den aus Holz gemachten „Primärfaserpapieren“ weitaus geringere Wasser- und Energieverbrauch sowie eine geringere Abwasserbelastung bei der Herstellung, wie die Ökobilanz dazu eindeutig ergibt. Auch kann man beim Einsatz von Recyclingpapier sicher sein, dass weder Urwälder dafür der Motorsäge zum Opfer fielen, noch naturferne intensiv bewirtschafteten Baumplantagen zum Holzanbau für das Papier an die Stelle ehemaliger natürlicher Wälder getreten sind. Auch das Umweltbundesamt (UBA) bewertet Recyclingpapier „grundsätzlich ökologisch günstiger“ als Primärfaserpapier - auch sogenanntes chlorfrei gebleichtes. Ein sicheres Zeichen, dass es sich wirklich um umweltverträgliches Recyclingpapier handelt, ist das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“. Die niedrigeren Standards anderer Zeichenkreationen wie das skandinavische Umweltzeichen können r mit dem „Blauen Engel“ nicht mithalten, so der BN. Nachdem Schreibwarenhandel und –abteilungen der Kaufhäuser die letzten Jahre nur sehr spärlich Schulhefte aus Recyclingpapier anboten, weist man auf das umfassende Sortiment an umweltfreundlichem Schulbedarf und Büroausstattung beim MEMO-Versand unter www.memo.de hin, auch für Sammelbestellungen und Schulaktionen.


Aber auch gerade Schulen in ihrer Verwaltung und Grossanwender wie Banken, Versicherungen, Energieversorger, Behörden sollten umfassen Recyclingpapiere verwenden: Aus Altpapier entstehen heute hochwertige Papiere auch für Schnelllaufende Drucker, Kopierer und Kuvertierautomaten, sogar Stadtpläne werden auf Recyclingpapier gedruckt. Bei schonender Behandlung haben alle geprüften Papiere eine Alterungsbeständigkeit von mindestens 100 Jahren. Der BN empfiehlt daher, Primärfaserpapier umfassend durch umweltverträgliches Recyclingpapier zu ersetzen.


Für umweltverträgliches Recyclingpapierwerden rund 60 % weniger Energie und Frischwasser benötigt als für die umweltbelastenden Frischfaserpapiere. In hoher Übereinstimmung mit der UBA- Bewertung zeigt eine Studie des Büros für Umweltgestaltung in Wil/CH, dass ganz aus Altpapier hergestellte Papiere die Umwelt im Schnitt um mindestens einen Faktor zwei weniger belasten als Papiere aus Zellstoff. Zwar werden Teile (!) der importierten Primärfaser-Rohstoffe Holz und Zellstoff inzwischen nicht mehr durch direkte Rodung von Urwäldern gewonnen, aber für ihre Gewinnung in intensiv bewirtschafteten und ökologisch minderwertigen Holzplantagen wurden oftmals schon vorher wertvollste Lebensräume zerstört, ob in tropischen oder borealen Regenwäldern. Ähnliches trifft sogar auf Holz für Papiere zu, die sich mit dem „FSC“-Siegel für angeblich naturnahe Waldbewirtschaftung schmücken. Und entscheidend für den hohen Wasser- und Energieverbrauch ist bei der Papierproduktion der Prozess der Zellstoffherstellung, unabhängig von der Herkunft der Hölzer, ob aus natürlichen oder naturnahen Wäldern, forstlichen Monokulturen oder den inzwischen sehr verbreiteten und oft auch mit hohem Pestizideinsatz belasteten Holzplantagen. Dadurch sind Primärfaserpapiere immer mit deutlich höheren Umweltbelastungen verbunden und weisen eine weitaus schlechtere Ökobilanz auf als Recyclingpapier aus 100% Altpapier. Zum anderen schlagen sich weite energieintensive Transportwege der aus entfernten Erdteilen importierten Rohstoffe Holz und Zellstoff belastend auf die Ökobilanz nieder.


Nachdem die inzwischen angebotenen hochwertigen Recyclingpapieresowohl technisch wie optisch eine hervorragende Druckqualität auch für repräsentative Druckstücke ermöglichen und die früher teilweise vorhandenen technischen Bedenken zur Einsetzbarkeit auf den verschiedenen Papierbearbeitungsmaschinen ausgeräumt sind, ist es abfallwirtschaftlich wie klimapolitisch geboten, alle Einsatzpotentiale für Recyclingpapier aus 100% Altpapierauszuschöpfen. Natürlich sei Papier sparen von Grund auf noch besser.


Ein Bio-Infopaket „Papier“ gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel. 09421/2512, Fax 09421/963910, straubing@bund-naturschutz.de kostenlos bei Abholung oder bei Zusendung für 5 € als Schein oder Briefmarken oder gegen Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Papier“