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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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BN war mit 22 Teilnehmern auf Flusswanderung am Regen unterwegs - Anregung zum Selbsterwandern des Nationalparkgebietes Bayerischer Wald mit der Waldbahn

Mit 22 Teilnehmern erkundete der Bund Naturschutz (BN) bei einer vierstündigen Wanderung im Rahmen der Bayern Tour Natur am Sonntag den Flusswanderweg am Regen im Nationalparkgebiet Bayerischer Wald. Eine Einkehr mit Bio-Genüssen gab es im "Haus zur Wildnis" im Nationalparkzentrum "Falkenstein". Dass naturnahe Wälder wie sie gerade in Nationalparks anzutreffen sind, besonders viel Kohlenstoff speichern und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, erfuhr man ebenso wie den Charakter eines freifliessenden rauschenden Flusses. Abgestorbene Bäume und Totholz haben wichtige Funktionen im Ökosystem Wald, und Totholz im Wald stellt keine Unordnung, sondern Grundlage einer stabilen Artenvielfalt und neuen Lebens dar. So hat im Naturkreislauf das Umstürzen und Liegenbleiben alter Bäume neben der Bereitstellung von Totholz den Sinn, im Dunkel eines geschlossenen Kronendaches neue Lichtinseln, Keimung und Aufwuchs spezialisierter lichtbedürftiger Arten zu ermöglichen. Insbesondere muss mit dem Waldboden schonend umgegangen werden, da er neben den Wurzeln der Bäume auch die lebensnotwendigen Pilzstrukturen beherbergt, die für das Wachstum der Wälder erforderlich sind.


Nur wenn wertvolle Waldgebiete in Nationalparken aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen werden, sei die dort noch vorhandene Artenvielfalt in die Zukunft zu erhalten, da in reinen Wirtschaftsforsten die alten Bäume mit ihrem spezifischen Lebensraumangebot für viele, in unserer Kulturlandschaft oft hochbedrohte Arten keine Überlebenschance haben, die aber als Teil eines komplexen Ökosystems auch Grundlage für das menschliche Leben seien. Seine Ausflüge versteht der BN auch als Anregung zum Selbsterwandern vieler Ausflugsziele im Nationalparkgebiet Bayerischer Wald mit der Waldbahn für Einzelpersonen wie für Vereine und Gruppen oder Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen. Dass eine klima- und umweltverträgliche Freizeitgestaltung ohne Auto empfehlens- wie erstrebenswert ist, führt man den stets von den BN-Wanderungen angetanen Teilnehmern vor Augen und erhofft sich auch Mundpropaganda in deren Pfarrei-, Vereins-, Freundes- und Bekanntenkreis für Ausflüge per Rad, mit Bus und Bahn. Gerade im Freizeitsektor müsse und könne unser inzwischen übergrosser „ökologischer Fußabdruck / Footprint“ leicht und mit einem Zugewinn an Lebensfreude reduziert werden, so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. Sportarten, Bewegungs- und Freizeitaktivitäten, die „ab der Haustür“ ohne übergrossen Verbrauch von Ressourcen und Energie sowie der damit verbundenen Schadstofffreisetzung zu gestalten sind, sind zu ermöglichen und zu fördern. Und der Nationalpark Bayerischer Wald biete mit dem Igelbus-System, der von Straubing per agilis-Zug nach Plattling gut erreichbaren Waldbahn und dem äusserst günstigen Servus-Ticket viele Highlights: Für Fahrten von Montag bis Freitag ab 9 Uhr und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ohne zeitliche Begrenzung gilt auf den Strecken von Agilis, Alex, der Oberpfalz- und der Waldbahn das Servus-Ticket für 20 € (+ 6 Euro je weiterem Mitfahrer bis zu 5 Personen). Kinder bis 6 Jahren fahren dabei grundsätzlich umsonst, ebenso bis zu 3 Kinder bis 14 Jahren. Schon wenn 5 Erwachsene zusammenfahren, kommt man somit für 8,80 € pro Person in den Nationalpark hin und zurück. Die Preise gelten bei Fahrkartenkauf im Internet und an den Fahrkartenautomaten der DB, bei Kauf am Schalter sind die Preise um je 2 € höher.


Ein Infopaket zur Artenvielfalt im Nationalpark mit Ausflugstipps gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein, in Briefmarken oder Vorabüberweisung auf das Konto 461251 des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000 IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP NP“.