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BN weist auf Flächenressourcenschonung sowie sparsame effiziente Nutzung von Energie bei Bebauungsplan Breslauer Strasse hin

Energieversorgung durch energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung - Vielzahl von ebenerdigen Parkplätzen befeuert Flächenfrass

Die Zulassung einer teils nur eingeschossigen Bebauung für neue gewerbliche Gebäude beim Bebauungsplan Breslauer Strasse ist für den BUND Naturschutz (BN) mit den Verpflichtungen zur Flächenressourcenschonung nicht vereinbar. Es brauche eine Nutzung der im Stadtosten zentral gelegenen Fläche mit durchgängig mehrgeschossiger Bebauung. Mit Grund und Boden soll laut Baugesetzbuch sparsam und schonend umgegangen werden; dabei seien Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen. Und dies gelte auch für Parkplätze. Die Vielzahl von ebenerdigen Parkplätzen befeuere weiteren Flächenfrass, der eigentlich im Zuge jeder anstehenden Neubebauung eingedämmt werden müsse, so 2. BN-Kreisvorsitzender Johann Meindorfer. So könnten die Parkplätze weit überwiegend als Parkdecks über den Gewerbegebäuden, insbesondere bei der bisher nur für eingeschossige Bebauung zugelassenen Teilfläche angeordnet werden. Eine vertretbare flächensparende Bauweise könne auch erreicht werden, indem das Obergeschoss der Gebäude mit Verkaufsflächen, Wohnungen. Büro-, Verwaltungs- und Sozialräumen, Gewerbe, Kanzleien oder Praxen genutzt werde. Somit werde an anderer Stelle zusätzliche Flächeninanspruchnahme vermieden. Geradezu eine Farce sei die noch vor Ende der Auslegungsfrist, innerhalb derer Stellungnahmen abzugeben seien schon erfolgte eingeschossige Bebauung mit einer Vielzahl von ebenerdigen Parkplätzen samt breiter asphaltierter Fahrgassen.


Als Ausgleichserfordernis zum Schutz des Schutzgutes Wasser sieht der BUND den Zubau ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für den Rückhalt und die Nutzung des anfallenden Dachflächenwassers anstelle von energieaufwändig aufbereitetem Trinkwasser an. Die Notwendigkeiten zur Gefahrenabwehr und Schadensvermeidung sowie der Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips wurden durch die jüngste Hochwasserkatastrophe vor Augen geführt. Dies erfordere bei jeglicher Neu- oder Wiederbebauung für den Verlust von versickerungsfähiger Fläche zumindest den Zubau ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für den Rückhalt und die Nutzung des anfallenden Dachflächenwassers anstelle von energieaufwändig aufbereitetem Trinkwasser.


Es solle ein ökologisch nachhaltiges stadtteilbezogenes Energiekonzept nach den besten verfügbaren ökologischen Standards bzw. bestmöglichen Methoden („best practice“) erstellt werden. Auf Basis der gegenwärtigen und zukünftig zu erwartenden Wärmebedarfsdichte solle man die Eignung für ein Nahwärmenetz mit Erzeugung von Wärme und Strom durch energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung ermitteln.


Meindorfer erinnert daran, dass man den Energienutzungsplan der Stadt seit jeher als ziemlich dürftig, lückig und unambitioniert Kritisiert hatte. „Seit es ihn gibt, wurde bei keinem dafür geeigneten Baugebiet auf energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung gesetzt Da werden Chancen zum Gelingen der Energiewende vertan“. Aus Sicht des BN braucht es auch verbindliche Vorgaben zur Energieversorgung der Gebäude mittels erneuerbarer Energien wie insbesondere Solarenergie. Für die nötige Dämmung will man den Ausschluss von Materialien, bei denen gesundheitliche Bedenken bestehen bzw. für die keine ökologisch vertretbaren sinnvollen Wiederverwertungsmöglichkeiten bestehen wie z.B. geklebte geschäumte Kunststoffe. Erforderlich sei zudem schon jetzt ein Baustandard, wie ihn die EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz ab 2021 für alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude vorgibt.