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BN will verdichtete mehrgeschossige Bebauung und deutlich weniger Parkplätze am Feiertagsacker

Gebot zu Bodenschutz und Flächenressourcenschonung mehr Beachtung schenken- ÖPNV-Erreichbarkeit durch ganztägigen Halbstundentakt auf Stadtbuslinie 3 sicherstellen


In seiner Stellungnahme zum Bebauungs- und Grünordnungsplan Feiertagsacker an der Geiselhöringer Straße mahnt der Bund Naturschutz (BN) bei der Stadt ab, dem Gebot zu Bodenschutz und Flächenressourcenschonung mit der Vorgabe eine mindestens zweigeschossige Bebauung für die Gewerbebauten mehr Beachtung zu schenken. Die überbaute Grundfläche der Baukörper sei dabei um mindestens 40 % zu reduzieren, wobei eine Aufteilung der Verkaufsfläche auf zwei Geschosse durchaus kundenfreundlich gestaltbar wäre, wie diverse Beispiele mit Rollsteigen etc. zeigen. Alternativ könnte eine insgesamt noch vertretbare flächensparende Bauweise auch erreicht werden, indem das Obergeschoss der Gebäude anstatt mit Verkaufsflächen mit Gewerbe, Kanzleien oder Praxen genutzt wird und somit an anderer Stelle zusätzliche Flächeninanspruchnahme vermieden wird.


Nach dem Landesentwicklungsprogramm (LEP) ist laut BN anzustreben, die Versiegelung von Freiflächen möglichst gering zu halten. Nachdem der Bebauungsplan auch eine Vielzahl von Parkplätzen vorsieht und auch hierdurch im städtischen Bereich ein enormer und nicht vertretbarer Flächenverbrauch verbunden wäre, sollten die Parkplätze entweder als Tiefgarage unter den oder als Parkdecks über den Gewerbegebäuden angeordnet werden.


Zur bestmöglichen Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sei das Fahrtenangebot der Stadtbuslinie 3 zum ganztägigen Halbstundentakt zu verdichten. Dabei könnte die Linie in ihrem Westteil für die dann zusätzlichen Kurse in zwei Linienäste aufgeteilt werden, die halbstündlich versetzt den ganzen Bereich Alburg inclusive der Geiselhöringer Strasse bedienen könnten, führt der 2. BN-Kreisvorsitzende Johann Meindorfer mit detaillierten Vorschlägen für den Linienverlauf aus.

 


 

Der Bund Naturschutz fordert an der Grundstücks- bzw. Baugebietsgrenze entlang der Geiselhöringer Strasse eine durchgehende Randeingrünung mit Baumpflanzungen. Das im Planentwurf der Stadt vorgesehene abschnittsweise Weglassen der Baumpflanzungen „zugunsten des Blickbezuges zu den geplanten Fachmärkten“ widerspreche den Erfordernissen zum Schutz des Schutzgutes Landschaftsbild, dem der Blick auf die Gebäulichkeiten eines Gewerbegebiets aus guten Gründen nicht unterliege.


Für anfallendes Dachflächenwasser soll die Nutzung mittels ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für Freiflächenbewässerung, Fahrzeugwäsche und Toilettenspülung als Festsetzung verbindlich vorgegeben bzw. vertraglich sichergestellt werden. Die Notwendigkeiten zur Gefahrenabwehr und Schadensvermeidung sowie der Umsetzung des Vorsorge- und des Verursacherprinzips wurden durch die jüngste Hochwasserkatastrophe vor Augen geführt. Dies erfordere bei jeglicher Neu- oder Wiederbebauung für den Verlust von versickerungsfähiger Fläche zumindest den Zubau ausreichend dimensionierter Regenwasserzisternen für den Rückhalt und die Nutzung des anfallenden Dachflächenwassers anstelle von (auch energie-) aufwändig aufbereitetem Trinkwasser. Auf den Baugebietsflächen sollen überdies der Einsatz von Pestiziden und synthetischem Mineral-/Industriedünger zum Schutz von Boden und Grundwasser im Bebauungsplan verbindlich ausgeschlossen werden. Die Energieversorgung der Gebäude, soweit über erneuerbare Energien wie insbesondere Solarenergie hinaus erforderlich solle durch den Anschluss an ein entsprechendes Nahwärmenetz mit energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung auf der Grundlage forstlicher Biomasse erfolgen. Dazu sollte die Möglichkeit der Nutzung der am Gebietsrand vorhandenen Geothermie-/Fernwärmeleitung geprüft und auch die mögliche Anbindung der anstehenden Neubebauung des nördlich der Bahnlinie liegenden ehemaligen „Mayr-Geländes“ berücksichtigt werden.