Durchsuchen Sie unser Wissen

Zur Startseite

BN nimmt Stellung ...

  • Übersicht
  • Donauausbau
  • Hochwasser
  • Rettenbach
  • Windenergie SR-BOG

Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen 2019

Pressemitteilungen 2018

Pressemitteilungen 2017

Pressemitteilungen 2016

Pressemitteilungen 2015

Pressemitteilungen 2014

Bund Naturschutz erradelte mit Jürgen Englisch vom Umweltamt des Naturschutzgebiet Gollau im Norden der Stadt

Interessante Einblicke in die Entwicklungsgeschichte und naturkundliche Bedeutung des Geschützten Landschaftsbestandteils und Natura2000-Gebietes der EU Gollau bei Hornstorf bot Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Englisch vom Umweltamt rund 40 Teilnehmern bei einer Veranstaltung des BN im Rahmen der Bayern Tour Natur. Das ehemalige Bett der Donau zeigt sich heute im Luftbild deutlich als Schleife in der Landschaft, teils noch wasserführend, teils als wellenförmiges Grünland oder als Senke. Noch vor 3000 Jahren von der Ur-Donau durchflossen, ist das Gebiet heute Lebensraum einer Fülle gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. Großer Brachvogel, Rohrweihe, Sumpfheuschrecke, Schmale Windelschnecke sowie Aufrechter Waldrebe, Aronstab, Blau- und Gelbstern, zum Großteil Arten der Roten Liste.

 

Nachdem in den 1980er Jahren die Errichtung eines Modellflugplatzes verhindert werden konnte, entwickelte sich der alte Donaubogen nach und nach zu einem „Hotspot“ der Artenvielfalt, einem Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen, die teils deutschlandweit bedroht sind, wie z.B. das Spießblättrige Helmkraut, für die die Stadt Straubing damit eine besondere Verantwortung trägt. Dieser Verantwortung für den Erhalt der herausragenden Artenausstattung wird von Seiten der Stadt, der ein Großteil der Flächen gehört, auch durch ein differenziertes und aufwändiges Pflegemanagement Rechnung getragen: Die Mahd erfolgt sehr differenziert, um zum einen einer Verbuschung und übermäßiger Verschilfung vorzubeugen, zum anderen der Tierwelt immer Ausweichflächen zur Verfügung zu stellen.

 

Seit nunmehr 30 Jahren wird unter naturschutzfachlichen Aspekten gepflegt, was vor allem bedeutet: Kein Dünger, keine Spritzmittel. 25 Jahre hat es gedauert, bis sich die Böden durch den Nährstoffentzug soweit regeneriert hatten, dass die Wiesen wieder bunt wurden. Dieser Umstand sowie das durch unterschiedliche Geländehöhen geschaffene kleinflächige Mosaik an nassen, feuchten bis hin zu trockenen Standorten ist die Existenzgrundlage für 192 Pflanzenarten, davon 39 naturschutzrelevante, 62 Vogelarten, von denen 26 auf der Roten Liste stehen und 28 Libellenarten, davon 6 Rote-Liste-Arten, um nur einige Gruppen herauszugreifen. Die Gollau, was so viel wie „Goldene Au“ bedeutet, ist somit tatsächlich ein Schmuckstück Straubings.


Infopakete „Donau“ und „Natur / Biodiversität“ gibt es bei Abholung beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing kostenlos oder unter Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de für 5 € als Schein oder Briefmarken oder Vorabüberweisung von auf das Konto auf das Konto des BN, Sparkasse Niederbayern-Mitte, BLZ 74250000; IBAN DE03 7425 0000 0000 461251, SWIFT-BIC BYLADEM1SRG mit vollständiger Absenderangabe und Kennwort „IP Donau bzw. Natur / Biodiversität“.