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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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Erzeuger, Verarbeiter und Konsumenten gemeinsam in der Pflicht: Nur weniger Fleischkonsum führt zu weniger Tierleid

Dass Bauernverbandsfunktionärs-Schönredner den Handlungsbedarf gegen vielfach dokumentierte massenhafte Tierleid in Massentierhaltungsanlagen und erschreckende Missstände in Schlachtbetrieben abstreiten und in Abrede stellen, ist nichts Neues. Unsere Kritik richtet sich gegen die verbreitete agrarindustrielle Intensivlandwirtschaft inclusive Massentierhaltung für den weit übermässigen Fleischkonsum. Die hat durch Antibiotika-, Pestizid- und Düngereinsatz zu unermesslichem Leiden unzähliger Nutztiere und irreversiblen Schäden an Grund- wie Trinkwasser sowie an der menschlichen Gesundheit geführt. Wie positiv heben sich da Initiativen der Öko-Anbauverbände ab, um der Monotonie beim Saatgut und dem Tierleid wegen Züchtungen für schnellsten Fleischansatz nicht tatenlos ausgeliefert zu sein. Das würde auch dem Bauernverband gut anstehen.


Zum Tierleid ist noch die äusserst schädlich-miserable Energiebilanz und die Klimaschäden der massenhaften Tierproduktion in den Blick zu nehmen. Mit Unmengen an Importfuttermitteln ohne geforderte Gentechnikfreiheit, die in Übersee auf ehemaligen Regenwaldflächen produziert werden, um den übermässigen Fleischhunger zu stillen, kann sich nur als Fazit ergeben: Nur weniger Fleischkonsum führt zu weniger Tierleid und lässt die gebotenen Energiewende- und Klimaschutzziele erreichbar werden.


Erzeuger, Verarbeiter und Konsumenten stehen gemeinsam in der Pflicht, gegen die Fehlentwicklungen und Missstände wie Verlust an Artenvielfalt, schleichende Entwertung und Verunreinigung von Boden, Grund- und Trinkwasser anzugehen. Und die öffentliche Hand ist schon verfassungsrechtlich, kirchliche Organisationen sind ihrer ethisch-moralischen Glaubwürdigkeit wegen in höchstem Masse vorbildlich gefordert. Auch ohne ‚Laudato si‘. Mit diesem Fremd- und Selbstverpflichtungs-Papier für Katholiken erst recht. Nicht nur auf dem Papier. Am Rollout in die Fläche, an der Umsetzung dessen haben sie sich messen zu lassen, genauso wie die Politiker auf allen Ebenen. Mit einem vorbildlich tierschutzgerechten, umweltfreundlichen und fairen Beschaffungswesen, Einkaufs- und Verbrauchsverhalten.


Bund Naturschutz Kreisgruppe Straubing-Bogen

Johann Meindorfer, 2. Kreisvorsitzender

stellvertretender Sprecher Landesarbeitskreis Abfall / Kreislaufwirtschaft / Ressourcenschonung