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Sorgsamer umgehen mit Boden und Natur vor der Haustür

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Klimaschutz muss auch auf den Äckern, Strassen, in Werkshallen und Büros stattfinden

Es ist richtig und wichtig zugleich, dass die Staatsregierung in Gestalt ihrer Forstverwaltung berät, wie Wälder – vermutlich - gegen den bedrohlichen Klimawandel „umzubauen“ sind. Das ist Teil der Klimawandelfolgenanpassung, die in vielen Bereichen nötig wird.

Damit wird der vorwiegend menschengemachte rasante Klimawandel von ihr hoffentlich nicht mehr bestritten werden können. Damit steht die gesamte Staatsregierung auch in höchster Pflicht, Schuldigkeit und Verantwortung, alle möglichen Anstrengungen zum Klimaschutz zu unternehmen. Für das Forst- und Landwirtschaftsressort heisst das vor allem, den Einsatz energieintensiv produzierter Betriebsmittel wie Pestizide und Industriedünger und den Futtermittelimport für viel zu viel Discount-Billigfleisch-Produktion, der auf Kosten der tropischen Regenwälder geht, zurückzuschrauben. Und durch schonende Bodenbewirtschaftung mit hohe CO2-Bindung im Humus für eine deutlich geringere Freisetzung von klimaschädlichen Gasen zu sorgen. Also ernsthafte Schritte zur umfassenden Umstellung auf den kontrolliert biologischen Öko-Landbau zu unternehmen. Daher hat auch der Anbau nachwachsender Rohstoffe nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus als gesundheits-, klima- und umweltverträglichster und damit zukunftsfähigster Form des Landbaus zu erfolgen.


Verbraucherseits muss der Energie- und Ressourcenverbrauch inclusive Fleischkonsum aus tierquälerischer Massentierhaltung ohne Bindung an die zur Verfügung stehende Bodenfläche runter, ebenso die Zahl der Autofahrten und Flugreisen. „Verbraucherseits“ heisst aber auch, dass das Verbraucher preisliche Signale dazu erhalten muss. Die Politik muss künftighin mit einem intelligenten ökologisch-sozialem Steuersystem vernünftige Leistung belohnen und dabei auf gerechte Verhältnismässigkeit der Einkommensverteilung achten. Der "Faktor" menschliche Arbeit ist dabei grundsätzlich zu entlasten und der Energie- und Ressourcenverbrauch zu verteuern, d.h. stärker und mindestens mit all seinen externen Sozial- und Umweltfolgekosten zu belasten, planbar und berechenbar für die Wirtschaftssubjekte. So, dass jedeR auf einer soliden Einkommensbasis aber auch zu ressourcen- und energiesparendem umweltverträglichem Konsum und verantwortlichem Verhalten einerseits angespornt und andererseits durch die gerechte Einkommensverteilung auch befähigt wird. Dass sich sozial- und umweltverträglich-verantwortliches Verhalten auch finanziell rechnet und lohnt - und nicht wie bisher oft die Verschwendung von Ressourcen. Prioritäre Aufgabe der Politik, die wiederum die offenen und verdeckten Subventionen für den Auto- und Flugverkehr die agrarindustrielle Intensivlandwirtschaft inclusive tierquälerischer Massentierhaltung und Überproduktion ganz beenden muss.


Brachliegende Energiesparpotentiale durch vermeintlich „banale“ Dinge, wie die Umstellung von Primärfaserpapieren, die mit erheblichen Umweltbelastungen u.a. durch deren hohen Energieaufwand für die Gewinnung aus Zellstoff verbunden sind, auf Recyclingpapier aus 100 % Altpapier, sind zu forcieren. Als No-Go hat da zu gelten, dass das Landwirtschaftsministerium sich im in den Amtsstuben im gesamten Ressort dem Einsatz von Recyclingpapier aus 100 % Altpapier nachhaltig verweigert. Für umweltverträgliches Recyclingpapier wird weniger als zwei Drittel an Energie und nur ein Sechstel an Frischwasser benötigt als für die umweltbelastenden Frischfaserpapiere. Man darf gespannt sein, ob es diese verquere Praxis von Nachhaltigkeit bis zur Eröffnung des neuen „Info- und Beratungszentrum für den Bewusstseinswandel für eine ökologisch nachhaltig wirtschaftende Gesellschaft“ aufgibt …


Dass die Staatsregierung und die sie tragenden Abgeordneten samt behördlichen wie politischen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen ihre lauthals dargebotenen Forderungen nach Flughafen- (3. Startbahn München) und Fernstrassenausbauten aufgeben und alle Potentiale zur Verlagerung von Verkehren hin zum Bahnverkehr ausschöpfen und wahrnehmen, wird man einfordern dürfen: Nach den Forderungen des Weltklimarats dürfte jeder Mensch im Jahr 2050 nur noch 1,5 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr produzieren, um die Erderwärmung auf die erhofften zwei Grad zu begrenzen. Doch der CO2-Ausstoß von Flugzeugen in Bayern hat sich im Vergleich zu 1990 sogar verdreifacht - mutmaßlich maßgeblich bedingt durch das Wachstum des 1992 eröffneten Münchner Flughafens.