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Umweltschonende Landbewirtschaftung ist auf Stopp der Flächenversiegelung angewiesen

Da bringen sie es ziemlich auf den Punkt, dass ihnen das Eintreten von Tier- und Umweltschutzverbänden für eine tierschutzkonforme umweltverträglichere Landwirtschaft missliebig ist: Rund 40 % der Teilnehmer der 8. Bayerisch-österreichischen Strategietagung „seien der Meinung, dass weniger Einfluss durch Bund Naturschutz und PETA den ländlichen Raum attraktiver machen würden“. So. Und gleichzeitig beklagen sie, der Verlust an landwirtschaftliche Fläche sei enorm. Mit Letzterem haben sie leider Recht. Deshalb lautet das Gebot:


Flächenverbrauch durch Fernstrassenausbau und ausufernde Baugebiete stoppen! Dass sie diese Forderung, die der BN unablässig an Politik und Behörden auf allen Ebenen richtet, ernsthaft und an die richtigen verantwortlichen Adressaten mittragen, ist nicht zu erkennen.


Wo viele ihrer Berufskollegen als Stadt- bzw. Gemeinderatsmitglieder für ausufernde grossflächige Einfamilienhausgebiete mit Doppel- und Mehrfach-Garagen und Stellplatzflächen für Zweit- und Drittautos, grossflächigen Industrie- oder Gewerbegebiete, Fernstrassenausbauten stimmen, seien es B 20 oder A 3 oder A 94 oder eine neue Labertaltrasse. Und einige ihrer Berufskollegen mit der Fruchtfolge Äcker zu Baugebieten nicht grade draufzahlen. Denn es gäbe den enormen Flächenverbrauch nicht, wenn nicht in derselben Grössenordnung landwirtschaftliche Flächen von ihren Eigentümern an Bauträger / Strassenbauer verkauft würden. Also erst mal vor der eigenen Lobby-Türe kehren und nicht diejenigen zum Feindbild des ländlichen Raums hinstellen, die sich für wahre Flächenressourcenschonung einsetzen, aber an den Ministeriums- und Rathaustüren abblitzen und abgeblockt werden. Wo wer die Oberhand hat?


Den Endkunden und VerbraucherInnen gilt es zu vermitteln, dass für anständig tierschutzgerecht und umweltverträglich produzierte Lebensmittel auch ein fairer anständiger Preis zu zahlen ist. Lebensmittel aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft, saisonal passend regional erzeugt und fair gehandelt – dies ist optimal, aber nicht zur Ramschpreisen zu haben. Billigeier, oft auch in Discounter-Billignudeln, - Keksen, Mayonnaise oder -Fertiggerichten und -Fertigkuchen versteckt und Discount-Billigfleisch rächen sich für uns alle: Denn die Schäden aus Agrar- und Tierindustrie schlagen längst auf die menschliche Gesundheit durch mit grossflächiger Grundwasserschädigung und lebensbedrohlichen Antibiotikaresistenzen. Dem nicht entgegenzuwirken und entschieden entgegenzutreten, stellt ein unverzeihliches Versäumnis und Politikversagen dar. Auch von denen, die sich in Stadt- oder Gemeinderäten bis hinauf zu den Ministerien der gebotenen Vorbildfunktion der öffentlichen Hand zur gezielten Steigerung der Nachfrage nach Erzeugnissen des Öko-Landbaus zur Förderung des ökologischen Landbaus als gesundheits- und umweltverträglichster Form der Landwirtschaft entziehen und verweigern. Nämlich für alle Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung wie Kindertageseinrichtungen, Schulen, Kliniken, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen und Kantinen. Gut ist immerhin, dass sich immer mehr EndverbraucherInnen den Wert qualitätsvoller gentechnik- und giftfreier Bio-Lebensmittel und -Getränke erkennen und zu schätzen wissen. Sie ermöglichen immer mehr Landwirten den Umstieg auf den Öko-Landbau, wobei diese auf stabile bzw. wachsende Absatzmärkte angewiesen sind. Dass ihnen diese ausgerechnet grosse Teile der öffentlichen Hand versagt, ist ein Skandal. Denn nicht nur der ländliche Raum hat neben dem Stopp der Flächenversiegelung die umweltverträglichste Landbewirtschaftung bitter nötig: die nach den Kriterien des kontrolliert biologischen Landbaus als beste ökologische Praxis, wenn es um seine, um unser aller Zukunftsfähigkeit mit hoher Lebensqualität geht.


Da haben wir uns alle in höchster Solidarität zu unseren Mitlebewesen und Mitmenschen schützend vor unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu stellen. Es braucht dafür zweifellos beständige Einflussnahme und hohes Engagement durch Bund Naturschutz, PETA und vieler weitere Tier- und Umweltschutzverbände. Und wir schätzen und fördern die wertvolle Basis-Arbeit unserer Biobauern ausserordentlich, nicht aber diejenigen, die sich einem aktiven Tätigwerden und Einschreiten gegen die katastrophalen Fehlentwicklungen und Missstände in der Intensivlandwirtschaft inclusive tierquälerischer Massentierhaltung beharrlich verweigern.